Ankündigung: „Martin Luther King – Das Chormusical“

Uraufführung im Februar 2019 in der Grugahalle in Essen

Martin Luther King Jr. (* 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia als Michael King Jr., † 4. April 1968 in Memphis, Tennessee) gilt als einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Als bekanntester Sprecher der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der US-Afroamerikaner propagierte er den zivilen Ungehorsam als Mittel gegen die politische Praxis der Rassentrennung in den Südstaaten der USA. Nachdem sich die schwarze Arbeiterin Rosa Parks auf ihrem Heimweg am 1. Dezember 1955 weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen Weißen frei zu machen, und dafür festgenommen wurde, leitete Martin Luther King den gewaltlosen Widerstand, so dass schließlich am 13. November 1956 die Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Montgomery vom Obersten Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt und verboten wurde. Am 28. August 1963 hielt Martin Luther King beim Marsch auf Washington seine weltbekannte Rede „I have a dream“, am 2. Juli 1964 unterzeichnete Präsident Lyndon B. Johnson in seinem Beisein das Gesetz zur Aufhebung der Rassentrennung. Auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt reiste er nach West-Berlin und predigte am 13. September 1964 vor 20.000 Menschen in der West-Berliner Waldbühne sowie am Abend in der Ost-Berliner Marienkirche am Alexanderplatz und der Sophienkirche. Die amerikanischen Behörden hatten Martin Luther King zwar seinen Pass abgenommen, da sie um seine Sicherheit in Ost-Berlin fürchteten, nachdem es am frühen Morgen beim Fluchtversuch von Michael Meyer über die Berliner Mauer zu einem Schusswechsel zwischen ostdeutschen Grenzern und der amerikanischen Militärpolizei gekommen war, doch der Grenzübertritt gelang mithilfe seiner Kreditkarte. Drei Monate nach seinem Berlinbesuch wurde dem Bürgerrechtler am 11. Dezember 1964 in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Nachdem er sich ab 1966 gegen den Vietnamkrieg gewandt und versucht hatte, für alle benachteiligten Menschen bessere Lebensbedingungen zu erreichen, wurde er am 4. April 1968 in Memphis auf dem Balkon des Lorraine Motels von James Earl Ray erschossen.

Nach dem Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“, dem Chormusical „Amazing Grace“ und dem Pop-Oratorium „Luther“, an denen in den vergangenen Jahren mehrere zehntausend Sängerinnen und Sänger teilnahmen und das ebenso viele Zuschauer in die größten Arenen Deutschlands lockte, präsentiert die Stiftung Creative Kirche in Kooperation mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Bistum Essen und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland das Chormusical „Martin Luther King“. Die Uraufführung wird am 9. und 10. Februar 2019 in der Grugahalle in Essen stattfinden. Diese wird der Auftakt für eine bundesweite Tournee im Jahr 2020 sein. Schirmherren für die Aufführungen in Essen sind Bischof Franz-Josef Overbeck und Präses Manfred Rekowski, bundesweite Schirmherren sind der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands Heinrich Bedford-Strohm und der Generalsekretär des Bundes der Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland Christoph Stiba.

Im Chormusical „Martin Luther King“ erzählt Librettist Andreas Malessa („Amazing Grace“, Uraufführung: 20. September 2014, Gospelkirchentag, Rothenbach-Halle, Kassel) gemeinsam mit den Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken die berührende Geschichte des amerkanischen Bürgerrechtlers und Nobelpreisträgers Martin Luther King. Im ersten Teil werden halbwegs chronologisch wichtige Stationen seiner Biografie aus der Sicht seiner Lebensgefährten und Zeitzeugen geschildert, der zweite Teil konzentriert sich auf die Ereignisse am 13. September 1964 in Berlin. Andreas Malessa möchte mit „Martin Luther King – Das Chormusical“ ein Bewusstsein für die Benachteiligung und Geringschätzung von Menschen anderer Rasse, Religion und Herkunft schaffen, die mit der Aufhebung der Rassentrennung noch lange nicht vom Tisch sei. Durch altbekannte Gospelklassiker und neu komponierte Gospelsongs, gepaart mit Rock’n’Roll und Motown, soll Martin Luther Kings Traum von Gerechtigkeit schwungvoll in Szene gesetzt werden.

„Amazing Grace“ in der MCC Halle Münsterland, Chor

In jeder der beiden Aufführungen am 9. und 10. Februar 2019 in der Grugahalle in Essen können bis zu 1.200 Sängerinnen und Sänger in den beiden Projektchören gemeinsam mit einer Big-Band, Orchester und Musicaldarstellern auf der Bühne stehen. Chordirigenten sind Christoph Spengler („Pop-Oratorium Luther – Das Projekt der tausend Stimmen“), Kirchenmusikdirektor der rheinischen Kirche, und Stefan Glaser, Beauftragter für Kirchenmusik im Bistum Essen. In den beiden Projektchören kann jeder mitsingen, ob im eigenen Chor oder als Einzelsängerin und Einzelsänger ohne Chorzugehörigkeit. Man muss weder Mitglied eines Chores sein noch einer Kirche angehören. Die Teilnahme ist nur in einem Projektchor möglich, eine Doppelanmeldung ist ausgeschlossen. 1.500 Sängerinnen und Sänger haben sich bereits angemeldet, für die Aufführung am 10. Februar 2019 werden noch Sängerinnen und Sänger gesucht.

Das Casting für die MusicaldarstellerInnen fand bereits vor einiger Zeit in Berlin statt, gesucht wurden MusicaldarstellerInnen für die Rollen Martin Luther King, Rosa Parks, Coretta King, Malcolm X, Heilige Geistin, Lehrerin, Biederbürger/Bull Connor/Ralph Zorn, FBI-Mann/Stasi-Mann/Grenzkontrolleur, FBI-Mann/Stasi-Mann/Alptraumgespenst. Andreas Gergen wird Regie führen. Das mag einigen Leuten indiskret erscheinen, aber die Audition-Ausschreibung ist sehr leicht im Netz zu finden: Einmal im Netz, immer im Netz… Es macht für mich überhaupt keinen Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt noch ein Geheimnis daraus machen zu wollen. Coretta Scott King (* 27. April 1927 in Marion, Alabama, † 30. Januar 2006 in Rosarito, Mexiko) war eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin und die Ehefrau von Martin Luther King, Malcolm X (* 19. Mai 1925 in Omaha, Nebraska, † 21. Februar 1965 in New York City) ein US-amerikanischer Führer der Bürgerrechtsbewegung und Martin Luther Kings militanter Gegenspieler und Theophilus Eugene „Bull“ Connor (* 11. Juli 1897 in Selma, Alabama; † 10. März 1973 in Birmingham, Alabama) wurde als US-amerikanischer Politiker und Verwaltungsbeamter hauptsächlich durch seine strikte Durchsetzung der Rassentrennung und sein gewaltsames Vorgehen gegen friedliche Demonstranten der Bürgerrechtsbewegung bekannt.

Bonita Niessen

Verbindliche Angaben zur endgültigen Besetzung der ausgeschriebenen Rollen wollte der Veranstalter bei der Präsentation des Chormusicals am 10. April 2018 nicht machen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Bonita Niessen vielleicht eine der Protagonistinnen verkörpern wird, warum sonst sollte ihr Porträt auf allen Werbeträgern für „Martin Luther King – Das Chormusical“ zu sehen sein!? Es kommen ja nicht so viele Rollen infrage…

Anmeldung zur Teilnahme, Probentermine, Tickets (22,90 € bis 59,90 € inkl. Gebühren, ggf. zzgl. Versandgebühren, eTicket kostenlos) und weitere Informationen unter www.king-musical.de.

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