Freitag, 23. Juni 2017

„Survivor“

„Survivor“ – Der Rock-Pop-Soul-Abend der Folkwang Universität der Künste; Songs aus Jazz, Pop und Soul mit Studierenden der Studiengänge Musical, Jazz und Schulmusik; Mitwirkende: Studiengang Musical, 4. Jahrgang: Anneke Brunekreeft, Lina Gerlitz, Marvin Schütt, Sarah Wilken; 3. Jahrgang: Pascal Cremer, Esther Conter, Charlotte Katzer, Florian Minnerop, Tomas Stitilis; 2. Jahrgang: Aline Bucher, Alejandro Nicolás Firlei Fernández, Nico Hartwig, Lara Hofmann, Florian Sigmund, Jessica Trocha; 1. Jahrgang: Myriam Akhoundov, Michael Berres, Lukas Mayer, Leon Petzold, Zoe Staubli, N. N. Weitere Gesangssolisten: Susanne Wynonna Nixel, Håkon Askheim Liknes. Band: Florian Raepke (Trompete), Anna Pittelkau (Saxophon), Johannes Hartogh (Saxophon), Moritz Anthes (Posaune), Johannes Still (Keyboards), Mark Meier (Gitarre), Andreas Pientka (Bass), Christoph Helm (Drums), Garwyn Linnell (Violoncello). Stepp-Choreografie: Bernd Paffrath; Chorleitung: Michael David Mills; Musikalische Leitung: Jürgen Grimm. 22. und 23. Juni 2017, Folkwang Universität der Künste, Pina Bausch Theater, Essen.



„Survivor“


Der Rock-Pop-Soul-Abend der Folkwang Universität der Künste


Sarah Wilken

Da hatte man sich beim Studiengang Musical einen wirklich ganz besonderen Tag für die diesjährige „Musical-Combo“ ausgesucht, laut Deutschem Wetterdienst war es der bislang heißeste Tag des Jahres. Am frühen Abend legte dann ein heftiges Gewitter den Verkehr im Essener Süden lahm und machte den so genannten „Werdener Berg“ nahezu unpassierbar: Starkregen hatte die Straßen überflutet, so dass die Anfahrt zur Folkwang Universität der Künste zur Geduldsprobe geriet. Da konnte sich glücklich schätzen, wer es noch rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn nach Werden geschafft hat.

Anneke Brunekreeft, Sarah Wilken und Lina Gerlitz

Bei der so genannten „Musical-Combo“ handelt es sich um ein regelmäßiges Projekt des Studiengangs Musical, das die in den einzelnen Fächern erlernten Fähigkeiten zusammenführen und dem Publikum präsentieren soll. Es ist Teil des Studienplans und auch der Abschlussprüfung im Studiengang Musical. Musical-Combo bedeutet, dass Sänger auf eine Combo aus Musikern treffen, die im Studiengang Jazz studieren. Die angehenden Bühnendarsteller lernen in diesem Projekt, Songs mit schauspielerischen und choreographischen Elementen auf der Bühne zu präsentieren. Die Arbeit im Tonstudio gehört ebenfalls zum Lernziel der Lehrveranstaltung. Aus der Bro­schü­re zum zwanzigjährigen Bestehen des Studiengangs Musical an der Folkwang Hochschule erfährt man, dass dieses Projekt aus anfänglichen Jamsessions entstanden ist, die sich ergeben haben, da der Hauptprobenraum der Jazzabteilung unter den ersten Unterrichtsräumen des Studiengangs Musicals untergebracht war. Auch im Studiengang Jazz ist die Zusammenarbeit mit dem Studiengang Musical ein fester Bestandteil im Ausbildungsprofil.

Florian Minnerop

Während es sich draußen durch das Unwetter bereits angenehm abgekühlt hatte, war es im Pina Bausch Theater immer noch „too darn hot“, und daran waren die Studierenden auch nicht ganz unbeteiligt. Wer will bei den Temperaturen schon die ganze Zeit im Anzug oder langen Kleid unter den Scheinwerfern auf der Bühne stehen? (Wink mit dem Zaunpfahl) Für den diesjährigen Rock-Pop-Soul-Abend unter dem Titel „Survivor“ hatten die Studierenden wiederum eine gute Mischung aus ruhigeren und rockigen Titeln ausgewählt. Die teilweise in achtköpfiger Besetzung spielende Combo sorgte für einen satten, kraftvollen Sound auf der Bühne, der würde auch allemal für die größere Neue Aula ausreichen. Zur Information für Leser, die nie dort gewesen sind: Das Pina Bausch Theater – die ehemalige „Alte Aula“ im so genannten „Preußenflügel“ der Alten Abtei, der von 1811 bis 1928 als preußische Strafanstalt genutzt wurde – ist für maximal 99 Besucher zugelassen, selbst drei Vorstellungen im Pina Bausch Theater bieten weniger Interessenten die Möglichkeit, die Veranstaltung zu besuchen, als eine einzige Vorstellung in der Neuen Aula mit bis zu 424 Sitzplätzen. Auch in diesem Jahr präsentierte der 4. Jahrgang wieder eine mitreißende Stepp-Choreografie zu „Taking a chance on love“ von Vernon Duke, es würde mich sehr wundern, wenn Bernd Paffrath daran völlig unbeteiligt wäre, auch wenn er nicht auf dem Programmzettel aufgeführt ist.

Tomas Stitilis

Setlist des ersten Teils:
  • Sarah Wilken: „Tainted Love“ von Ed Cobb
  • Susanne Wynonna Nixel: „Run away“ von Susanne Wynonna Nixel
  • Marvin Schütt: „Sangrando“ von Elba Ramalho
  • Anneke Brunekreeft, Lina Gerlitz und Sarah Wilken: „Jealous“ von Nick Jonas, Nolan Lambroza und Simon Wilcox
  • Florian Minnerop: „Bridge Over Troubled Water“ von Paul Simon
  • 4. Jahrgang des Studiengangs Musical mit einer Stepp-Choreografie zu: „Taking a chance on love“ von Vernon Duke aus „Cabin in the Sky“
  • Tomas Stitilis: „What a difference a day made“ von María Grever, Stanley Adams
  • Håkon Askheim Liknes: „Backyard Party“ von Ole Børud aus seinem Album „Shakin’ the Ground“
  • Anneke Brunekreeft: „Because of you“ von Kelly Clarkson, David Hodges & Ben Moody, Arrangement: Alexandra Palamaroudas
  • Lina Gerlitz: „If I ever lose my faith in you“ von Sting aus seinem Album „Ten Summoner’s Tales“, Arrangement: Asita Tamme
Anneke Brunekreeft

Zu Beginn des zweiten Teils präsentierte der Chor des Studiengangs Musical unter der Leitung von Michael David Mills zunächst den Musicalsong „Defying Gravity“ aus „Wicked“ von Stephen Schwartz, nur von Michael Mills am Flügel begleitet, und den Elvis-Presley-Song „Heartbreak Hotel“. Die übrigen Titel wurden zum größten Teil solistisch vorgetragen, unterstützt von den KommilitonInnen mit Background-Chören.

Pascal Cremer

Setlist des zweiten Teils:
  • Chor des 1., 2. und 3. Jahrgangs des Studiengangs Musical: „Defying Gravity“ von Stephen Schwartz aus „Wicked“
  • Chor des 1., 2. und 3. Jahrgangs des Studiengangs Musical: „Heartbreak Hotel“ von Tommy Durden, Mae Boren Axton und Elvis Presley
  • Anneke Brunekreeft: „That Groove“ von Gabrielle Walter-Clay und Common Thread, Arrangement: Florian Gernuss
  • Pascal Cremer: „Beyond the Sea“ von Jack Lawrence mit Musik aus dem Song „La Mer“ von Charles Trenet
  • Lina Gerlitz: „Million Reasons“ von Stefani Germanotta, Hillary Lindsey und Mark Ronson
  • Sarah Wilken: „Mein Herz braucht eine Pause“ von Antje Schomaker, Arrangement: Louisa Halter
  • Esther Conter: „Je Veux M’intégrer“ von Kerreddine Soltani, Arrangement: Louisa Halter
  • Marvin Schütt: „The greatest love of all“ von Michael Masser und Linda Creek, Arrangement: Asita Tamme
  • Anneke Brunekreeft, Esther Conter, Lina Gerlitz, Susanne Wynona Nixel und Sarah Wilken: „Survivor“ von Beyoncé Knowles, Kelly Rowland, Anthony Dent und Matthew Knowles
Lina Gerlitz

Nach der von Håkon Liknes performten Zugabe „Backyard Party“, bei der er auch die Musiker vorgestellt hat, dürften sich sowohl Zuschauer als auch Beteiligte über eine Abkühlung an der frischen Luft gefreut haben, auch wenn man den Konzertabend wirklich als gelungen bezeichnen muss. Wie gesagt, es war einfach „too darn hot“.

Sarah Wilken

In diesem Jahr ist der Studiengang Musical nicht – wie in den vergangenen Jahren – mit der Musical-Combo am Theater Oberhausen zu Gast, stattdessen wird es erstmals einen Auftritt bei „Bochum Total“ am 9. Juli 2017 von 19.30 Uhr bis 20.15 Uhr auf der Sparkassen-Bühne geben. „Ein mitreißendes Programm mit bekannten und beliebten Musical-Songs“ ist auch bei der ExtraSchicht auf Zollverein am 24. Juni 2017 auf der Bühne der Folkwang Agentur am Gleisboulevard um 20 und 22 Uhr angekündigt.

Ester Conter

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