Samstag, 28. Januar 2012

Diplomprüfung Musical Gesang

Öffentlicher Teil der Diplomprüfung in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste

Am Samstag, 28. Januar 2012 fand in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste in Essen-Werden die diesjährige Diplomprüfung im Studiengang Musical, Bereich Gesang statt. Die Prüfung bildet nach acht Semestern Studiendauer den Abschluss der breitgefächerten Ausbildung in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang. An diesem Abend legten Andreas Bongard, Michèle Fichtner, Matthias Kreinz, Verena Mackenberg, Stefan Preuth und Miriam Schwan ihre Prüfungen ab. Alle sechs AbsolventInnen waren im vergangen Jahr in „One Touch of Venus“ in der Inszenierung von Reinhardt Friese im Erholungshaus der Bayer AG in Leverkusen sowie in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste zu sehen, außerdem in der Spielzeit 2009/2010 in „High Fidelity – Das Musical“ in der Inszenierung von Gil Mehmert am Theater im Rathaus in Essen.

Im ersten Teil der Veranstaltung interpretierten die AbsolventInnen nach einem gemeinsamen Intro aus „Cabaret“ jeweils drei Songs, wobei sie abwechselnd von Prof. Patricia Martin und Prof. Michael David Mills am Flügel begleitet wurden. Den Anfang machte Andreas Bongard mit
  • „Il Mondo Era Vuoto“ aus „The Light In The Piazza“ von Adam Guettel in einer italienischen Bearbeitung von Judith Blazer,
  • dem Chanson „I really really love you“ von Paul Loesel/Scott Burkell in einer deutschen Bearbeitung von Sabine Ruflair und
  • „It hurts me“ aus „All Shook Up“ von Joy Byers und Charles E. Daniels.
Michèle Fichtner brachte
  • „Hit me with a hot Note“ aus „Sophisticated Ladies“ von Duke Ellington (Musik) und Don George (Text),
  • „Keepin´ Out of Mischief Now“ von Fats Waller (Musik) und Andy Razaf (Text) aus „Ain´t Misbehavin´“ und
  • „Ganz kurz/In Short“ aus „Edges“ von Justin Paul (Musik) und Benj Pasek (Text)
zu Gehör. Matthias Kreinz interpretierte
  • „If I loved you“ aus „Carousel“ von Richard Rogers (Musik) und Oscar Hammerstein II. (Text),
  • „Ein bisserl für´s Hirn und ein bisserl für´s Herz“ aus „Mozart!“ von Silvester Levay (Musik) und Michael Kunze (Text) und
  • „Who I´d be“ aus „Shrek the Musical“ von Jeanine Tesori (Musik) und David Lindsay-Abaire (Text).
Verena Mackenberg trug
  • „Stuff like that there“ aus „For the Boys“ von Jay Livingston/Ray Evans,
  • „My unknown Someone“ aus „Will Rogers Follies“ von Cy Coleman (Musik) und Betty Comden/Adolph Green (Text) und
  • „Astonishing“ aus „Little Women“ von Jason Howland (Musik) und Mindi Dickstein (Text)
vor. Stefan Preuth sang
  • ein Medley aus „Something better than this“ aus „Sweet Charity“ von Cy Coleman (Musik) und Dorothy Fields (Text) und „Move on“ aus „Sunday in the Park with George“ von Stephen Sondheim,
  • „Larger than Life“ aus „My Favorite Year“ von Stephen Flaherty (Musik) und Lynn Ahrens (Text) und
  • „Don´t Let Me Go“ aus „Shrek the Musical“ von Jeanine Tesori (Musik) und David Lindsay-Abaire (Text),
die beiden letzteren in seiner eigenen deutschen Bearbeitung. Als Letzte präsentierte Miriam Schwan
  • „Off with their heads“ aus „Wonderland“ von Frank Wildhorn (Musik) und Jack Murphy (Text) in ihrer eigenen deutschen Bearbeitung,
  • „I had myself a true love“ aus „St. Louis Woman“ von Harold Arlen (Musik) und Johnny Mercer (Text) und
  • „Sie geht/She goes“ aus „High Fidelity“ von Tom Kitt (Musik) und Amanda Green (Text) in der deutschen Bearbeitung von Sabine Ruflair.

Im zweiten Teil des Abends präsentierten die AbsolventInnen zunächst jeweils einen Song, den sie in 14-tägiger selbstständiger Vorbereitung einstudiert hatten. Bei allen Songs handelte es sich um Titelsongs aus James-Bond-Filmen.
  • Miriam Schwan brachte „GoldenEye“ von Bono und The Edge aus „GoldenEye“ (1995) zu Gehör,
  • Stefan Preuth „For your eyes only“ von Bill Conti und Mick Leeson aus „For your eyes only“ (1981),
  • Verena Mackenberg „A View to a kill“ von John Barry und Duran Duran aus „A View to a kill“ (1985),
  • Matthias Kreinz „You know my name“ von David Arnold und Chriss Cornell aus „Casino Royale“ (2006),
  • Michèle Fichtner „Nobody does it better“ von Marvin Hamlisch (Musik) und Carole Bayer Sager (Text) aus „The Spy who loved me“ (1977),
  • und Andreas Bongard „Live and let die“ von Paul und Linda McCartney aus „Live and let die“ (1973).
In dem daran anschließenden Block von Musicalszenen mit schauspielerrischen/tänzerischen Elementen sorgten Prof. Patricia Martin (Flügel), Prof. Michael David Mills (Keyboard), Alexander Badiarov (Guitar), Vladyslav Vorobel (Bass) und Marvin Blamberg (Schlagzeug) für die musikalische Begleitung. In „Nur ein Schritt/Just One Step“ aus „Songs for a new world“ von Jason Robert Brown in der deutschen Bearbeitung von Wolfgang Adenberg drohte Miriam Schwan ihrem Ehemann, sich in den Abgrund zu stürzen, wenn sie keinen Nerzmantel bekommt. Stefan Preuth vertraute bei „Hey There“ aus „The Pajama Game“ von Richard Adler und Jerry Ross in seiner eigenen deutschen Bearbeitung als Sid Sorokin seine Gefühle einem Diktiergerät an, nachdem er von Babe erneut zurückgewiesen wurde. Verena Mackenberg stellte in „Mein neues Motto“ aus „Du bist in Ordnung, Charlie Brown“ von Clark Gesner als Sally Brown ihre neue Philosophie vor: „Und was geht mich das an?“ In „Leere Versprechungen“ aus „Das Appartement“ (Originaltitel „Promises, Promises“) von Burt Bacharach (Musik) und Hal David (Text) weigerte sich Matthias Kreinz als Buchhalter Chuck Baxter schließlich, seinem Personalchef sein Appartement weiterhin als Stundenhotel zur Verfügung zu stellen. Michèle Fichtner bat als Schwester Mary Robert in „Die Welt, die ich nie sah“ aus „Sister Act – Ein himmlisches Musical“ von Alan Menken (Musik) und Glenn Slater (Text) Deloris van Cartier, mit ihr gehen zu dürfen, um so zu einer stärkeren Persönlichkeit zu gelangen. Andreas Bongard ließ sich als Gauner Frank Abagnale Junior in „Live in Living Color/Goodbye“ aus „Catch Me If You Can“ von Marc Shaiman (Musik) und Marc Shaiman/Scott Wittman (Text) in einer deutschen Bearbeitung von Gil Mehmert von FBI-Ermittler Carl Hanratty in die Enge treiben, nachdem er wegen Hochstapelei und Scheckbetrügerei verhaftet wurde. Zum Finale präsentierten die AbsolventInnen noch gemeinsam eine Choreografie aus „Cabaret“, wonach sie das Publikum von den gezeigten Leistungen der zukünftigen Bühnendarsteller begeistert mit langanhaltendem Beifall bedachte.

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