Dienstag, 18. Juli 2017

Inhaltsverzeichnis 2017

Da sich das Inhaltsverzeichnis als Startseite in den vergangenen Jahren bewährt hat, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Index. Never touch a running system!


Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 sucht grüne Oasen in Altendorf

Bürgerinnen und Bürger sind zum Fotowettbewerb aufgerufen

„Grün auf! Altendorf“ soll es am Sonntag, 17. September 2017 mitten auf der Altendorfer Straße in Essen heißen. Die Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 lädt von 11 bis 17 Uhr zu einem Familien- und Gartenfest in den Stadtteil Essens ein, in dem der Wandel von der Kohle- und Stahlstadt zu einer grünen Stadt am deutlichsten zu beobachten sein soll. Dafür wird die Altendorfer Straße – wie bereits der Innenstadtring am „Tag der Bewegung“ – für den Autoverkehr gesperrt.

ThyssenKrupp Hauptquartier, Grüne Achse

Einen Teil des bunten Programms soll eine Fotoausstellung bilden, für die das Projektbüro der Grünen Hauptstadt nun Aufnahmen unter dem Titel „Meine grüne Oase in Altendorf“ sucht: Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Fotos einzureichen, die zeigen, wie bunt, grün und blumig Altendorf ist. „Altendorf hat so viel zu bieten – der Niederfeldsee und die Hirtsiefersiedlung sind nur die prominentesten Beispiele. Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger aus Altendorf herzlich einladen, zu zeigen, welche grünen Überraschungen ihr Stadtteil zu bieten hat“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017.

Brücke über den Niederfeldsee

Wichtig: Die fotografierten Orte müssen öffentlich zugänglich sein. Die Fotos (maximal zwei Aufnahmen pro Person; Auflösung mind. 300 dpi) können bis zum 18. August 2017 per e-Mail unter meinegrüneoase@egc2017.essen.de an das Projektbüro der Grünen Hauptstadt gesendet werden. Vorname und Name, Telefonnummer, Alter und Adresse, der Titel und der Entstehungsort des Bildes müssen mit angegeben werden – und eine kurze Beschreibung, was das besondere an dem ausgewählten Ort ist. Die besten fünfzehn Bilder werden dann von einer Jury ausgewählt und am 17. September ausgestellt. Mit der Zusendung der Bilder erklären sich die Fotografen mit der honorarfreien Veröffentlichung on- und offline im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 einverstanden.

Lt. Veranstaltungskalender der Grünen Hauptstadt soll die Bildergalerie zwischen Helenenstraße und Röntgenstraße entstehen. Weiterhin sollen alle Besucher bepflanzte Kisten mitbringen, die vorab im gesamten Stadtgebiet verteilt werden sollen. Die Kisten sollen dann auf der Altendorfer Straße den längsten Garten des Ruhrgebiets entstehen lassen. Am Ende soll das Fest mit einer bunten Parade abgerundet werden.

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017

Die 116. Auflage der Kirmes auf der Oberkasseler Rheinwiese

Mit der „Größten Kirmes am Rhein“ feiert der über 700 Jahre alte St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e. V. mit seinen mehr als 1.500 Schützen den Namenstag seines Schutzpatrons St. Apollinarius (23. Juli). Bereits zum 116. Mal findet die große Kirmes auf der Oberkasseler Rheinwiese zwischen Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke statt. Mehr als 300 Schausteller und Gastwirte beteiligen sich an dem Volkfest auf der 165.000 m² großen Festwiese. Wer alle Fahrgeschäfte ausprobieren möchte, muss vor allem eines mitbringen: eine Menge Geld. Keine Sorge, auf der Festwiese steht auch ein Geldautomat der Sparkasse Düsseldorf zur Verfügung.

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Lebkuchenherz

Zum Thema Sicherheit: Natürlich gibt es keine 100 %ige Sicherheit, und jeder Polizeibeamte oder Angestellte eines Sicherheitsdienstes macht hoffentlich einen Schritt zur Seite, wenn ein verdächtiger LKW auf ihn zugefahren kommt. Aber auf der „Größten Kirmes am Rhein“ begegnet man tatsächlich regelmäßig der Polizei und einem Sicherheitsdienst, die womöglich kleine Probleme vor Ort lösen können. Polizisten mit einer Waffe im Anschlag wie beispielsweise am Luegplatz erzeugen bei mir allerdings eher Unbehagen als ein Gefühl der Sicherheit.

Blick von der Rheinkniebrücke auf die „Größte Kirmes am Rhein“ 2017

Blick von der Rheinkniebrücke auf die „Größte Kirmes am Rhein“ 2017

Blick von der Oberkasseler Brücke auf die „Größte Kirmes am Rhein“ 2017

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Condor“, höchster transportabler Kettenflieger, Höhe 80 Meter

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Petersburger Schlittenfahrt

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Skater“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Infinity“, höchste Überschlagschaukel, Flüghöhe 65 Meter

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Raupenbahn“

Nostalgische Fahrgeschäfte wie die historische „Raupenbahn“ von Steiger-Buchholz, Hersteller Fritz Bothmann, Gotha, Baujahr 1926, findet man auf der „Größten Kirmes am Rhein“ eher selten, die IMHO eher einem Hightech-Spektakel gleicht als einer Familienkirmes.Womöglich ist dies aber auch eine Frage der eigenen Anschauung, immerhin gibt es auch einige Kinderkarussels und den guten, alten „Wellenflug“.

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Riesenrad „Bellevue“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Mr. Gravity“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Wellenflug“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Achterbahn „Olympia Looping“ mit fünf Loopings

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Achterbahn „Alpina-Bahn“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Freifallturm „Hangover“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Circus Circus“

Blick von der Oberkasseler Brücke auf die „Größte Kirmes am Rhein“ 2017

Blick über den Rhein Richtung Altstadt mit St. Lambertus und Schlossturm

Blick von der Oberkasseler Brücke auf die „Größte Kirmes am Rhein“ 2017

Entgegen der Empfehlung des Düsseldorfer Kinderschutzbundes, des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte und der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 Veranstaltungs GmbH, dass für Kinder unter drei Jahren die Kirmes eher nicht geeignet sei, tragen Eltern ihre Kleinkinder, die noch gar nicht selbst laufen können, sogar nach 22 Uhr auf dem Kirmesgelände herum. Dass man Kleinkinder nicht allein daheim lassen kann, versteht sich von selbst, aber diese stattdessen zu später Stunde über die Kirmes zu tragen ist IMHO ebenso unverantwortlich.

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, Riesenrad „Bellevue“

„Größte Kirmes am Rhein“ 2017, „Raupenbahn“

Gaslaternen am Luegplatz, der Letzte macht das Licht aus…

Sonntag, 16. Juli 2017

Vorschau: „Musical Academy“ im Capitol Theater Düsseldorf

Ein Projekt zur Förderung des besonders talentierten Musical-Nachwuchses

Nachwuchsförderung im Bereich Musical scheint im deutschsprachigen Raum ein recht schwieriges Kapitel zu sein: Der 1966 gegründete und seit 1979 jährlich ausgeschriebene Bundeswettbewerb Gesang Berlin hat sich die Förderung des Nachwuchses und das Auffinden stimmlich, musikalisch und darstellerisch überdurchschnittlicher Begabungen zum Ziel gesetzt. Die Karrieren von Preisträgern wie Adrian Becker, Katja Berg, Vera Bolten, Isabel Dörfler, Andreas Gergen, Frederike Haas, Karim Khawatmi, Katharine Mehrling, Max Raabe, Veit Schäfermeier, Uli Scherbel, Anke Sieloff, Christian Struppeck und Bodo Wartke – um nur einige bekannte Namen zu nennen – haben durch die Teilnahme am Bundeswettbewerb Gesang Berlin entscheidende Impulse bekommen. Übrigens, der Anmeldezeitraum für den 46. Bundeswettbewerb Gesang Berlin in den Sparten Musical/Chanson läuft noch bis 1. September 2017. Seit 1994 gab es den Jugend kulturell Förderpreis der HypoVereinsbank zur individuellen Förderung für besonders talentierte Nachwuchskünstler, der abwechselnd in einer der vier Kategorien „A cappella“, „Musical“, „Kabarett & Co.“ und „Popmusik“ verliehen wurde, letztmalig 2016 in der Kategorie „Acoustic Pop“. Daneben gibt es verschiedenste Formen der Nachwuchsförderung wie Stipendien oder auch Engagements, die Außenstehende womöglich gar nicht als solche wahrnehmen. Auf der anderen Seite stellt bereits die Ausbildung an einer staatlichen Hochschule eine nicht unerhebliche Förderung dar: Beispielsweise zahlen die Studierenden an der Folkwang Universität der Künste in Essen pro Semester für Sozialbeitrag und Semesterticket „nur“ 293,38 €, an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien sind 319,20 € an Semesterbeitrag und Studierendenbeitrag zu zahlen, obwohl die Kosten für einen Studienplatz im Durchschnitt ca. 19.000 € jährlich betragen. Die Studienbeiträge liegen deutlich unter denjenigen vergleichbarer nationaler und internationaler Institute. Die Stage School Hamburg – um ebenfalls ein Bespiel zu nennen – erhebt einen Voraus­zahlungs­betrag von jährlich 7.800 € und einen Stundungsbetrag von 2.750 € pro Studienjahr, zahlbar nach Beendigung der Ausbildung. Hinzu kommt eine jährliche Verwaltungsgebühr in Höhe von 350 €, macht summa summarum 10.900 € jährlich. Nicht ohne Grund versuchen viele Studienplatzanwärter zunächst, einen der begehrten Studienplätze an den fünf staatlichen Hochschulen im deutschsprachigen Raum zu ergattern.

Die Initiative UPTEMPO e. V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die künstlerische Entwicklung des überdurchschnittlich begabten Musical-Nachwuchses nachhaltig zu fördern. Dafür hat UPTEMPO e. V. das Projekt „Musical Academy“ initiiert, bei dem jeweils zwei von den staatlichen Hochschulen nominierte Musical-Absolvent/innen unter professioneller Anleitung von Regisseur Stefan Huber, Hardy Rudolz, Lior Kretzer (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) und Christian Stadlhofer in einem Workshop vom 22. bis 26. August 2017 im Düsseldorfer Capitol Theater ihre künstlerischen Fähigkeiten in Gesang, Schauspiel und Tanz vervollkommnen können. Als Paten und Coach werden sie von Lisa Antoni, David Arnsperger, Milica Jovanović und Bettina Mönch unterstützt. Höhepunkt des Projekts ist die öffentliche Bühnenshow „Musical Academy“ am Samstag, 26. August 2017 um 19.30 Uhr im Club des Capitol Theaters, inszeniert von Christian Stadlhofer und unter der Musikalischen Leitung von Lior Kretzer, bei der die 10 für das Projekt nominierten Musical-Absolvent/innen gemeinsam mit Lisa Antoni, David Arnsperger, Milica Jovanović, Bettina Mönch und Hardy Rudolz auf der Bühne stehen werden.

Folgende Musical-Absolvent/innen wurden von ihren Hochschulen für die „Musical Academy“ nominiert:

Universität der Künste Berlin, Studiengang Musical/Show:
Sophia Euskirchen (Meeresgöttin Rân in „Vom Fischer und seiner Frau – Das Musical“, „Brüder Grimm Festspiele“ Hanau, Sally Bowles in Cabaret, TIPI AM KANZLERAMT)
Dennis Weißert (Action, Cover Riff in „West Side Story“, DomplatzOpenAir Magdeburg)

Sophia Euskirchen

Folkwang Universität der Künste Essen, Studiengang Musical:
Karen Müller (Graziella in „West Side Story“, DomplatzOpenAir Magdeburg)
Philipp Nowicki (Harry Frommermann in „Jetzt oder nie – Die Comedian Harmonists Teil 2“ und Joey in „Saturday Night Fever“, 59. Gandersheimer Domfestspiele)

Karen Müller

Philipp Nowicki

Bayerische Theaterakademie August Everding München, Studiengang Musical:
Robert Henry Lankester (Snowboy in „West Side Story“, Stadttheater Bozen)
Laura Pfister („3 Musketiere Das Musical“, Freilichtbühne Altusried)

Hochschule Osnabrück, Institut für Musik, Studiengang Musical/Vokalpädagogik:
Maurice Daniel Ernst („3 Musketiere Das Musical“, Freilichtbühne Altusried)
Kara Kemeny (“The Adams Family”, Theater Osnabrück, Nina Rosario in „In den Heights von New York“, Theater Hagen)

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Studiengang Musikalisches Unterhaltungstheater:
Daniel Eckert (Simon Zelot in „Jesus Christ Superstar, Felsenbühne Staatz)
Cornelia Mooswalder („Birdland. Das Glück is a Vogerl““, Sommerspiele Melk)

Robert Henry Lankester und Laura Pfister konnten sich bereits beim 44. Bundeswettbewerb Gesang Berlin für die zweite Finalrunde im Junior­wett­bewerb qualifizieren, Laura Pfister konnte sich einen Förderpreis sichern. Sophia Euskirchen, Karen Müller und Dennis Weißert haben sich im Hauptwettbewerb für die zweite Finalrunde in der Sparte Musical qualifiziert, Dennis Weißert hat sich dort den ersten Preis gesichert, Sophia Euskirchen und Karen Müller konnten ebenfalls Preise für sich verbuchen.

Freitag, 14. Juli 2017

Vorschau: „Der bewegte Mann – Das Musical“

„Der bewegte Mann – Das Musical“ – nach den Comics „Der bewegte Mann“ und „Pretty Baby“ von Ralf König und der gleichnamigen Filmkomödie von Sönke Wortmann (1994) mit Til Schweiger in der Hauptrolle; Musik, Liedtexte und Buch: Christian Gundlach; Buch: Craig Simmons; Inszenierung: Harald Weiler; Choreografie: Sven Niemeyer; Ausstattung: Lars Peter; Musikalische Leitung: Christian Gundlach. Darsteller: Elias Krischke (Axel), Jennifer Siemann (Doro), Jan Kersjes (Norbert), Mark Weigel (Waltraud), Sascha Rotermund (Metzger u. a.), Michael Ehspanner (Fränzchen u. a.), Tanja Bahmani (Claudia u. a.), Luisa Meloni (Lisa u. a.), Tobias Brönner (Pastor u. a.), Madeleine Lauw (Elke u. a.). Uraufführung: 26. Juli 2017, Thalia Theater, Hamburg.



„Der bewegte Mann – Das Musical“


Ralf Königs Comicfiguren als Musical auf der Theaterbühne


Das vom Altonaer Theater produzierte Musical „Der bewegte Mann“ wird am 26. Juli 2017 im Thalia Theater uraufgeführt und eröffnet den ersten Thalia Sommer. Vor 30 Jahren feierten Ralf Königs Comics große Erfolge, 1994 landete Sönke Wortmanns gleichnamiger Film einen Hit. Nun erobert die Komödie um Axel, Doro und Norbert die Theaterbühne – mit spritzigen Texten, mitreißender Live-Musik, ohrwurmverdächtigen Melodien und viel Witz garantiert die Produktion ein frisches und unterhaltsames Musicalerlebnis der Extraklasse.

Axel (Elias Krischke) und Doro (Jennifer Siemann) könnten so glücklich sein – sie sind jung, sexy und verliebt. Doch während Doro für eine Beziehung bereit ist, kann Axel sich nicht vorstellen, seine unwiderstehliche Männlichkeit nur einer Frau zu widmen. Und so kommt es wie es kommen muss: Doro erwischt ihren Axel in flagranti mit einer anderen und wirft ihn kurzerhand aus ihrer Wohnung und aus ihrem Leben. Aber so einfach ist das nicht – denn Doro ist schwanger.

Axel ahnt nichts von seinem Vaterglück. Stattdessen trifft er Norbert (Jan Kersjes), der ihn sehr bereitwillig bei sich aufnimmt, denn Axel ist nicht nur für die Frauenwelt eine interessante Herausforderung… Und während Norbert ihn in eine Szene einführt, die für Axel in jeglicher Hinsicht vollkommen neu ist, begibt sich Doro auf verzweifelte Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes… und findet ihn im Bett mit Norbert. Eine Reihe von Missverständnissen und emotionales Chaos sind definitiv vorprogrammiert.

Zwischen Potenzmitteln und bauchfreien Sporttops, Diskussionen zu Tofuwurst und Monogamie ist „Der bewegte Mann“ eine musikalische Komödie, die voller Witz und Ironie mit nahezu allen Klischees hetero- und homosexueller Beziehungen spielt. Dabei treibt jede der Figuren das Gleiche an: die Sehnsucht nach der großen Liebe.

Elias Krischke
Elias Krischke (Axel) hat 2014 sein Musical-Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen begonnen und wechselte 2016 zur Schauspiel-Ausbildung an das Max Reinhardt Seminar, Institut für Schauspiel und Schauspielregie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er spielte bereits vor seinem Studium in diversen Produktionen am Theater für Niedersachsen und während seines Studiums in Essen im Folkwang Musical „Hello Again“ von Michael John LaChiusa (Premiere 27. Juni 2016 Regie Gil Mehmert, Theater im Rathaus Essen). Dem Hamburger Publikum ist er durch seine Rolle des Gabe in „Fast normal – Next to normal“ (Premiere 4. September 2016, Regie Harald Weiler) an den Hamburger Kammerspielen bekannt.

Jennifer Siemann. © Maurice Bender
Jennifer Siemann (Doro) hat 2013 ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Fachrichtung Gesang Popularmusik-Jazz/Musical abgeschlossen und im Anschluss in der Produktion „Natürlich Blond – Das Musical“ der Vereinigten Bühnen Wien (Premiere 21. Februar 2013, Regie Jerry Mitchell, Ronacher, Wien) die Rolle der Kate übernommen. In Wien war sie auch als Cover Constanze Weber in „Mozart! Das Musical“ (Premiere: 24. September 2015, Regie Harry Kupfer, Raimund Theater, Wien) zu sehen. Seit 2016 stand sie in der Titelrolle des Musicals „Cindy Reller“ (Premiere 15. September 2016, Regie Carolin Spieß) im Schmidt Theater Hamburg auf der Bühne.

Der Thalia Sommer ist ein gemeinsames Projekt des Altonaer Theaters und des Thalia Theaters sowie Funke Media. „Der bewegte Mann – Das Musical“ ist eine Produktion des Altonaer Theaters in Zusammenarbeit mit Stage Entertainment. Folgevorstellungen nach der Premiere am 26. Juli 2017 stehen bis zum 13. August 2017 auf dem Spielplan.

Sommerfestspiele 2018

First-come, first-served

War eine Zusammenstellung von Musicalproduktionen unter freiem Himmel in den Anfangsjahren dieses Weblogs noch eher selten zu finden und dementsprechend von der Leserschaft geschätzt, so hat sich dies in den vergangenen Jahren extrem zugunsten von Portalen verschoben, die von einer zweistelligen Anzahl von Mitarbeitern betreut werden. Aus diesem Grunde wird es an dieser Stelle nur noch eine kleine Zusammenstellung von ausgewählten Produktionen in der kommenden Spielzeit geben, dass diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, versteht sich von selbst.


Amstetten
Der Musical Sommer Amstetten zeigt vom 17. Juli (öffentliche Generalprobe) bis 11. August 2018 in der Johann-Pölz-Halle die Österreichische Erstaufführung von „Rock Of Ages – Das Musical“ von Chris D’Arienzo (Buch) in einer Deutschen Fassung von Holger Hauer.


Baden bei Wien
Vom 28. Juli bis 7. September 2018 wird im Stadttheater der Bühne Baden als Österreichische Erstaufführung „Bonnie & Clyde“ von Frank Wildhorn (Musik), Don Black (Liedtexte) und Ivan Menchell (Buch), Deutsch von Holger Hauer mit
  • Dorina Garuci als Bonnie Parker,
  • N. N. als Clyde Chestnut Barrow,
  • Michaela Christl als Blanche Barrow, Clydes Schwägerin,
  • Reinwald Kranner als Marvin Ivan „Buck“ Barrow, Clydes Bruder,
  • N. N. als Cumie Barrow, Clydes Mutter,
  • Franz Josef Koepp als Henry Barrow, Clydes Vater,
  • Artur Ortens als Deputy Sheriff Ted Hinton, Bonnies Jugendfreund,
  • Martin Berger als Priester,
  • Alexander T. T. Mueller als Sheriff Richard A. „Smoot“ Schmid,
  • N. N. als junge Bonnie,
  • N. N. als junger Clyde,
  • N. N. als Emma Parker, Bonnies Mutter,
  • Shlomit Butbul als Gouverneurin Miriam „Ma“ Fergusson,
  • Beppo Binder als Captain Frank Hamer, ein pensionierter Texas Ranger,
  • Florian Resetarits als Bob Alcorn, Scharfschütze
in einer Inszenierung von Leonard Prinsloo gezeigt.


Bad Gandersheim
Für die 60. Gandersheimer Domfestspiele vom 10. Juni bis 5. August 2018 hat Intendant Achim Lenz zwei Musical-Produktionen ankündigt: „The Addams Family“ von Andrew Lippa (Musik und Songtexte), Marshall Brickman und Rick Elice (Buch) sowie „Fame – Das Musical“ von Steve Margoshes (Musik), Jacques Levy (Liedtexte) und José Fernandez (Buch).


Bad Leonfelden
Vom 7. bis 29. Juli 2018 wird bei den Mühlviertler Musicalfestwochen Bad Leonfelden die „West Side Story“ von Leonard Bernstein (Musik), Stephen Sondheim (Gesangstexte) und Arthur Laurents (Buch) gezeigt. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. August 2017.


Berlin
Im TIPI AM KANZLERAMT soll vom 20. Juli bis 23. September 2018 und vom 11. Juli bis 15. September 2019 „Cabaret“ von John Kander (Musik), Fred Ebb (Lyrics) und Joe Masteroff (Buch) in einer Inszenierung von Vincent Paterson aus der BAR JEDER VERNUNFT wiederaufgenommen werden.


Castrop-Rauxel
Das Westfälische Landestheater zeigt vom 22. bis 24. Juni 2018 im Parkbad Süd die musikalische Zeitreise „Mixtape – Ein musikalischer Liebesbrief an die verrückten 80er“ von Tankred Schleinschock.


Chemnitz
Die Theater Chemnitz zeigen vom 22. Juni bis 8. Juli 2018 auf dem Theaterplatz „Hair“ von Galt MacDermot (Musik), Gerome Ragni und James Rado (Buch und Liedtexte) in einer Inszenierung von Thomas Winter.


Fulda
Im Rahmen des Musical Sommers Fulda möchte die spotlight Musicalproduktion GmbH vom 15. Juni bis 7. Juli 2018 erneut „Die Päpstin – Das Musical“ von Dennis Martin (Musik, Liedtexte und Libretto) und Christoph Jilo (Liedtexte und Libretto) zeigen, vom 14. Juli bis 11. August 2018 „Der Medicus – Das Musical“ von Dennis Martin (Musik, Text), Marian Lux (zusätzliche Musik) sowie Christoph Jilo und Wolfgang Adenberg (zusätzliche Texte) auf der Basis des gleichnamigen Weltbestsellers von Noah Gordon, und vom 18. August bis 2. September 2018 „Die Schatzinsel – Das Musical“ von Dennis Martin (Musik), Christoph Jilo und Wolfgang Adenberg (Buch und Liedtexte).


Görlitz
Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau zeigt vom 9. Juni bis 8. Juli 2018 im Stadthallengarten Görlitz „Der Zauberer von Oz“ nach dem Roman von L. Frank Baum in einer Inszenierung von Sabine Sterken.


Koblenz
Ab 18. August 2018 zeigt das Theater Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein „Chess“ von Benny Andersson (Musik), Björn Ulvaeus (Musik, Lyrics) und Tim Rice (Lyrics, Buch) in der 2014 aktualisierten deutschen Übersetzung von Kevin Schröder in einer Inszenierung von Markus Dietze.


Magdeburg
Das Theater Magdeburg wird vom 15. Juni bis 8. Juli 2018 beim beim DomplatzOpenAir „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Gesangstexte) in der deutschen Fassung von Anja Hauptmann in einer Inszenierung von Sebastian Ritschel zeigen.


Meppen
Die Emsländische Freilichtbühne im Esterfelder Forst möchte im Sommer 2018 „The Addams Family“ von Andrew Lippa (Musik und Songtexte), Marshall Brickman und Rick Elice (Buch) spielen.


Thun
Die Thuner Seespiele möchten lt. einer Meldung vom 1. April 2017 vom 11. Juli bis 25. August 2018 auf die Thuner Seebühne „Mamma Mia!“ von Benny Andersson, Björn Ulvaeus (Musik, Lyrics) und Catherine Johnson (Buch) auf Schweizerdeutsch in einer Inszenierung von Dominik Flaschka zeigen, der auch für Übersetzung verantwortlich zeichnen soll. Der Vorverkaufsstart beginnt am 22. November 2017.

Auflistung wird bei Bedarf ergänzt.

Dienstag, 11. Juli 2017

Ankündigung: 60 Jahre Gandersheimer Domfestspiele

Erste Pläne für das „Jubiläumsjahr“ 2018

Unter dem durchaus provokanten Motto „Läuft bei uns“ starten die Gandersheimer Domfestspiele 2018 in ihre 60. Spielzeit, welche vom 10. Juni bis zum 5. August 2018 stattfinden soll. Seit 60 Jahren läuft der Betrieb, hat viele Höhen und Tiefen durchlebt, einige Intendanten und damit unterschiedliche künstlerische Profile gesehen.

„Läuft es denn wirklich bei uns?“, fragt Intendant Achim Lenz und führt an, dass es für Theaterbetriebe wie die Gandersheimer Domfestspiele zunehmend schwerer werde, im „eventgesteuerten privaten Kulturbetrieb“ zu bestehen. Langfristige Förderung sei unbedingt nötig, um die Festspiele – die auch ein starker Wirtschaftsfaktor in einer sturkturschwachen Region sind – am Leben zu halten. „Mit dem Motto will ich bewusst provozieren und klarstellen, dass sich ein Theaterbetrieb nicht von allein am Laufen hält“, sagt Achim Lenz, der jetzt neben dem Spielzeitmotto auch die vier Hauptproduktionen „Jedermann“, „Fame“, „The Addams Family“ und „Peter Pan“ für das Jubiläumsjahr der Öffentlichkeit vorgestellt hat.


„The Addams Family“

„The Addams Family“ – nach den Cartoons von Charles Addams; Musik, Liedtexte: Andrew Lippa; Buch: Marshall Brickman, Rick Elice; Deutsche Bearbeitung: Anja Hauptmann; Inszenierung: N. N.; Choreografie: N. N.; Bühne: N. N.; Kostüm Design: N. N.; Dramaturgie: N. N.; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: N. N. (Gomez Addams), N. N. (Morticia Addams), N. N. (Onkel Fester), N. N. (Großmutter Addams), N. N. (Wednesday Addams), N. N. (Pugsley Addams), N. N. (Lurch), N. N. (Lucas Beineke), N. N. (Mal Beineke), N. N. (Alice Beineke), u. a. Uraufführung: 8. April 2010, Lunt-Fontanne Theatre, New York City. Deutsche Erstaufführung: 22. August 2014, Zeltpalast Merzig. Premiere: 2018, Gandersheimer Domfestspiele, Bad Gandersheim.

Intendant Achim Lenz, bekannt für total verrückte und temporeiche Inszenierungen, bringt in der Jubiläumsspielzeit wohl eine der skurrilsten Familien Amerikas auf die Festspielbühne: „The Addams Family“ erschien als Cartoon erstmals 1938 im „The New Yorker“-Magazin und erfreut sich seitdem weltweit großer Beliebtheit. 1938 hatten die Figuren allerdings noch keine Namen, diese bekamen sie erst in der ab 18. September 1964 bis 2. September 1966 von ABC-TV ausgestrahlten Fernsehserie „The Addams Family“. Die morbiden – den Verwandten des Erfinders frei nachempfundenen Figuren – waren schon in Comics, Filmen und im Fernsehen ein großer Erfolg. Marshall Brickman und Rick Elice schrieben schließlich das Buch für das Musical, und Andrew Lippa Musik und Liedtexte. Bereits im August 2008 gab es einen Workshop mit Bebe Neuwirth als Morticia Addams und Nathan Lane als Gomez Addams. Nach Tryouts im Ford Center for the Performing Arts in Chicago feierte das Musical am 8. April 2010 am Lunt-Fontanne Theatre am Broadway seine Uraufführung. Trotz der größtenteils negativ rezensierten Broadway-Produktion, Ben Brantley hat sie in der New York Times als „tepid goulash of vaudeville song-and-dance routines, Borscht Belt jokes, stingless sitcom zingers and homey romantic plotlines“ beschrieben, wobei die Darsteller und insbesondere Nathan Lane durch die Bank für ihre Leistung gelobt wurden, waren die Vorstellungen am Broadway ständig ausverkauft, zumindest solange Nathan Lane mit an Bord war. Nun ist Familie Addams durch TV-Serien und Spielfilmadaptionen ein äußerst beliebter Bestandteil der amerikanischen Popkultur, aber Bad Gandersheim liegt im Landkreis Northeim in Niedersachsen und nicht in den USA, und so haben sich die Gandersheimer Domfestspiele in ihrer 60. Spielzeit der Herausforderung gestellt, dem Zuschauer mit einem eher mittelmäßigen Stück – das mag jeder für sich gern anders beurteilen – einen kurzweiligen, vergnüglichen Abend zu bereiten, das einen ziemlich unkonventionellen Blick auf die Frage „Was ist eigentlich normal?“ wirft.


„Fame – Das Musical“

„Fame – Das Musical“ – nach dem Film „Fame“ von Alan Parker (1980); Musik: Steve Margoshes; Liedtexte: Jacques Levy; Buch: José Fernandez; Inszenierung: N. N.; Choreografie: N. N.; Ausstattung: N. N.; Dramaturgie: N. N.; Musikalische Leitung: N. N. Darsteller: N. N. (Schlomo Metzenbaum), N. N. (Carmen Diaz), N. N. (José ‚Joe’ Vegas), N. N. (Tyrone Jackson), N. N. (Nick Piazza), N. N. (Serena Katz), N. N. (Jack Zakowski), N. N. (Mabel Washington), N. N. (Iris Kelly), N. N. (Grace ‚Lambchops’ Lamb), N. N. (Goodman ‚Goody’ King), N. N. (Miss Esther Sherman), N. N. (Ms. Greta Bell), N. N. (Mr. Myers), N. N. (Mr. Sheinkopf). Uraufführung: 21. Oktober 1988, Coconut Grove Playhouse, Miami, Florida. Deutsche Erstaufführung: 1. März 1997, Schiller-Theater, Berlin. Premiere: 2018, Gandersheimer Domfestspiele, Bad Gandersheim.

In der Spielzeit 2017 ist den Gandersheimer Domfestspielen mit „Saturday Night Fever“ äußerst erfolgreich der Schritt in die Welt der Tanzmusicals gelungen. An diesen Erfolg wollen die Theatermacher im Jubiläumsjahr mit „Fame – Das Musical“ anknüpfen: Das Musical nach dem gleichnamigen Film von Alan Parker (1980) erzählt den großen Traum von Glanz, Glück und Ruhm. Im Mittelpunkt des turbulenten Geschehens stehen die Schüler der New Yorker „High School of Performing Arts“ mit ihren Triumphen, Niederlagen, großen Karriereträumen und bitteren Enttäuschungen. Mit Humor und Zuversicht wird vom beschwerlichen Weg in das amerikanische Entertainment erzählt, ohne die Probleme junger Menschen von Heute auszusparen. Neben soften Musicalklängen begleiten fetzige Rhythmen aus Techno, Rap und Jazz die tempogeladene Show. Neben dem Titelsong „There She Goes/Fame!“ werden auch bekannte Hits wie „Dancin’ On The Sidewalk“ und „Hard Work“ (hoffentlich im englischen Original) erklingen. Musikalisch ist der von Michael Gore komponierte, mitreißende Titelsong leider das einzige Relikt aus dem Soundtrack des Films.

Damit nun keiner auf die Idee kommt, auf der Stelle Tickets bestellen zu wollen: Der Kartenvorverkauf für die 60. Gandersheimer Domfestspiele soll am 3. November 2017 beginnen.

Bereits 20.000 Besucher in der Ausstellung „Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“

Die Sonderausstellung „Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“ präsentiert in Halle 5 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein die große Vielfalt an Grünkonzepten in Essen. Nach der Hälfte der Laufzeit haben bereits 20.000 Besucher die zentrale Ausstellung zur Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 besucht, die in Kooperation mit der Stiftung Zollverein und dem Projektbüro der Grünen Hauptstadt gezeigt wird.

„Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“, Blick in die Ausstellung

In der begehbaren Park- und Seelandschaft gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken, denn das grüne Gesicht der Region prägen heute neben Schloss- und Industriellenparks, Kleingartenkolonien und Volksgärten auch Wälder, Naturschutzgebiete und die Industrienatur. Besonders geeignet ist die kostenfreie Ausstellung für einen Familienausflug. Die Geschichte der Flora und Fauna der Stadt wird anhand von ausgestopften Füchsen, Vögeln und Hirschen, lebenden Pflanzen, fliegenden Booten und zwei echten Parkloks anschaulich dargestellt. Speziell mit den „Tieren im Grünen“ befasst sich die Kinder- und Familienführung am Sonntag, dem 13. August 2017, um 15 Uhr. An allen anderen Tagen können Familien sich mit dem kostenlosen „Park-Quiz“ auf einen erlebnisreichen Spaziergang durch die Ausstellung begeben.

„Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“, Blick in die Ausstellung

Der Eintritt in die Ausstellung „Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“ ist frei beziehungsweise den Besuchern überlassen („Pay what you want“). Weitere Informationen zum Begleitprogramm gibt es telefonisch von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr im Besucherdienst Ruhr Museum unter (0201) 24681 444 oder auf www.ruhrmuseum.de.

„Grün in der Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten“, Lok diverser Bundesgartenschauen, 1959. Sie wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1959 in Dortmund gebaut