Donnerstag, 31. Dezember 2015

Inhaltsverzeichnis 2015

Da sich das Inhaltsverzeichnis als Startseite in den vergangenen Jahren bewährt hat, gibt es auch in dem Jahr wieder einen Index. Never touch a running system!


Zeiss Planetarium Bochum

Ich seh’ den Sternenhimmel…

Zeiss Planetarium Bochum, Außenansicht

Das Zeiss Planetarium Bochum mit einem Kuppeldurchmesser von 20 Metern und 260 Sitzplätzen wurde am 6. November 1964 eröffnet. Der erste im Planetarium Bochum eingesetzte, 1957 von Carl Zeiss Oberkochen entwickelte Planetariums­projektor Modell IV in der bekannten Hantelform wurde nach 35-jähriger Dienstzeit ersetzt und ist im Umgang des kuppel­förmigen Gebäudes ausgestellt. Seit April 2000 wird der – bis heute – modernste Planetariumsprojektor der Welt Modell IX „Universarium“ von Carl Zeiss für die Sternen­projektion eingesetzt, bei dem der Sternhimmel mit Faseroptiken abgebildet wird. Seit 2010 kommt das Ganzkuppelvideosystem „FullDome Powerdome“ mit acht VELVET Projektoren der Carl Zeiss AG für die Videoprojektion zum Einsatz, das mit einem Kontrast von 2.500.000 : 1 ein extrem kontrastreiches, helles und hochaufgelöstes Kuppelbild erzielt. Hört sich hoch­kompliziert an, sieht aber richtig klasse aus. Muss man auch nicht verstehen, um die Planetariums-Show genießen zu können.

Planetariumsprojektor von Carl Zeiss Oberkochen, Modell IV

Neben „normalen“ astronomischen Planetariumsvorführungen werden auch regelmäßig Sonderveranstaltungen sowie spezielle Musik-Shows angeboten. In den etwa einstündigen Astronomieshows, die etwa 70 % der Veranstaltungen ausmachen, werden unterschiedliche Schwerpunkte von der großen Reise durch den Kosmos über die Sicht von der Erde auf den Sternenhimmel bis hin zu einem genaueren Blick auf die geheimnisumwitterten Schwarzen Löchern behandelt. Da dürfte für jeden das Passende dabei sein, tiefgreifendes Interesse an Astronomie oder womöglich Fachkenntnisse sind gar nicht erforderlich. Zumindest waren am 30. Dezember 2015 alle sieben Veranstaltungen komplett ausverkauft. Zwischen den Jahren haben eben viele Leute Zeit, und zusätzlich dürften noch etliche RUHR.TOPCARD-Inhaber die letzte Gelegenheit genutzt haben, ihren freien Eintritt zu einer Planetariums-Show in diesem Jahr zu nutzen.

Moderner Planetariumsprojektor Modell IX „Universarium“ von Carl Zeiss

Übrigens ist die Entwicklung der Planetariumsprojektoren bei Carl Zeiss auch ein Stück deutsch-deutscher Geschichte. Während der erste Planetariumsprojektor („Modell I“) bei Zeiss in Jena fertiggestellt und 1924 auf dem Dach des Werkes testweise vorgeführt wurde („Wunder von Jena“), erfolgte nach der Spaltung des Zeiss Werkes die Entwicklung von Projektoren für Großplanetarien („Modell III“, 1957 bis Modell „VI“, 1968) in Oberkochen. Dagegen wurde das Zeiss-Planetarium Jena als weltweit betriebsältestes Planetarium vom 27. April 1969 bis 30. November 1983 mit dem Sternenprojektor Typ 23/7 und vom 1. Dezember 1985 bis 30. Juni 1996 mit dem Sternenprojektor ZGP „Cosmorama“ vom VEB Carl Zeiss Jena betrieben. In gemeinsamer Arbeit beider Firmen in Jena und Oberkochen entstand 1989 – kurz vor deren Wiedervereinigung – das „Modell VII“, das erste Modell in der neuen, kugelförmigen Bauweise, das auf Glasfaser-gestützter Projektion basiert, mit denen auch die folgenden Modelle VIII (1998) und IX (1999) „Universarium“ ausgestattet sind.

Zeiss Projektor; © Stadt Bochum, Presse- u. Informationsamt/Planetarium

Bei den Astronomieshows erfahren die Besucher natürlich nicht, was die Sterne für sie im kommenden Jahr bereithalten, Astrologie ist schließlich die Deutung von astronomischen Ereignissen und Gestirnskonstellationen in Bezug auf auf irdische Geschehnisse. Auch wenn vermutlich in jeder Astronomieshow die Sternbilder gezeigt werden, wobei die Tierkreiszeichen in der Antike zunächst mit den gleichnamigen Sternbildern assoziiert wurden, so wird bei den Vorführungen versucht, naturwissenschaftliche Erkenntnisse allgemein­verständlich zu vermitteln. Wer lieber „Hokuspokus“ möchte, ist hier falsch.

Projektion von Sternen und Sternbildfiguren im Bochumer Planetarium mit dem Planetariumsprojektor Modell IX „Universarium“ von Carl Zeiss. Foto: ZEISS

Das Zeiss Planetarium Bochum ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015/2016 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet ganzjährig einmalig freien Eintritt zu einer Planetariums-Show. Gilt nicht bei Sonder­veranstaltungen wie Live-Konzerten und Lesungen, deren Eintrittspreis 9,50 Euro überschreitet. Es wird eine Reservierung zwei Werktage im voraus empfohlen, die nach meiner Erfahrung am besten per e-mail an info@planetarium-bochum.de zu bewerkstelligen ist. Weitere Informationen unter www.planetarium-bochum.de.

Gebäude außen mit Sternenhimmel; © Stadt Bochum, Presse- u. Informationsamt/Planetarium

Mittwoch, 30. Dezember 2015

„Winterleuchten“ im Westfalenpark Dortmund

Alle Jahre wieder…

Blick vom Florianturm auf die Dortmunder Innenstadt

Seit 2006 geht den Besuchern des Westfalenparks im Winter ein Licht auf. Zum zehnten Mal haben Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif (F&H Kultur & Entertainment GmbH, Unna) in diesem Jahr ihre Konzeption zum „Winterleuchten“ im Westfalenpark Dortmund umgesetzt, das vom 5. Dezember 2015 bis zum 16. Januar 2016 zusätzliche Besucher in den Abendstunden in die Parkanlage locken soll. Wer dagegen lieber in die Ferne schauen möchte, der ist auf der Aussichtsplattform des Florianturms richtig, wo man sich in knapp 142 Metern Höhe eine steife Brise um die Ohren wehen lassen kann. Die Gastronomie im Florianturm (Turmterrasse und Turmrestaurant) ist allerdings noch immer geschlossen.

Blick vom Florianturm auf das Hochofenwerk Phoenix-West

Der Westfalenpark Dortmund ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015/2016 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet ganzjährig einmalig freien Parkeintritt und Turmauffahrt (Eintritt nur über die Eingänge Ruhrallee und Florianstraße). Gilt nicht bei Sonderveranstaltungen, Fremdveranstaltungen und Veranstaltungen mit erhöhtem Eintritt wie dem „Winterleuchten“.

Blick vom Florianturm auf den Phoenix-See

„Winterleuchten“ am Seerosenteich

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“ am See des Kaiserhains

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

„Winterleuchten“

Für das „Winterleuchten“ zahlen Erwachsene vom 5. Dezember 2015 bis 15. Januar 2016 6 Euro Eintritt, Kinder von 7 bis 12 Jahren 2 Euro. Am 16. Janaur 2016 sind für das finale Höhenfeuerwerk mit Musik 9 Euro Eintritt für Erwachsene fällig, für Kinder von 7 bis 12 Jahren bleibt es bei 2 Euro.

„Winterleuchten“

Dienstag, 29. Dezember 2015

Phänomania Erfahrungsfeld

Erlebnisausstellung auf Zollverein Schacht 3/7/10

Fördermaschine und Treibscheibe im Fördermaschinen- und Umformergebäude

Das von Hugo Kükelhaus (* 24. März 1900 in Essen, † 5. Oktober 1984 in Herrischried) entwickelte „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ wurde erstmals 1967 auf der Weltausstellung in Montreal gezeigt. Die unterschiedlichen Ausstellungsobjekte sollen den Besucher inspirieren, selbst damit zu experimentieren, im Umgang mit den Exponaten sollen sich die angeblich häufig verkümmerten Fähigkeiten des Menschen zur Sinneswahrnehmung neu beleben. Seit 1996 kann das Erfahrungsfeld auf dem Gelände vor und insbesondere in den Räumen des denkmalgeschützen, in zwei Abschnitten 1913 und 1920 entstandenen Fördermaschinen- und Umformergebäudes der Zeche Zollverein Schacht 3/7/10 entdeckt werden. Das erhaltene Fördergerüst (Bauart Promnitz 2) über Schacht 10 kann im Rahmen des Besuchs bis zur Seilscheibenbühne in 35 Meter Höhe bestiegen werden.

Fördermaschine im Fördermaschinen- und Umformergebäude

Fördermaschine und Treibscheibe im Fördermaschinen- und Umformergebäude

Umformer im Fördermaschinen- und Umformergebäude

Fördergerüst Schacht 10, Seilscheiben für Doppelförderung

Für die Experimentierstationen gilt Anfassen und Ausprobieren, einige basieren auch auf naturwissenschaftlichen Phänomenen und physikalischen Gesetzen, die schwerlich außer Kraft zu setzen sind, da wäre es mitunter sinnvoller, die Beschreibungen an den Experimentierstationen zu lesen, um diese sinnvoll zu nutzen und zu verstehen, statt den Kindern krudes Halbwissen zu vermitteln. Es ist erschreckend, wie wenig bei einigen aus dem Physikunterricht hängen geblieben ist.

„Riechbaum“ im Fördermaschinen- und Umformergebäude

Das Phänomania Erfahrungsfeld ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015/2016 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet ganzjährig einmalig freien Eintritt. Gilt nicht bei Sonder­veranstaltungen.

„Feuertornado“

Montag, 28. Dezember 2015

Zoo Duisburg

Einer der beliebtesten zoologischen Gärten in der Metropole Ruhr

Giraffe

Zwischen den Jahren dürfte bei dem ein oder anderen der Geschenkeumtausch ganz oben auf der To-do-Liste stehen, doch wen derlei Sorgen nicht plagen, der wird bei frühlingshaften Temperaturen versuchen, die Zeit für Outdoor-Aktivitäten zu nutzen. So fiel meine Wahl auf einen Besuch des Duisburger Zoos, mit jährlich rund einer Million Besuchern einer der beliebtesten zoologischen Gärten in der Metropole Ruhr. 1965 wurde dort das erste Delfinarium in Mitteleuropa eröffnet, aktuell werden in Deutschland nur noch im Tiergarten Nürnberg und im Zoo Duisburg Große Tümmler präsentiert. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft wegen der wenig artgerechten Haltung durchaus umstritten ist. Daneben sind seit 1994 Koalas ein weiteres Allein­stellungs­merkmal des Duisburger Zoos, lediglich im Dresdner Zoo werden seit November 2013 ebenfalls Koalas gezeigt, die aus dem Duisburger Zoo stammen. Der westliche und östliche Teil des Zoos ist durch die Bundesautobahn 3 voneinander getrennt, und auch wenn die Autobahn selbst nur von der begrünten Landschaftsbrücke und vom Balkon des Erlebnishauses in der Entdeckerwelt zu sehen ist, ist der Verkehr doch permanent zu hören. Die Neugestaltung der Tigeranlage nördlich vom Delfinarium ist bisher noch nicht abgeschlossen.

Koalas

Blauflügel-Kookaburra

Goodfellow-Baumkänguru

Seelöwen

Alpaka

Erdmännchen

Kleiner Panda

Der Zoo Duisburg hat ganzjährig täglich ab 9 Uhr geöffnet, bis Ende Februar schließen die Kassen und Tierhäuser um 16 Uhr, vom 1. März bis 31. Oktober schließen die Kassen um 17.30 Uhr und die Tierhäuser um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 16 Euro, Kinder von 3 bis einschließlich 17 Jahren zahlen 8 Euro. Der Zoo Duisburg ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2015/2016 und bietet den Inhabern der Erlebniskarte für das Ruhrgebiet ganzjährig einmalig freien Eintritt. Gilt nicht bei Sonder­veranstaltungen. Daneben gibt es auch andere Sonderaktionen und Preisvorteile. Weitere Informationen unter www.zoo-duisburg.de.

Zwergflusspferde