Tag der Architektur 2022

Am 18. und 19. Juni 2022 werden in 76 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens 139 Architekturprojekte unter dem Motto „Architektur baut Zukunft!“ öffentlich vorgestellt

Der „Tag der Architektur“ jährt sich in NRW bereits zum 27. Mal und hat sich bundesweit als Architektur-Event vor Beginn der Sommerferien fest etabliert. Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten sowie Stadtplanerinnen und Stadtplaner sind vor Ort, um gemeinsam mit ihren Auftraggeber*innen neue oder erneuerte Bauten vorzustellen, die Besonderheiten der Architektur zu erläutern und Fragen der Besucher*innen zu beantworten. Vorgestellt werden in Nordrhein-Westfalen Bauten, die in den vergangenen fünf Jahren in unserem Bundesland realisiert wurden; für Objekte der Landschaftsarchitektur und Stadtplanung gilt eine Frist von acht Jahren.

Das bundesweite Motto des Tags der Architektur lautet in diesem Jahr „Architektur baut Zukunft“. Denn Planen und Bauen geschehe stets in der Verantwortung für künftige Generationen, erläutert Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW. „Was wir Architektinnen und Architekten gemeinsam mit unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern heute kreieren, muss das Versprechen für ein besseres Morgen enthalten. Das gilt für Aspekte der Klimagerechtigkeit in gleicher Weise wie für soziale und baukulturelle Belange.“ Dass unsere gebaute Umwelt, unsere Quartiere und Wohnhäuser den Menschen Schutz und Heimat bieten, werde uns in den Monaten der ersten Jahreshälfte 2022 so deutlich vor Augen geführt wie schon lange nicht mehr.

„Wir freuen uns, dass die Menschen in unserem Land endlich wieder die Möglichkeit haben, Architektur vor Ort zu erleben und sich mit Architektinnen und Architekten persönlich auszutauschen“, erklärt Kammerpräsident Ernst Uhing. Der Tag der Architektur wolle den Anlass bieten, Fachleute und interessierte Laien ins Gespräch zu bringen und Architektur ein Wochenende lang in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit zu rücken.

Bundesweit findet der „Tag der Architektur“ am 25./26. Juni 2022 statt, in Nordrhein-Westfalen wurde er wegen des frühen Schulferienbeginns am 27. Juni 2022 auf das vorletzte Juni-Wochenende vorgezogen.

Zu besichtigen sind auch zahlreiche Gebäude aus dem Bereich „Schule, Bildung, Kultur“, etwa die „Gustav-Heinemann-Gesamtschule“, Essens aktuell bedeutendstes Schulbauprojekt (sehw architektur, Berlin).

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck

2016 hatte der Rat der Stadt Essen den Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule beschlossen. Hintergrund war, dass sich die Bestandsgebäude der Gesamtschule in einem generalsanierungsbedürftigen Zustand befanden. Ein Neubau auf dem benachbarten städtischen Grundstück hatte sich wirtschaftlicher als eine Instandsetzung dargestellt. Nach Auslobung eines europaweiten Realisierungswettbewerbs, wobei den 1. Preis das Generalplaner-Team ARGE SEHW Generalplaner ARGE aus Berlin gewann, erfolgte im Juni 2017 die Baufeldherrichtung und im März 2018 der Baubeginn des Neubaus. Die Fertigstellung bzw. Betriebsbereitschaft erfolgte Mitte Juli 2021.

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck

Es ist der erste abgeschlossene Schulneubau einer weiterführenden Schule in Essen seit Jahrzehnten, der künftig für rund 1300 Schüler*innen und 110 Beschäftigte Platz bietet. Die Außenanlagen rund um das Sportfeld sollen bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf insgesamt 63,75 Millionen Euro. In dieser Gesamtsumme sind Fördergelder in Höhe von 14 Millionen Euro enthalten. Die Gelder wurden seitens der Bezirksregierung Düsseldorf im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt-Investitionen im Quartieren“ bewilligt.

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck

Das Gebäude mit seinem Außenareal soll nicht nur für die eigentlichen Nutzer*innen der Schule, sondern auch für die Bewohner*innen des Stadtteils Schonnebeck einen Mehrwert darstellen. Die integrierte Stadtteilbibliothek, das Forum, die Mensa und die Aula sowie einzelne Fachräume stehen künftig auch dem Stadtteil zur Verfügung. Diese Räume sind vielfältig nutzbar und bieten künftig zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung, Kommunikation und themenbezogenen Arbeit im Stadtteil.

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck, Kunst am Bau: die für Bundespräsident Gustav Heinemann typische Hernbrille

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck, Sportfeld

Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck, Blick Richtung UNESCO-Welterbe Zollverein Schacht XII

Neubau eines Hotel- und Apartmenthauses in Essener Westviertel

Flowers Hotel Essen, Frohnhauser Straße 55

Im Essener Westviertel wurde auf dem ehemaligen Gelände der KAHAGE Kraftwagen-und Handelsgesellschaft mbH das achtgeschossige, zweiflügelige Gebäude mit einer Fassade aus recycelten Abbruchziegel und einem goldenen Fassadennetz zur Sicherung der Balkone realisiert. Der Entwurf stammt von Architekt Andreas Deilmann, Bauherr/in ist die Andreas Deilmann Familienstiftung. Auf 19.250 m² BGF verteilen sich 140 Hotelzimmer, 193 Serviced Apartments, ein asiatisches Restaurant sowie eine Rooftop-Bar mit Blick über die Stadt.

Blick Richtung Westen

Blick Richtung Norden

Blick Richtung Osten, mittig der Magna Tower, vormals Iduna-Hochhaus

Blick Richtung Osten, mittig der Magna Tower, vormals Iduna-Hochhaus

Flowers Hotel Essen, Frohnhauser Straße 55

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