Mit dem 9-Euro-Ticket nach Königswinter

Der Tourismus am Drachenfels wurde durch das Gedicht „The castled crag of Drachenfels“ (1816) von Lord Byron begründet

Seit dem Besuch der „Anatevka“-Vorstellung in Bonn vor mehr als 6 Jahren hatte ich mir vorgenommen, zum Drachenfels im Siebengebirge zu fahren, doch irgendwie hat sich nie die Gelegenheit ergeben, dann kam die COVID-19-Pandemie, und dann kam das 9-Euro-Ticket…

Blick vom Alten Zoll in Bonn über den Rhein Richtung Siebengebirge im März 2016

Damit gab es keine Ausrede mehr, den Vorsatz nicht in die Tat umzusetzen, und so habe ich mich mit Nahverkehrszügen auf den Weg nach Königswinter gemacht. Der Zug der Linie RE 5 („Rhein-Express“) von Wesel nach Koblenz hatte bereits in Duisburg Verspätung, da er in Wesel schon verspätet losgefahren sein soll. In Düsseldorf Hauptbahnhof stiegen derartig viele Fahrgäste zu, dass diese auch in den Gängen dichtgedrängt standen. Beim Umstieg in Köln Messe/Deutz hatte die „Rhein-Erft-Bahn“ RB 27 von Mönchengladbach nach Koblenz 15 Minuten Verspätung und wurde daher erreicht. Dummerweise wurde an der Anzeigetafel um 11.42 Uhr die RB 27 angezeigt, stattdessen fuhr an Gleis 5 um 10.47 Uhr die S6 nach Essen. Die RB 27 hatte schließlich in Königswinter 19 Minuten Verspätung.

Petersberg

Esel

Drachenfelsbahn, Dampflokomotive № 2II als Denkmal an der Talstation, Hersteller Maschinenfabrik Esslingen, № 4185, Baujahr 1927

Mit der Einweihung der ältesten betriebenen Zahnradbahn Deutschlands am 17. Juli 1883 bekam der Tourismus auf dem Drachenfels einen zusätzlichen Anreiz, mit ihr konnten Touristen die Burgruine Drachenfels ohne den Aufstieg zu Fuß mit einem Höhenunterschied von 220 Metern erreichen.

Drachenfelsbahn, Dampflokomotive № 2II als Denkmal an der Talstation, Hersteller Maschinenfabrik Esslingen, № 4185, Baujahr 1927

In Erinnerung an der Unglück vom 14. September 1958, „Merkur – Römischer Schutzgott der Reisenden“ von Burkhard Mohr, 2018

Wein

Nibelungenhalle

Graffito

Graffito

Drachenfelsbahn ET 5, Hersteller Rastatt/BBC, Baujahr 1960, und ET 6, Hersteller Eigenbau/BBC, Baujahr 1979, unterhalb der Mittelstation

Drachenfelsbahn ET 5, Hersteller Rastatt/BBC, Baujahr 1960, und ET 6, Hersteller Eigenbau/BBC, Baujahr 1979, oberhalb der Mittelstation

Schloss Drachenburg

Schloss Drachenburg

Schloss Drachenburg

Der Baum ist tot

Drachenfelsgipfel

Drachenfelsgipfel

Burgruine Drachenfels

Burgruine Drachenfels

Burgruine Drachenfels, im Vordergrund „two forms“ von Bettina Meyer, 2015

Burgruine Drachenfels

Rhein

Drachenfelsbahn ET 2, Hersteller Rastatt/BBC, Baujahr 1955, an der Bergstation

Neben dem Drachenfels hat die Altstadt von Königswinter weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, so dass sich ein Rundgang durch die Gassen lohnt.

La Remise, Rheinallee 6

Jesuiter Hof, Hauptstraße 458

Jesuiter Hof, Hauptstraße 458

Orangerie, Hauptstraße 473

Altes Kelterhaus. 1760 erbaut, Hauptstraße 453

Erster Gasthof in Königswinter, 1729 erbaut, Hauptstraße 451

Hauptstraße 419

Adlerapotheke, Hauptstraße 398

Hauptstraße 395

Hauptstraße 364

„Im Schiffchen“, Hauptstraße 358

Hauptstraße/Schmiedegäßchen

Ehemaliges Sparkassengebäude, 1912 errichtet, heute Teil des Rathauses, Drachenfelsstraße 3

Siebengebirgsmuseum, Kellerstraße 16

Die Rückfahrt hatte wieder ihre Tücken. Der Zug der Linie RE 8 („Rhein-Erft-Express“) nach Mönchengladbach hatte bereits in Königswinter Verspätung, so dass ich ab Köln Messe/Deutz die S6 nach Essen Hauptbahnhof genutzt habe, die natürlich länger unterwegs ist als der Regional-Express. Immerhin gibt es in S-Bahnen mehr Fluktuation an jeder Haltestelle, so dass ich schon bald einen Sitzplatz gefunden habe. Der Zug der Linie RE 1 („Rhein-Ruhr-Express“), den ich in Köln Messe/Deutz bei der Ankunft der Linie RE 8 nur noch abfahren gesehen habe, standen die Fahrgäste wieder in den Gängen.

Kommentare