Mit dem 9-Euro-Ticket nach Koblenz

„Aller guten Dinge sind drei“

Zwei Anläufe hatte ich 2015 und 2018 bereits unternommen, mir die Altstadt in Koblenz anzuschauen, beide Male habe ich nichts bzw. nur sehr wenig davon gesehen. Das wollte ich nun mit der Anreise mit dem Rhein-Express RE 5 (RRX) mit dem 9-Euro-Ticket ändern, aber alles hat bekanntlich seinen Preis. Die Regional-Express-Linie verkehrt stündlich von Wesel nach Koblenz, aber bereits in Duisburg fuhr der Zug mit 5 Minuten Verspätung ab, nachdem er pünktlich dort angekommen war. Bis Koblenz stiegen immer mehr Fahrgäste zu, so dass diese schließlich sogar dicht gedrängt in den Gängen standen. Und an den Bahnhöfen verzögerte sich die Abfahrt mit jedem Halt des Zuges, so dass dieser schließlich am Haltepunkt Koblenz Stadtmitte 31 Minuten Verspätung hatte. Dort auszusteigen war nicht einfach, da die Fahrgäste auch die Treppen im Zug blockierten und – in Ihr Smartphone vertieft – keine Anstalten machten, den Weg für aussteigende Fahrgäste freizumachen. Kein guter Start in den Tag. Womöglich nutzten viele Fahrgäste das 9-Euro-Ticket noch für einen Sonntagsausflug, andere mit großem Gepäck machten sich vielleicht auf den Weg in den Urlaub oder befanden sich nach dem verlängerten Wochenende schon wieder auf dem Heimweg.

Deutsches Eck, Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal

Die Tourist-Information Koblenz empfiehlt das Deutsche Eck als Top-Sehenswürdigkeit, doch das war wegen der Veranstaltung „Electronic Wine 2022“ – eine Kombination aus Weinfest und Electronic-Festival am 17. und 18. Juni 2022, das den Bereich am Kaiser-Wilhelm-Denkmal zwei Tage lang in eine Partymeile verwandelte – am 19. Juni noch gar nicht wieder zugänglich. Das 1897 dort errichtete monumentale Reiterstandbild des ersten Deutschen Kaisers, Wilhelms I., wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, von 1953 bis 1990 fungierte sein Sockel als „Mahnmal der Deutschen Einheit“. Heute erinnern drei Segmente der Berliner Mauer, die 1990 im Park am Deutschen Eck aufgestellt wurden, an das Mahnmal.

Deutsches Eck, im Vordergrund die Mosel, im Hintergrund die Festung Ehrenbreitstein auf dem rechten Rheinufer

Vom linken Moselufer in Koblenz-Lützel hat man natürlich einen unversperrten Blick auf das Deutsche Eck an der Mündung der Mosel in den Rhein. Wer nicht über die historische Balduinbrücke luufen mag, kann auch eine kleine Personenfähre nutzen, verpasst dann aber womöglich das große Wandgemälde „Das Mädchen“ auf dem „Bohnen-Haus“. Vom Moselufer hat man ebenfalls einen schönen Blick auf die Festung Ehrenbreitstein, seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Festung Ehrenbreitstein

„Das Mädchen“ für den Frauennotruf Koblenz von Hendrik Beikirch, 2018, auf dem „Bohnen-Haus“ in der Mayener Straße, Koblenz-Lützel

Blick von der Balduinbrücke über die Mosel Richtung Osten

ehenalige Stadtbefestigung an der Mosel

drei Segmente der Berliner Mauer im Park am Deutschen Eck erinnern an das „Mahnmal der deutschen Einheit“

„224.5° Arc × 5 et 225° Arc × 5“ von Bernar Venet, 2007, Cortenstahl, Ludwig Museum

Festung Ehrenbreitstein

Festung Ehrenbreitstein

Festung Ehrenbreitstein

Festung Ehrenbreitstein

Blick von der Pfaffendorfer Brücke auf die Festung Ehrenbreitstein

Graffito in der Fußgängerunterführung an der Pfaffendorfer Brücke

Graffito in der Fußgängerunterführung an der Pfaffendorfer Brücke

Graffito in der Fußgängerunterführung an der Pfaffendorfer Brücke

Kurfürstliches Schloss Koblenz, Neustadt 24

Kurfürstliches Schloss Koblenz, Neustadt 24

Kurfürstliches Schloss, „Ich habe keine Zeit müde zu sein“, Wilhelm I., Deutscher Kaiser 1871–1888

Neustadt

Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung, Stresemannstraße

Ehemaliges preußisches Regierungsgebäude, Regierungsstraße

Weinpresse

Graffito

Stadttheater, 1787, Architekt Peter Joseph Krahe, Deinhardplatz

Stammhaus der Sektkellerei Deinhard, 1786, Architekt Nikolaus Lauxen, Deinhardplatz

Stammhaus der Sektkellerei Deinhard, Wandrelief in der Durchfahrt

Stammhaus der Sektkellerei Deinhard, Koblenzer Sektmuseum

Fassade des Lassaulxschen Hauses, 1786/87, Clemenstraße 2

„Alltagsmenschen“ von Christel und Laura Lechner

„Alltagsmenschen“ von Christel und Laura Lechner

„Alltagsmenschen“ von Christel und Laura Lechner

„Alltagsmenschen“ von Christel und Laura Lechner

Brunnen mit Historiensäule von Jürgen Weber, 2000, zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Koblenz im Jahr 1992, Josef-Görres-Platz

Forum Confluentes, 2010–12, Zentralplatz

Rathaus

Rathaus

Schängelbrunnen von Carl Burger, 1941, Rathaushof

Der Schängelbrunnen im Rathaushof ist den Koblenzer Jungen („Schängel“) und ihren Streichen gewidmet und seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Schachtdeckel mit einer Abbildung des Koblenzer Schängel

Jesuitenplatz

Jesuitenplatz

Friedensglocke

Südflügel des ehemaligen Leyenschen Hofs mit der St.-Jakobus-Kapelle (rechts), Am Alten Hospital

Historische Altstadtkneipe „Im Winkel“, Florinsmarkt 1

„Vier Türme“, Haus Marktstraße 1

Der Name der vier historischen Gebäude in der Altstadt an der Kreuzung der Straßen Am Plan – Löhrstraße – Altengraben – Marktstraße „Vier Türme“ leitet sich von dem an jedem Haus angebrachten, reich verzierten Erker ab. Die „Vier Türme“ sind Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

„Vier Türme“, Haus Marktstraße 2 („Eierstockhaus“)

„Vier Türme“, Haus Am Plan 2

Münzstraße

Münzplatz. Die Maatfrau sät zum Schutzmann: „Dat es mir jetzt zo bont! Do hat gepinkelt an mein Mann, dä Nobersch ihre Hond!“

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