Auswirkungen der COVID-19-Pandemie


Sonntag, 28. Juni 2020

Einige Bundesländer haben nach dem COVID-19-Ausbruch Mitte Juni 2020 in dem Fleischverarbeitungsunternehmen Tönnies Holding in Rheda-Wiedenbrück ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen erlassen, damit dürfte der Sommerurlaub für Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf gelaufen sein. Österreich hat für die Landkreise Gütersloh und Warendorf eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) ausgesprochen und rät von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Nordrhein-Westfalen ab, da für den Rest des Landes ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus bestehe.

Staatstheater Nürnberg, Opernhaus

Wegen eines positiven Covid-19-Testergebnisses im familiären Umfeld eines Schauspiel-Ensemblemitglieds hat das Staatstheater Nürnberg vorsorglich einen Großteil seines Schauspielensembles darum gebeten, vorerst in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Von dieser präventiven Maßnahme sind sowohl der Vorstellungs- als auch der Probenbetrieb in der Schauspielsparte betroffen. Die für den 28. Juni 2020 geplante Premiere „3. Etage Outdoor: Canciones Españolas“ auf dem Vorplatz des Schauspielhauses und die für den 29. Juni 2020 geplante Premiere des Audiowalks „Das Schloss“ nach Motiven von Franz Kafka wurden abgesagt.




Mit

• 10.006.980 Infizierten (davon 5.071.617 genesen) und 499.307 Toten weltweit,
• 2..510.337 Infizierten und 125.539 Toten in USA (328.239.523 Einwohner am 01.07.2019),
• 1.313.667 Infizierten und 57.070 Toten in Brasilien (210.147.125 Einwohner 2019),
• 633.542 Infizierten und 9.060 Toten in Russland (146.877.088 Einwohner 2018),
• 311.739 Infizierten und 43.598 Toten im Vereinigten Königreich (66.435.550 Einwohner 2018),
• 248.469 Infizierten und 28.341 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 240.136 Infizierten und 34.716 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 199.473 Infizierten und 29.781 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 194.693 Infizierten und 8.968 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 61.295 Infizierten und 9.732 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 50.355 Infizierten und 6.124 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 33.907 Infizierten und 1.438 Toten in Polen (40.657.182 Einwohner am 01.01.2018),
• 31.617 Infizierten und 1.962 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 16.979 Infizierten und 702 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 28. Juni 2020 14.33 Uhr) gibt es weltweit bereits mehr als zehn Millionen Infizierter, wovon allein 2..510.337 (rund 25,1 Prozent) auf das Konto der USA gehen. Lediglich rund 4,8 Prozent der Weltbevölkerung lebte lt. Deutscher Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Mitte 2019 in Nordameruka. Global ist die Zahl der Neuinfektionen pro Tag mit rund 191.700 am 26. Juni 2020 seit über zwei Monaten noch angestiegen.


Dienstag, 16. Juni 2020

Seit heute steht die offizielle Corona-Warn-App zum kostenlosen Download in den App-Stores von Google und Apple zur Verfügung. Die App hilft, Infektionsketten schneller und umfassender zu erkennen und effektiv zu unterbrechen. Wenn jeder und jede Einzelne schnell über eine mögliche Infektion durch Kontakt mit einem Infizierten informiert wird, kann sie oder er schnell reagieren und sich und andere schützen. Die Familie, Freunde und das gesamte Umfeld. Die App ist ein wichtiger Beitrag, um die Covid19 Pandemie zu begrenzen. Die App ist aber kein Allheilmittel. Abstandhalten, Einhalten der Hygieneregeln und das Tragen der Alltagsmasken bleiben weiterhin die wichtigsten Säulen der Pandemiebekämpfung.

© Bundesregierung

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Low-Energy-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Mobilgeräte „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom Robert-Koch-Institut (RKI) festgelegten Kriterien, insbesondere zu Abstand und Zeit, erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App aktiv nutzen. Wenn die App installiert ist, prüft sie, ob die Nutzerin/der Nutzer Corona-positiv getestete Personen getroffen hat. Falls das der Fall ist, zeigt die App eine Warnung an. Absolute Transparenz, hohe IT-Sicherheit sowie umfassender Datenschutz und größtmögliche Barrierefreiheit sind wesentliche Merkmale der App. Der Bundesregierung ist es wichtig, dass alle Bürger wissen: Die Nutzung der App ist freiwillig.

Die „Corona-Warn-App“ ist ein Projekt im Auftrag der Bundesregierung und wird vom RKI herausgegeben. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur, haben Deutsche Telekom und SAP die Anwendung entwickelt. Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA standen den Unternehmen dabei zur Seite. Auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik waren von Beginn an an der Entwicklung der Corona-Warn-App beteiligt, sodass die Anwendung die notwendigen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet. Erstmalig und in dieser Form auch einmalig war die breite Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Entwicklung dieser App. Im Sinne einer maximalen Transparenz wurden alle Bestandteile und Codes der App auf der OpenSource-Plattform github veröffentlicht. Darüber hinaus wurde die Community auch zur aktiven Gestaltung und Kritik an den Entwürfen eingeladen. Insgesamt gab es hier bereits knapp eine halbe Million Views.

© Bundesregierung

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.corona-warn-app.de.

Mit Aufhebung der Reiseschränkung für 29 europäische Länder nimmt die Bahn ihre Auslandsverbindungen wieder auf, auch der Thalys verkehrt wieder täglich aus dem Ruhrgebiet nach Paris.

Thalys PBKA 4346 als Thalys Nr. 9472 Dortmund Hbf – Paris Gare du Nord

Was Düsseldorf kann, kann Dortmund natürlich auch: Vom 25. Juni bis 11. August 2020 öffnet auf dem Gelände der Westfalenhallen auf rund 60.000 m² der Pop-up Freizeitpark „FunDOmio“ von 10 bis 21 Uhr für maximal 5.000 Besucher täglich. Dort findet man die üblichen Kirmesattraktionen wie den Freifallturm „Hangover – The Tower“, die Riesenschaukel „Konga“, den Giant Booster „Apollo 13“, den „Voodoo Jumper“ u. v. a. Der Spass kostet für Erwachsene 34 Euro Eintritt, Kinder bis elf Jahren zahlen 29 Euro. Spielgeschäfte und Essen und Getränke kosten extra. Doch die Rechnung kann m. E. nicht aufgehen: „FunDOmio“ kann an 48 Tagen maximal von 240.000 Besuchern aufgesucht werden, die dem Pop-up Freizeitpark also maximal 8,16 Mio. Euro an Eintrittsgeldern bescheren. 2019 sollen dagegen an 12 Tagen mehr als vier Millionen Menschen die Cranger Kirmes besucht haben, die ganz sicher mehr als 2 Euro pro Person auf der Kirmes ausgegeben haben…

Giant Booster „Apollo 13“


Donnerstag, 11. Juni 2020

Ab Montag, 15. Juni 2020, treten in Nordrhein-Westfalen weitere Anpassungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft. Diese betreffen neben Erleichterungen für die flächenmäßige Zutrittsbegrenzung im Handel unter anderem Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Zuschauern, die unter Auflagen insbesondere zur Rückverfolgung der Teilnehmer wieder möglich sind. Auch private Feste aus herausragendem Anlass wie Jubiläen, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern können mit maximal 50 Teilnehmern unter Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen wieder stattfinden. Des Weiteren können Bars sowie Wellnesseinrichtungen und Erlebnisbäder ihren Betrieb unter Auflagen aufnehmen.

Die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben bestehen. Auch Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

Die neue Fassung der Coronaschutz-Verordnung tritt am Montag, 15. Juni 2020, in Kraft und gilt vorerst bis zum 1. Juli 2020. Sie ist auf www.land.nrw abrufbar.

Folgende Neuerungen sieht die angepasste Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni 2020 vor:

1. Veranstaltungen und Festveranstaltungen

Veranstaltungen
Veranstaltungen und Versammlungen mit bis zu 100 Personen sind unter Auflagen zu Abstands- und Schutzvorkehrungen erlaubt. Hier gelten Regelungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sowie zur Rückverfolgbarkeit der Zuschauer und Teilnehmer. Für Veranstaltungen mit mehr als 100 Zuschauern gelten erweitere Anforderungen. Diese sind nur in Abstimmung mit der entsprechenden Gesundheitsbehörde zulässig. Zudem bedürfen sie eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes.
Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen kann bei Erstellung von Sitzplänen und Sicherstellung der Rückverfolgung der Teilnehmer die Abstandsregelung von 1,5 Meter entfallen. Das gilt auch für außerschulische Bildungsangebote oder kulturelle Veranstaltungen, wenn feste Sitzplätze gegeben sind. Die Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit sehen die Erfassung der Daten der Teilnehmer sowie die Erstellung eines Sitzplans vor, der erfasst, wo welche anwesende Person gegessen hat.

Große Festveranstaltungen wie Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützen- und Weinfeste oder ähnliche Festveranstaltungen bleiben weiterhin bis mindestens zum 31. August 2020 untersagt. Das gilt auch für Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sowie Sportfeste.

Private Festveranstaltungen
Veranstaltungen mit vornehmlich geselligem Charakter bleiben weiterhin untersagt. Ausnahmen gelten für Feste aus herausragendem Anlass wie Jubiläen, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern, die unter Auflagen wieder stattfinden können. Diese Festveranstaltungen sind mit höchstens 50 Teilnehmern möglich, wenn Hygieneregeln beachtet werden und die Teilnehmer im Sinne einer Rückverfolgung erfasst sind. Unter diesen Voraussetzungen kann etwa bei standesamtlichen Trauungen oder dem Zusammenkommen nach einer Beerdigung auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. Diese Feiern können in abgetrennten Räumlichkeiten auch in gastronomischen Einrichtungen und Hotels wieder stattfinden.

2. Handel, Museen und Gastronomie

Erleichterungen gelten ab 15. Juni auch für die flächenmäßige Zutrittsbegrenzung im Handel. Diese wird von einer Person pro zehn Quadratmeter auf eine Person pro sieben Quadratmeter der Verkaufsfläche des Ladengeschäfts erweitert. Dies gilt auch für die Besucherbegrenzungen in Museen und Ausstellungen sowie in Zoos und Tierparks.

Bars können nach den für die übrige Gastronomie geltenden Maßgaben für Hygiene- und Infektionsschutzstandards ihren Betrieb wieder aufnehmen. Clubs und Diskotheken bleiben weiterhin geschlossen. Auch Prostitutionstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen bleibt der Betrieb weiterhin untersagt.

3. Erholungs- und Freizeiteinrichtungen

Das Grillen ist auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen ab 15. Juni wieder möglich.

Floh- und Trödelmärkte können unter Auflagen eines besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts stattfinden. Auch vorübergehende Freizeitparks aus einer Mehrzahl von Schaustellerbetrieben können unter Auflagen eines besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden zugelassen werden.

Wellnesseinrichtungen und Saunabetriebe können ihren Betrieb unter Auflagen der Hygiene- und Infektionsschutzstandards wieder aufnehmen. Dasselbe gilt für Erlebnis- und Spaßbäder. Die Nutzungsbegrenzung auf Bahnenschwimmbecken entfällt.

4. Sport

Die Ausübung von nicht-kontaktfreien Sportarten ist ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen bis zu zehn Personen, Verwandte in gerader Linie oder Angehörige von zwei Haushalten wieder möglich. Im Freien kann Kontaktsport in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden. In beiden Fällen muss eine Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer durch Datenerfassung sichergestellt werden.
Auch Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts auch in geschlossenen Räumen und Hallen wieder zulässig.


Mittwoch, 10. Juni 2020

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der EU bis zum 31. August 2020 verlängert, für 29 europäische Länder wird sie dagegen ab 15. Juni 2020 aufgehoben. Spanien und Norwegen folgen erst später.

Ab 15. Juni 2020 soll der Regelbetrieb an den Grundschulen in NRW wieder aufgenommen werden, die Entscheidung ist jedoch nicht unumstritten.

Mit

• 7.256.412 Infizierten (davon 3.387.270 genesen) und 411.677 Toten weltweit,
• 1.979.893 Infizierten und 112.006 Toten in USA (328.239.523 Einwohner am 01.07.2019),
• 739.503 Infizierten und 38.406 Toten in Brasilien (210.147.125 Einwohner 2019),
• 493.023 Infizierten und 6.350 Toten in Russland (146.877.088 Einwohner 2018),
• 290.581 Infizierten und 40.968 Toten im Vereinigten Königreich (66.435.550 Einwohner 2018),
• 241.966 Infizierten und 27.136 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 235.561 Infizierten und 34.043 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 191.523 Infizierten und 29.299 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 186.522 Infizierten und 8.748 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 59.569 Infizierten und 9.629 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 48.109 Infizierten und 6.050 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 30.988 Infizierten und 1.934 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 16.979 Infizierten und 672 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 10. Juni 2020 11.33 Uhr) gibt es weltweit bereits mehr als sieben Millionen Infizierter, wovon allein 1.979.893 (rund 27,3 Prozent) auf das Konto der USA gehen. Lediglich rund 4,8 Prozent der Weltbevölkerung lebte lt. Deutscher Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Mitte 2019 in Nordameruka. Global ist die Zahl der Neuinfektionen pro Tag mit rund 123.300 am 9. Juni 2020 seit über einem Monat noch angestiegen.


Freitag, 5. Juni 2020

Nach den Lockerungen des Lockdowns steigen die Fahrgastzahlen wieder, aber auf mehreren Strecken im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr kommt es zu erheblichen Zugausfällen und massiven Angebotseinschränkungen, teilweise muss ein Schienenersatzverkehr eingesetzt werden, da angeblich Triebfahrzeugführer fehlen. An Triebzügen scheint es jedenfalls nicht zu mangeln, die findet man teilweise gleich im halben Dutzend abgestellt vor.

FLIRT („flinker leichter Intercity- und Regional-Triebzug“) 3 XL, Hersteller Stadler Rail AG, Schweiz

Da sich aufgrund des Lockdowns mehr Menscher länger als gewöhnlich zuhause aufhalten, fällt dort auch mehr Müll an. Aber offensichtlich möchte niemand auf einer Müllhalde wohnen, also stellen immer mehr Menschen ihren Müll einfach an den Straßenrand, aus den Augen, aus dem Sinn… Dabei wäre der Abtransport problemlos möglich, die Entsorgungsbetriebe Essen beseitigen den Sperrmüll von Privathaushalten kostenlos, Anruf genügt.

Müllhalde am Straßenrand


Samstag, 30. Mai 2020

Die Große Kirmes am Rhein und die Cranger Kirmes können in diesem Jahr nicht stattfinden, aber vom 26. Juni bis 26. Juli 2020 werden über 20 Fahrgeschäfte wie der Alpina Achterbahn, dem Bellevue Riesenrad, High Impress, Happy Sailor, Break Dance oder einer Wildwasserbahn und über 10 Imbiss- und Süßwarenstände in einem Pop-Up-FreizeitPark auf dem Außengelände der Messe Düsseldorf zwischen den Ausstellungshallen das Flair eines Freizeitparks nach Düsseldorf holen. Im DüsselLand gelten die Vorschriften der Coronaschutzverordnung NRW, also Kontaktbeschränkung, Mindestabstand von 1,50 Metern, Mund-Nasen-Schutzpflicht. Man muss im Vorfeld Tickets kaufen, die mit einem bestimmten Zeitraum des Besuchs verknüpft sind. Die Tickets kosten acht Euro unter der Woche, 10 Euro am Wochenende. Jeder Besucher hat dann zweieinhalb Stunden Zeit, die Fahrgeschäfte und die kulinarischen Angebote zu nutzen, die Fahrgeschäfte bieten vergünstigte Preise.


Donnerstag, 28. Mai 2020

Ab Samstag, 30. Mai 2020, gelten in Nordrhein-Westfalen im Zuge des Nordrhein-Westfalen-Plans der Landesregierung weitere Öffnungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen entsprechend der jüngsten Verständigung zwischen Bund und Ländern, Regelungen zur Durchführung von Veranstaltungen in Kinos, Theatern, Opern- und Konzerthäusern und anderen öffentlichen oder privaten Kultureinrichtungen sowie Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport.

Der Nordrhein-Westfalen-Plan sieht für einzelne Bereiche unterschiedliche Stufen mit Zieldaten vor, die abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens umgesetzt werden sollen. Dieses Vorgehen bietet den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen gleichzeitig Gesundheitsschutz sowie Planbarkeit und Verlässlichkeit für das wirtschaftliche und öffentliche Leben. Öffnungen finden unter stetiger Evaluierung und ausdrücklichem Vorbehalt der Entwicklung des Infektionsgeschehens statt. Bei den genannten Daten handelt es sich ebenfalls ausdrücklich um Zieldaten, bei denen auch von Abweichungen auszugehen ist.

Folgende Erleichterungen sieht die neue Corona-Schutzverordnung der Landesregierung für Nordrhein-Westfalen ab dem 30. Mai 2020 vor:
  • Kontaktbeschränkungen und Verhaltensregeln
    Die bestehenden Kontaktbeschränkungen werden entsprechend dem Beschluss zwischen Bund und Ländern vom 26. Mai 2020 so weiterentwickelt, dass sich neben den bisher möglichen Konstellationen (Familie oder zwei Hausstände) eine Gruppe von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen darf. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass eine Rückverfolgbarkeit der am Treffen beteiligten Personen sichergestellt ist.
    Im Übrigen gilt die allgemeine Abstandsregel von 1,5 Metern fort, auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in bestimmten Bereichen.
  • Kultureinrichtungen
    Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser können wieder für Besucher öffnen, wenn sie den Hygiene- und Infektionsschutz sicherstellen. Dies gilt auch für Veranstaltungsbereiche im Freien. Ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist notwendig, wenn mehr als ein Viertel der regulären Zuschauerkapazität oder mehr als 100 Personen zuschauen sollen.
  • Sport
    Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen, wird auch der nicht-kontaktfreie Sport im Freien wieder gestattet. In diesem Rahmen sind Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport im Freien unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts wieder zulässig – auch die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen unter Auflagen. Im Übrigen bleibt der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt weiterhin untersagt. Bahnen-Schwimmbecken, auch in Hallenbädern, können ihren Betrieb wiederaufnehmen.
  • Ferienangebote
    Busreisen sind unter den Bedingungen des Infektionsschutzes wieder möglich. Schüler können ihre Sommerferien wieder mit Tagesausflügen, Ferienfreizeiten, Stadtranderholung und Ferienreisen unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzvorschriften verbringen.
  • Messen, Kongresse, Tagungen
    Fachmessen, Fachkongresse und -tagungen sind mit Schutzkonzepten wieder zulässig.


Dienstag, 19. Mai 2020

Ab 20. Mai 2020 dürfen in NRW die Freibäder wieder öffnen – unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, weshalb einige Freibäder diesen Sommer ganz geschlossen bleiben.

Freibad

Die vom 22. bis 25. Oktober 2020 in der Messe Essen geplanten Internationalen Spieletage SPIEL wurden abgesagt. Die nächste Spielemesse wird erst vom 14. bis 17. Oktober 2021 stattfinden.

Der Festausschuß Euskirchener Karneval e. V. hat beschlossen, die bevorstehende Session 2020/2021 um ein Jahr zu verschieben.

Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Hohenlimburg wurde für dieses Jahr abgesagt.


Samstag, 16. Mai 2020

Die Techno-Classica Essen 2020 wurde endgültig abgesagt. Die nächste Techno-Classica Essen findet turnusgemäß im kommenden Jahr vom 7. bis 11. April 2021 statt.

Der Bundesrat hat der „Gutscheinlösung“ für abgesagte Kulturveranstaltungen zugestimmt: Für alle Tickets und Nutzungsberechtigungen, die vor dem 8. März 2020 gekauft wurden, erhalten Kunden Gutscheine, die bis Ende 2021 befristet sind. Löst man seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht ein, muss der Veranstalter oder Betreiber dessen Wert erstatten. Ist ein Gutschein aufgrund der persönlichen Situation nicht zumutbar, kann der Kunde wie bisher eine Erstattung verlangen.

Mit

• 4.554.798 Infizierten (davon 1.643.291 genesen) und 307.903 Toten weltweit,
• 1.443.397 Infizierten und 87.568 Toten in USA (328.239.523 Einwohner am 01.07.2019),
• 272.043 Infizierten und 2.594 Toten in Russland (146.877.088 Einwohner 2018),
• 238.004 Infizierten und 34.078 Toten im Vereinigten Königreich (66.435.550 Einwohner 2018),
• 230.138 Infizierten und 27.459 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 223.183 Infizierten und 31.610 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 179.630 Infizierten und 27.532 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 175.233 Infizierten und 7.913 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 56.644 Infizierten und 8.959 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 43.880 Infizierten und 5.662 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 30.514 Infizierten und 1.878 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 16.109 Infizierten und 628 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 16. Mai 2020 10.32 Uhr) gibt es weltweit bereits mehr als viereinhalb Millionen Infizierter, wovon allein 1.443.397 (rund 31,7 Prozent) auf das Konto der USA gehen. Lediglich rund 4,8 Prozent der Weltbevölkerung lebte lt. Deutscher Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Mitte 2019 in Nordameruka. Global liegt die Zahl der Neuinfektionen pro Tag mit rund 100.200 am 15. Mai 2020 seit über einem Monat auf hohem Niveau.


Donnerstag, 7. Mai 2020

Mit einem abgestuften Plan sollen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen und Wochen die Anti-Corona-Maßnahmen geöffnet werden. Der Nordrhein-Westfalen-Plan sieht für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Stufen mit Zieldaten vor, die abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens umgesetzt werden sollen.

Kontaktverbot und Verhaltensregeln

Mit Zieldatum ab dem 11. Mai 2020 sollen die bestehenden Kontaktbeschränkungen so weiterentwickelt werden, dass es möglich ist, dass die Angehörigen zweier Haushalte sich im öffentlichen Raum treffen (in Anpassung an die Bund-Länder-Regelung). Die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern gilt fort, auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Bereichen.

Gastronomie, Hotels, Tourismus

Für die Gastronomie, Hotellerie und den Tourismus wird eine stufenweise Öffnung angestrebt.
Ab dem 11. Mai 2020 sollen wieder möglich sein:
  • Gastronomisches Angebot in Speisegaststätten, sofern im Innen- und/oder Außenbereich die Einhaltung des Abstandsgebots gewährleistet ist und ein Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept durch die Betriebe vorliegt.
  • Buffet-Angebote mit offenen Lebensmitteln bleiben nicht zulässig.
  • Touristische Nutzung und Aufenthalt in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen (unter Wahrung der Kontaktbeschränkungen).
  • Öffnung von Freizeitparks, Ausflugsschiffen (mit Hygienekonzept), Touristinformationen, Fahrrad- und Bootsverleihen.
An Christi Himmelfahrt (21. Mai 2020) werden Hotels auch für Touristen wieder geöffnet. Dafür gelten strenge Auflagen analog zur Gastronomie mit einem verpflichtenden Hygieneschutzkonzept sowie der Gewährleistung von Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen.

Mit Zieldatum ab Pfingsten (30. Mai 2020) sollen auch Thermen und Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Einrichtungen unter passgenauen Infektionsschutzkonzepten wieder öffnen.

Ausgenommen von den Öffnungen bleiben bis auf Weiteres Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe.

Handel und Dienstleistungen

Geschäfte sollen unabhängig von ihrer Größe unter Auflagen zu Abstands- und Hygieneregeln (1 Person pro 10 qm Verkaufsfläche) ab 11. Mai 2020 wieder öffnen dürfen.
Für „körpernahe Dienstleistungen” wie Massagestudios, Kosmetiker und Tattoo-Studios werden passgenaue Infektionsschutzkonzepte im Austausch mit den Berufsvertretungen erarbeitet, um auch hier eine schrittweise Zulassung zu ermöglichen.

Großveranstaltungen und Versammlungen

Großveranstaltungen bleiben bis 31. August 2020 untersagt. Für Versammlungen gelten die bestehenden Abstandsregelungen.

Mit Zieldatum ab 30. Mai 2020 sollen Fachmessen und Fachkongresse mit Schutzkonzepten und unter Beschränkung der Besucher- und Teilnehmerzahlen wieder stattfinden können.

Sport und Freizeit

Für den Sport- und Freizeitbereich gelten folgende Stufen:

Ab Donnerstag (7. Mai 2020) ist der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt – sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet.
Ein Abstand zwischen Personen von 1,5 Metern und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen müssen gewährleitstet sein. Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume dürfen nicht genutzt werden. Zudem sind Zuschauerbesuche vorerst untersagt. Bei Kindern unter 12 Jahren ist jedoch das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig.

Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen zulässig.

Ab 11. Mai 2020 ist die Öffnung von Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen/Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder möglich.

Freibäder dürfen ab 20. Mai 2020 unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen – ausgenommen sind reine Spaßbäder.

Ab 30. Mai 2020 soll die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb in Hallenbädern.
Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Kulturangebote

Ab 11. Mai 2020 sind kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen sind unter freiem Himmel zulässig – oder mit strengen Regelungen, Mund-Nase-Bedeckung und einem von der örtlichen Behörde abgestimmten Konzept auch in Gebäuden.
In Musikschulen sind auch Ensembles mit maximal sechs Teilnehmern möglich.
Der Probenbetrieb in Kultureinrichtungen ist unter Schutzauflagen zulässig, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln.

Ab dem 30. Mai 2020 ist die Öffnung von Kinos, Theatern, Opern und Konzerthäusern zu ermöglichen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Durch den verstärkten Einsatz von Ordnern sind Ansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.

Kinderbetreuung

Auf Basis der heutigen Beschlüsse wird Familienminister Dr. Joachim Stamp den von seinem Ministerium bereits vorbereiteten Fahrplan zur schrittweisen Öffnung von KiTas und Tagespflege mit den Trägern und Kommunen final abstimmen und noch in dieser Woche vorstellen.

Schulen

Für die Viertklässlerinnen und Viertklässler gibt es ab Donnerstag, 7. Mai 2020, bereits wieder Präsenzunterricht.

Ab Montag, 11. Mai 2020, werden die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im tageweisen Wechsel wieder unterrichtet.

Ebenfalls ab Montag, 11. Mai 2020, kehren zunächst die Schülerinnen und Schüler an die Schulen zurück, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen. An den Schulformen der Sekundarstufe I (z. B. Haupt-, Real-, Sekundar-, PRIMUS- und Gemeinschaftsschulen) kehren zudem die Jahrgänge 5 bis 9 in einem tageweise rollierenden System zurück.

An Gesamtschulen und Gymnasien beginnt der Präsenzunterricht für die Jahrgänge 5 bis hin zu den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen ab dem 26. Mai ebenfalls in einem tageweise rollierenden System.

Hochschulen

Für den Lehr- und Prüfungsbetrieb wird ab dem 11. Mai 2020 die Einschränkung der Zulässigkeit von Präsenzveranstaltungen „auf besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige besondere Rahmenbedingungen“ aufgehoben.

Der Lehr- und Prüfungsbetrieb an den Schulen des Gesundheitswesens und an den der Berufsausbildung im Öffentlichen Dienst dienenden Schulen, Instituten und ähnlichen Einrichtungen ist weiter unter Auflagen zulässig.
Die Hochschulen führen den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester prinizipiell digital durch.

Außerschulische Bildungseinrichtungen

Ab 11. Mai 2020 sind Veranstaltungen in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen inkl. Prüfungswesen auch in großen Räumen zulässig, wenn es zusätzlich zu Abstands- und Hygieneauflagen unter 100 Teilnehmer gibt.
Ebenfalls wieder möglich sind sportliche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit.

Ab dem 30. Mai 2020 sind auch Angebote der Gesundheitsbildung in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen zulässig. Ebenso sind ein eingeschränkter Regelbetrieb der Jugendarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz möglich.
Ferienmaßnahmen können vornehmlich ortsnah aufgenommen werden, ebenso Gruppenfahrten (z. B. der Jugendverbände).

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen

Ab Muttertag (10. Mai 2020) sind Besuche in Seniorenheimen unter strengen Hygienevorgaben wieder möglich. Ab dem 11. Mai 2020 gilt dies auch in Krankenhäusern und Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe. Über mögliche weitere Öffnungen zum 30. Mai 2020 wird im Lichte der ersten Erfahrungen mit den nun eingeführten Erleichterungen beraten.

Gottesdienste

Unter Berücksichtigung der Hygiene- und Schutzkonzepte der Kirchen und Religionsgemeinschaften finden Gottesdienste seit 1. Mai 2020 wieder statt.


Freitag, 1. Mai 2020

Ab Beginn der kommenden Woche ist in Nordrhein-Westfalen der Betrieb bestimmter Kultur- und Freizeiteinrichtungen unter strengen Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben wieder möglich. Dazu zählen etwa Museen und Galerien oder Zoologische Gärten und Garten- und Landschaftsparks. Spielplätze sollen in Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden nach entsprechender Vorbereitung von den Kommunen ab Donnerstag, 7. Mai 2020 wieder geöffnet werden können, zeitgleich zur Wiederaufnahme des Unterrichts für die 4. Klassen in den Grundschulen. Nordrhein-Westfalen setzt damit die gemeinsamen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel um, festgeschrieben in der aktualisierten Coronaschutzverordnung des Landes. Die Änderungen treten – mit Ausnahme der Spielplätze – zum 4. Mai 2020 in Kraft und gelten vorerst bis zum 10. Mai 2020.

Im Einzelnen ist vorgesehen, dass Museen, Kunstausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen sowie Tierparks und Zoologische Gärten ab Montag wieder öffnen dürfen. Das gilt auch für Garten- und Landschaftsparks wie etwa die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. Freizeitparks bleiben dagegen vorläufig weiter geschlossen. Voraussetzung für die Öffnungen sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts sowie zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen. In Museen, Kunstausstellungen sowie Galerien und ähnlichen Einrichtungen sowie in geschlossenen Räumlichkeiten der Tierparks, Zoologischen und Botanischen Gärten und der Landesgartenschau ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Ausgenommen davon sind Kinder bis zum Schuleintritt sowie Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Außerdem ist die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern auf eine Person pro 10 m² der Besucherflächen beschränkt.

Veranstaltungen und Versammlungen bleiben bis auf weiteres mit wenigen Ausnahmen untersagt. Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August 2020 komplett untersagt.


Donnerstag, 30. April 2020

Bei der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 30. April 2020 wurde u. a. beschlossen, Versammlungen zur Religionsausübung wieder zu ermöglichen, soweit bei ihrer Durchführung den besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen wird. Spielplätze können mit Auflagen wieder geöffnet werden, um Familien neben Grünanlagen und Parks zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum zu bieten. Unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen können Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten wieder geöffnet werden.

Da die Entscheidungsbefugnis im Föderalismus in vielen Bereichen bei den Ländern liegt, müssen die Beschlüsse nun in entsprechenden Coronaschutzverordnungen umgesetzt werden. Diese dürfte in NRW vermutlich am 4. Mai 2020 in Kraft treten.


Mittwoch, 29. April 2020

Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wurde vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020 verlängert. Am 22. Juni 2020 sollen nach bisherigen Planungen die Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern beginnen.

Nach dem Münchner Oktoberfest kann auch das 175. Cannstatter Volksfest in Stuttgart vom 25. September bis 11. Oktober 2020 nicht stattfinden.

Mit

• 3.141.981 Infizierten (davon 948.545 genesen) und 218.564 Toten weltweit,
• 236.899 Infizierten und 24.275 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 201.505 Infizierten und 27.359 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 169.053 Infizierten und 23.660 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 160.479 Infizierten und 6.314Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 47.859 Infizierten und 7.501 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 38.998 Infizierten und 4.711 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 29.407 Infizierten und 1.699 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 15.402 Infizierten und 580 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 29. April 2020 16.32 Uhr) gibt es weltweit bereits mehr als drei Millionen Infizierter, wovon allein 1.014.568 (rund 32,3 Prozent) auf das Konto der USA gehen. Lediglich rund 4,8 Prozent der Weltbevölkerung lebte lt. Deutscher Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Mitte 2019 in Nordamerika. Global hat sich die Zahl der Neuinfektionen pro Tag mit rund 74.600 am 27. April 2020 nicht grundlegend geändert.


Montag, 27. April 2020

Ab Montag, 27. April 2020 gilt in Nordrhein-Westfalen die Verpflichtung für Bürgerinnen und Bürger, Mund und Nase bei der Fahrt im ÖPNV, dem Einkauf im Einzelhandel und in Arztpraxen zu bedecken. Ziel ist, die Ansteckungsgefahr in zentralen Bereichen des öffentlichen Lebens, in denen das Abstandsgebot von 1,5 Metern nur schwer oder gar nicht umsetzbar ist, weiter zu reduzieren.

Grundsätzlich gilt: Im öffentlichen Raum ist zu allen anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Hier gelten weiterhin die bekannten Ausnahmen für zum Beispiel Verwandte in gerade Linie, Geschwister oder in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen. Ist die Einhaltung aus bestimmten Gründen nicht möglich, wird das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung empfohlen.

Für Beschäftigte und Kunden in bestimmten Bereichen ist eine Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend. Dies gilt
  • in sämtlichen zulässigen Verkaufsstellen und Handelsgeschäften (z.B. Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken, Tankstelle, Banken oder Poststellen), auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb der gastronomischen Einrichtungen sowie auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“ oder „Factory Outlets“,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden. Ausgenommen sind Personen, die im Rahmen der Dienstleistung ein Fahrzeug lenken,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen. Darunter fallen auch Schulbusse, Haltestellen oder U-Bahnhöfe.
Die Verpflichtung zur Abdeckung von Mund und Nase gilt für alle Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Ausnahmen gelten für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Für Beschäftigte kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen wie eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches ersetzt werden.

Die Zahl der Infizierten und der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen mit

• 2.972.315 Infizierten (davon 868.522 genesen) und 206.565 Toten weltweit,
• 226.629 Infizierten und 23.190 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 197.675 Infizierten und 26.644 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 162.220 Infizierten und 22.856 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 157.770 Infizierten und 5.976Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 46.134 Infizierten und 7.094 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 38.040 Infizierten und 4.475 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 29.061 Infizierten und 1.610 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 15.225 Infizierten und 542 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 27. April 2020 8.31 Uhr) lassen kein Ende der Pandemie erkennen, global liegt die Zahl der Neuinfizierten pro Tag mit rund 74.700 am 24. April 2020 auf hohem Niveau.


Mittwoch, 22. April 2020

Zwischenzeitlich hat die Handball-Bundesliga ihre Saison abgebrochen, das Oktoberfest in München, das vom 19. September bis 4. Oktober 2020 stattfinden sollte, fällt wegen der COVID-19-Pandemie aus, und auch das für den 7. und 8. August 2020 geplante Olgas-Rock Festival in Oberhausen wurde abgesagt.

Der Friedrichstadt-Palast Berlin an der Friedrichstraße hat alle Vorstellungen der VIVID Grand Show bis einschließlich 31. August 2020 und ebenfalls die Vorstellungen der Young Show „Im Labyrinth der Bücher“ von November 2020 bis Januar 2021 abgesagt. Die Ruhrtriennale in der monumentalen Industriearchitektur der Metropole Ruhr kann ebenfalls nicht vom 14. August bis 20. September 2020 stattfinden und wurde daher abgesagt.

Das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen hat wie viele andere Theater die Spielzeit 2019/2020 vorzeitig beendet. Was von den abgesagten Neuproduktionen „Madama Butterfly“, „Krabat“, „Der Zigeunerbaron“, „Shoot me into the green screen“, „MiR Dance Company next talent“, „Move! 2020“ und „Winterreise“ in die nächste Spielzeit übernommen werden soll, ist bisher nicht bekannt. Der Spielplan für die Spielzeit 2020/2021 soll Ende Mai bekanntgegeben werden.

Das Theater Dortmund hat alle Vorstellungen im Opern- und Schauspielhaus, im Kinder- und Jugendtheater sowie die Konzerte der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus Dortmund bis 28. Juni 2020 abgesagt. Auch die Cityring-Konzerte vom 14. bis 16. August auf dem Friedensplatz in Dortmund werden in diesem Jahr nicht stattfinden.

Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland führen ab 27. April 2020 im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel Maskenpflicht ein. Bisher galt die dringende Empfehlung, im ÖPNV und beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen.


Sonntag, 19. April 2020

Kinos dürfen augenblicklich nicht öffnen, da erinnert sich der ein oder andere an das gute alte Autokino. Und so wurden in letzter Zeit gleich mehrere temporäre Autokinos im Ruhrgebiet eingerichtet. Die Filme werden zumeist auf LED Videowänden gezeigt, die auch bei Tageslicht ein erkennbares Bild erlauben, Projektoren könnten erst bei Dunkeheit zum Einsatz kommen. Aber wer will sich schon bei strahlendem Sonnenschein mit seinem Auto vor eine solche LED Videowand stellen? Außerdem fehlt das Eiskonfekt und Popcorn…

temporäres Autokino an der Grugahalle


Samstag, 18. April 2020

Infolge des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 finden Events wie Bochum Total, das Zeltfestival Ruhr, das Juicy Beats Festival, die ExtraSchicht, der Nordrhein-Westfalen-Tag in Köln u. a. in diesem Jahr nicht statt.

Die Theater und Philharmonie Essen hat alle Veranstaltungen in ihren Spielstätten Aalto-Theater, Philharmonie Essen, Grillo-Theater sowie Casa und Box bis zum Ende der laufenden Spielzeit 2019/2020 abgesagt. Am Theater Bielefeld finden bis zum Saisonende am 2. Juli 2020 bzw. ggf. bis Ende August 2020 keine Theater- und Konzertaufführungen statt. An der Deutschen Oper am Rhein, am Theater Dortmund und Theater Hagen finden zumindest bis 31. Mai 2020 keine Vorstellungen statt. Andere Theater haben teilweise noch gar nicht auf die neue Beschlusslage reagiert und bieten in ihren online Spielplänen Theater- und Konzertaufführungen an, die definitiv untersagt sind.

Die Landesgartenschau Kamp-Lintfort hat wegen der aktuellen Beschlusslage zum zweiten Mal ihren Start verschoben, nunmehr auf den 5. Mai 2020.


Donnerstag, 16. April 2020

Nach dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder vom 15. April 2020 werden die Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai 2020 verlängert, Gastronomie­betriebe, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Galerien, Ausstellungen, zoologische und botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen, Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen, der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen, Spielplätze bleiben weiterhin geschlossen.

Geschäfte bis 800 m² Verkaufsfläche dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneauflagen ab Montag, 20. April 2020 wieder öffnen, Verkaufsstellen des Kraftfahrzeug- und des Fahrradhandels unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche, außerdem in Nordrhein-Westfalen Einrichtungshäuser und Babyfachmärkte unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche. Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt. Rock am Ring auf dem Nürburgring, Rock im Park im Volkspark Dutzendteich in Nürnberg, Hurricane in Scheeßel, das Wacken Open Air in Schleswig-Holstein, die Größte Kirmes am Rhein in Düsseldorf-Oberkassel, die Cranger Kirmes in Herne-Crange wurden daher abgesagt. Viele weitere Veranstaltungen wie die ExtraSchicht am 27. Juni 2020, die auf 24. bis 28. Juni 2020 verschobene Techno-Classica Essen u. a. werden womöglich ebenfalls von dem Verbot von Großveranstaltungen betroffen sein.

Das nächste Treffen zwischen Bund und Ländern, bei dem über das weitere Vorgehen beraten werden soll, ist für den 30. April 2020 geplant.

Die Zahl der Infizierten und der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen sind mit

• 2.081.969 Infizierten (davon 552.316 genesen) und 138.487 Toten weltweit,
• 182.816 Infizierten und 19.130 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 165.155 Infizierten und 21.645 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 134.598 Infizierten und 17.167 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 134.753 Infizierten und 3.804 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 34.809 Infizierten und 4.857 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 29.381 Infizierten und 3.315 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 26.422 Infizierten und 1.269 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 14.412 Infizierten und 393 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 16. April 2020 15.03 Uhr) alles andere als vielversprechend, auch wenn global die Zahl der Neuinfizierten pro Tag rückläufig ist.


Dienstag, 14. April 2020

Nachdem Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron Veranstaltungen mit großem Publikum bis Mitte Juli untersagt hat, kann die Tour de France nicht wie geplant vom 27. Juni bis 19. Juli 2020 stattfinden und soll vom 29. August bis 20. September 2020 ausgetragen werden.

Nach den Bayreuther Festspielen wurden heute auch die 70. Bad Hersfelder Festspiele abgesagt, die größten Freilichtspiele in Hessen.

In Nordrhein-Westfalen wurde das „Gesetz zur konsequenten und solidarischen Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Nordrhein-Westfalen und zur Anpassung des Landesrechts im Hinblick auf die Auswirkungen einer Pandemie“ verabschiedet, das laut Landesregierung „ein Regelwerk zur Bestimmung besonderer Handlungsbefugnisse im Rahmen einer epidemischen Lage von nationaler oder landesweiter Tragweite“ schafft. Auf Grundlage des Gesetzes stellte der Landtag im Anschluss eine „epidemische Lage von landesweiter Tragweite“ fest, die vorerst für zwei Monate gilt.


Ostermontag, 13. April 2020

Papst Franziskus, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, sie alle haben sich in ihren Osteransprachen an die Menschen gewandt, aber der konkrete Fahrplan, wie es nach dem 19. April 2020 weitergeht, wird erst im Laufe der Woche entschieden. Und dabei dürfte es womöglich hoch hergehen, so unterschiedlich sind inzwischen die Meinungen und Positionen der verschiedenen Akteure in der COVID-19 Pandemie. Spekulationen darüber, welche Maßnahmen schließlich für die Zeit nach dem 19. April 2020 gelten werden, sind daher sinnlos.

Keep the distance

Die Zahl der Infizierten und der im Zusammenhang mit COVID-19 Verstorbenen sind zwischenzeitlich mit

• 1.870.076 Infizierten (davon 441.820 genesen) und 116.052 Toten weltweit,
• 169.496 Infizierten und 17.489 Toten in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 156.363 Infizierten und 19.899 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 133.672 Infizierten und 14.393 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 127.854 Infizierten und 3.022 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 30.589 Infizierten und 3.903 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 26.710 Infizierten und 2.823 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 25.623 Infizierten und 1.129 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 11.861 Infizierten und 368 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 13. April 2020 17.41 Uhr) in schwindelerrende Höhe gestiegen, Verschwörungstheoretiker, die uns anfänglich Glauben machen wollten, COVID-19 sei doch auch nicht schlimmer als die jährlich auftretende Grippewelle, scheinen mittlerweile verstummt zu sein.


Montag, 6. April 2020

Der Blick über die Landesgrenzen hinweg gibt einen Eindruck, wie es in Deutschland nach dem 19. April 2020 weitergehen könnte: In Österreich wurden die Ausgangsbeschränkungen bis Ende April verlängert, Schulen sollen bis Mitte Mai geschlossen bleiben, Veranstaltungen bleiben bis Ende Juni untersagt. Die Reisebeschränkungen ins Ausland werden bis auf Weiteres aufrechterhalten.


Sonntag, 5. April 2020

Zwei Wochen nach Inkrafttreten des weitreichenden Kontaktverbotes in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern und einem Anstieg der Fallzahlen auf

• 1.216.422 Infizierte (davon 252.478 genesen) und 65.711 Tote weltweit,
• 130.759 Infizierte und 12.418 Tote in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 124.632 Infizierte und 15.362 Tote in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 96.108 Infizierte und 1.446 Tote in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 90.853 Infizierte und 7.560 Tote in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 21.100 Infizierte und 666 Tote in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 19.691 Infizierte und 1.447 Tote in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 16.729 Infizierte und 1.651 Tote in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 11.861 Infizierte und 204 Tote in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 5. April 2020 13.26 Uhr) wird die Situation immer unübersichtlicher. Selbst die Experten sind sich nicht einig und werfen ihre persönliche Meinung in den Ring, wie soll man da am Ende noch durchblicken? Die Diskussion um eine Exit-Strategie ist längst entbrannt, auf der anderen Seite bemühen sich die Politiker angesichts des frühlingshaften Wetters, die Menschen in ihren Wohnungen zu halten. Die diesbezüglichen Verordnungen der einzelnen Kommunen sind klar und unmissverständlich formuliert, dennoch wird hier von einzelnen Medien Unsicherheit geschürt. Das dürfte ganz sicher nicht zur Entspannung der aufgeheizten Atmosphäre beitragen.

Der Einkauf hat sich zum Wahnsinn ganz ohne Hits von Wolfgang Petry entwickelt: Klopapier habe ich in den Supermärkten und Drogeriemärkten schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen, nachdem ich unlängst auf der Straße einen Passanten mit zwei Packungen bemerkt hatte, verwies dieser auf einen nahegelegen türkischen Supermarkt. Dort waren tatsächlich unzählige Packungen aufgestapelt, die der Inhaber zum Doppelten des in Drogeriemärkten üblichen Preises anbot. An anderer Stelle wies der Kassenbon meines Einkaufs für Grundnahrungsmittel einen höheren Preis aus als die Auszeichnung an der Ware. Auf meine Reklamation hin erhielt ich die lapidare Antwort: „Das machen wir immer so, da fehlt nur das neue Schild an der Ware.“ Mag sein, dass es sich um einen nicht repräsentativen Einzelfall handelt, aber Regeln sollten auch in Krisenzeiten eingehalten werden, der beschriebene Sachverhalt legt gezielte Irreführung des Kunden nahe.

In diesem Sinne, lassen Sie sich keinen Bären aufbinden und bleiben Sie gesund!


Mittwoch, 1. April 2020

Die vom 29. Juni bis 12. Juli 2020 geplanten Wimbledon Championships wurden heute abgesagt. Die 134. Wimbledon Championships sollen vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden.

Die ursprünglich vom 25. Juli bis 30 August 2020 geplanten Bayreuther Festspiele wurden bereits gestern abgesagt.

Der 8. VIVAWEST-Marathon soll nicht wie geplant am 17. Mai 2020 stattfinden, sondern auf einen späteren Termin verschoben werden. Mögliche Termine wären der 20. September oder der 4. Oktober 2020. Über den finalen Ausweichtermin kann erst nach der Bekanntgabe des Bundesligaspielplans für die Saison 2020/2021 entschieden werden.

Der 27. „Deutsche Mühlentag“ am Pfingstmontag, 1. Juni 2020 ist abgesagt.


Montag, 30. März 2020

Aufgrund des weitreichenden Kontaktverbotes hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in Absprache mit der Stadt Bottrop den Tetraeder auf der Halde Beckstraße im Stadtteil Batenbrock bis auf Weiteres geschlossen. Insbesondere auf den Treppenzugängen kann der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen Menschen nicht eingehalten werden. Gleiches gilt für die Großskulptur „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Duisburger Stadtteil Wanheim, die lt. Pressemeldung der Stadt Duisburg bereits seit 20. März 2020 bis auf Weiteres geschlossen ist.


Sonntag, 29. März 2020

Eine Woche nach Inkrafttreten des weitreichenden Kontaktverbotes in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern und einem Anstieg der Fallzahlen auf

• 92.472 Infizierte und 10.023 Tote in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 73.235 Infizierte und 6.528 Tote in Spanien (46.722.980 Einwohner am 01.01.2018),
• 58.247 Infizierte und 455 Tote in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 38.105 Infizierte und 2.314 Tote in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 14.076 Infizierte und 282 Tote in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018),
• 10.836 Infizierte und 431 Tote in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019),
• 9.819 Infizierte und 639 Tote in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 8.395 Infizierte und 86 Tote in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)

lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 29. März 2020 12.38 Uhr) in noch vor zwei Monaten ungeahnte Dimensionen, am 28. Januar 2020 wurde der erste Infektionsfall in Deutschland festgestellt, werden schon jetzt Stimmen nach einer Ausstiegsstrategie aus dem Shutdown laut, obwohl noch niemand weiß, ob das weitreichende Kontaktverbot die gewünschte Verlangsamung des Anstiegs der Fallzahlen bewirkt hat: Aufgrund der Inkubationszeit und der Meldeverzögerung können die Auswirkungen erst in der kommenden Woche sichtbar werden.



Abgesehen von diesen „Zahlenspielereien“ bekommt womöglich jeder die Auswirkungen der Krise hautnah zu spüren, auch ohne infiziert zu sein: Die deutliche Reduzierung des Angebots auf den meisten Linien von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress hat dazu geführt, dass Triebzüge gleich im halben Dutzend abgestellt werden, und die wenigen noch verkehrenden Züge überfüllt sind. Logischweise ziehen Pendler daraus ihre Konsequenzen und steigen auf den privaten PKW um, was obendrein zu einer erheblichen Zeitersparnis führt. Die zusätzliche CO2-Emission sparen wir dann bei der Earth Hour wieder ein…

FLIRT („flinker leichter Intercity- und Regional-Triebzug“) 3 XL, Hersteller Stadler Rail AG, Schweiz

Toilettenpapier hat sich durch „Hamsterkäufe“ zum begehrten Luxusgut entwickelt. Schaut man sich in den Drogeriemärkten um, so weichen die Kunden auf Küchenrollen, Papiertaschentücher und andere Hygienepapiere aus, womöglich um sich damit den Hintern abzuwischen und den Abfall in der Toilette zu entsorgen. Die Methode hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Anders als Toilettenpapier zerfallen diese Hygienepapiere im Abwassernetz nicht und können dementsprechend zu Verstopfungen der Abwasserpumpen führen. Wird das Abwasser jedoch nicht mehr abgepumpt, steigt der Wasserspiegel im gesamten Ruhrgebiet an, die Region mutiert zu einer riesigen Kloake, und neben der COVID-19-Pandemie werden weitere Seuchen zu einem Anstieg der Todesfälle führen. Alles nur Panikmache? Vor dem Bau der Abwasserkanäle führten Überschwemmungen im Einzugsgebiet von Emscher und Lippe häufig zur Ausbreitung von Seuchen wie Cholera, Typhus, Ruhr, Diphterie und Malaria. Also besser die alternativ verwendeten Papiere nicht in die Toilette entsorgen!

Toilettenpapier „Laxin“ aus Krepppapier, um 1930, in der Ausstellung „Von der Rolle – KloPapierGeschichten“, LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach


Mittwoch, 25. März 2020

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird in Abstimmung mit den Universitätskliniken Aachen und Münster den sofortigen Start einer Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses für die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie in Angriff nehmen. Ziel ist, die Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu optimieren. Der vorgezogene Start ist für den 29. März 2020 geplant.

Dies reduziert patientengefährdende Transporte zwischen Krankenhäusern und die vor Ort vorhandenen pflegerischen Ressourcen können besser genutzt werden. Zudem kann die Behandlung von intensivpflichtigen schwersterkrankten Covid-19 Patienten so lange wie möglich heimatnah erfolgen.

Das Virtuelle Krankenhaus ist ein Landesprojekt, das mittels digitaler Versorgungsstrukturen – über Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte – landesweit spezialisierte medizinische Expertise für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen verfügbar macht. Hierzu geht das Virtuelle Krankenhaus Kooperationen mit den einschlägigen medizinischen Spitzenzentren ein. Fehlt zum Beispiel in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis eine spezielle Expertise, kann das entsprechende Zentrum über ein zentrales Verzeichnis „per Mausklick“ kontaktiert werden.

Absage von Veranstaltungen (Auswahl)

  • Die Olympischen Spiele und die Paralympics werden verschoben, die Wettkämpfe sollen spätestens im Sommer 2021 stattfinden.
  • Die 42. Oberammergauer Passionsspiele werden auf das Jahr 2022 verschoben, die Premiere ist für den 21. Mai 2022 geplant.
  • Der Japan-Tag Düsseldorf/NRW 2020 fällt aus, der nächste Japan-Tag Düsseldorf/NRW ist am 29. Mai 2021 geplant.
  • Der Tag der Städtebauförderung am 16. Mai 2020 wurde abgesagt, voraussichtlich im Herbst werden das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und seine Partner zur Teilnahme am Aktionstag 2021 aufrufen und den Termin bekannt geben.
  • Die Ruhrfestspiele Recklinghausen vom 1. Mai bis 13. Juni 2020 wurden abgesagt, die Veranstaltungen sollen in den Herbst 2020 verschoben werden.
  • Die Folkwang Universität der Künste hat alle öffentlichen Veranstaltungen, Workshops oder Tagungen bis voraussichtlich Ende Mai 2020 abgesagt. Diese Regelung gilt zudem für die Folkwang Sommeroper, deren Premiere für den 13. Juni 2020 geplant war.
  • Essen: Die für den 25. April 2020 geplante 17. Tour de Rü wurde abgesagt und soll auf den 8. August 2020 verschoben werden.
  • Bochum: „Starlight Express“ hat alle Vorstellungen bis einschließlich 30. Juni 2020 abgesagt.
  • Der 831. Hamburger Hafengeburtstag 2020 wurde abgesagt.
  • Die Kieler Woche soll auf die Woche vom 5. bis 13. September 2020 verschoben werden.

Dientag, 24. März 2020

Landesregierung hat weitreichendes Kontaktverbot und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie beschlossen

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen, das am Montag, 23. März 2020 um 0.00 Uhr in Kraft getreten ist. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausgenommen sind Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Ungeachtet dessen bleiben die unterschiedlichen Maßnahmen der Bundesländer und Kommunen „Flickwerk“: In Bayern und im Saarland bleibt es bei den bereits seit vergangener Woche gültigen Ausgangsbeschränkungen, in Sachsen traten ab 0.00 Uhr Ausgangsbeschränkungen in Kraft, und in Freiburg im Breisgau und Jena gilt ein Betretungsverbot für öffentliche Orte, um einige Beispiele zu nennen, die von der am Sonntag beschlossenen bundeseinheitlichen Regelung abweichen. Wer soll sich da noch auskennen? Es bleibt also jedem selbst überlassen, vor dem Verlassen der Wohnung zu klären, ob und zu welchem Zweck dies gestattet ist.

Zur Umsetzung des Kontaktverbots hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen einen Straf- und Bußgeldkatalog veröffentlicht. Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz. Damit sollen Infektionen vermieden und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Zu den Ordnungswidrigkeiten gehören zum Beispiel Picknicken und Grillen in der Öffentlichkeit. Dafür werden 250 Euro Bußgeld verhängt. Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen, aber weniger als 10 Personen, in der Öffentlichkeit, muss jede Person 200 Euro Bußgeld bezahlen. Wer gegen ein Besuchsverbot, zum Beispiel in einem Altenheim oder Krankenhaus verstößt, muss 200 Euro Bußgeld bezahlen. Die Sätze gelten für einen Erstverstoß. In besonders schweren Fällen werden sie verdoppelt. Bei Wiederholungsfällen können bis zu 25.000 Euro Bußgeld verhangen werden. Öffentliche Ansammlungen von mehr als zehn Personen werden als Straftat mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet.

Rhein-Ruhr Zentrum, ehemaliges Stinnes-Hochhaus

Da der Zutritt zu Einkaufszentren bereits seit 15. März 2020 nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt ist und dort u. a. nur noch der Einzelhandel für Lebenmittel, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons und der Zeitungsverkauf öffnen dürfen, ist das Rhein-Ruhr Zentrum in Mülheim an der Ruhr nahezu ausgestorben.

Graffito im Durchgang von der U-Bahn-Haltestelle zum Rhein-Ruhr Zentrum

Betritt man die Filiale des größten Drogeriekonzerns in Europa, so wähnt man sich zunächst im Paradies: Kein Sicherheitsdienst, der den Zugang reguliert, so gut wie keine Kunden im Ladenlokal… Doch die Realität holt einen sehr schnell ein: Hamsterkäufe haben dazu geführt, dass auch hier – wie in anderen Drogerien – Toilettenpapier, Desinfektionsmittel u. ä. ausverkauft sind.

Rhein-Ruhr Zentrum, ehemaliges Stinnes-Hochhaus

Rhein-Ruhr Zentrum, ehemaliges Stinnes-Hochhaus

Narzissen


Freitag, 20. März 2020

52 Tage nach dem ersten in Deutschland festgestellten Infektionsfall am 28. Januar 2020 in Bayern mit
• 41.035 Infizierten und 3.405 Toten in Italien (60.262.701 Einwohner am 30.06.2019),
• 16.290 Infizierten und 44 Toten in Deutschland (83.019.213 Einwohner am 31.12.2018),
• 10.891 Infizierten und 371 Toten in Frankreich (66.993.000 Einwohner am 01.01.2019),
• 4.164 Infizierten und 43 Toten in der Schweiz (8.544.527 Einwohner am 31.12.2018)),
• 2.468 Infizierten und 76 Toten in den Niederlanden (17.290.688 Einwohner am 31.01.2019),
• 2.257 Infizierten und 37 Toten in Belgien (11.431.406 Einwohner am 01.01.2019)
• 2.203 Infizierten und 6 Toten in Österreich (8.858.775 Einwohner am 01.01.2019)
lt. aktueller Zahlen der Johns Hopkins University gibt es weder in unterschiedlichen Bundesländern geschweige denn in Europa eine einheitliche Vorgehensweise zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie.

Grenzüberschreitendes Krisenmanagement

Auf Initiative von Ministerpräsident Armin Laschet haben Nordrhein-Westfalen, die Niederlande und Belgien eine „Cross-Border Task Force Corona“ ins Leben gerufen. Die Task Force soll den gegenseitigen Informationsaustausch verbessern, Aktivitäten synchronisieren und Fragen von gemeinsamem Interesse zur Krisenbewältigung klären. Dabei geht es insbesondere um die Situation in den grenznahen Regionen im Hinblick auf den Grenzverkehr und die Verfügbarkeit von Intensivbetten.

Bereits in der ersten Sitzung wurde der Austausch von Lageberichten und die gegenseitige Abstimmung von Handlungsbedarf in grenznahen Gebieten vereinbart. Es wurde klargestellt, dass – entgegen anderweitiger Gerüchte – auch die Niederlande die Strategie des „Social Distancing“ verfolgen. Ministerpräsident Armin Laschet: „Auch unsere Nachbarn in Belgien und den Niederlanden sehen das ‚Social Distancing‘ als wichtige Strategie gegen die Ausbreitung des Corona-Virus und haben entsprechende Maßnahmen getroffen, um Sozialkontakte möglichst zu vermeiden. Das ist ein wichtiges Signal an die Menschen in den grenznahen Regionen.“

Soforthilfe für Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen

Durch die flächendeckende Schließung von öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie die Absage sämtlicher Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie zunächst bis zum Ende der Osterferien, geraten derzeit zahlreiche Initiativen, Einrichtungen und Freiberufler in der Kultur, aber auch im Bereich der Weiterbildung in große, teilweise sogar existenzbedrohende Finanzprobleme. Um den Betroffenen unverzüglich zu helfen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden, hat die Landesregierung eine konkrete Soforthilfe für Kultur und Weiterbildung beschlossen.

„Kleinere private Einrichtungen, aber gerade auch Freiberufler sind am schnellsten von den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Deshalb haben wir mit Hochdruck erste Sofortmaßnahmen erarbeitet, um den Betroffenen schnell, unbürokratisch und wirksam zu helfen, durch diese schwere Zeit zu kommen. Wir wollen verhindern, dass die Corona-Pandemie zur Krise der Kultur und der Weiterbildungslandschaft wird“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Bereits gestern hat die Landesregierung einen umfassenden Rettungsschirm für die direkten und indirekten Folgen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen in Höhe von 25 Milliarden Euro aufgelegt, auch die Bundesregierung arbeitet an breit angelegten Unterstützungsprogrammen. Ergänzend sieht das Ministerium für Kultur und Wissenschaft kurzfristige, auf die akuten Bedürfnisse der Akteure zugeschnittene Soforthilfen und weitere Maßnahmen vor:

Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro. Die Soforthilfe kann mittels eines einfachen Formulars bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss später nicht zurückgezahlt werden.

„Freischaffende Künstlerinnen und Künstler verfügen meist nur über geringe Rücklagen. Wenn Aufführungen, Gigs und Veranstaltungen massenweise wegfallen, geraten sie daher schnell in dramatische Geldnot. Die Soforthilfe verschafft ihnen schnell und unbürokratisch einen finanziellen Puffer, um die Zeit bis zum Anlaufen der großen Rettungsschirme in Land und Bund bestmöglich zu überbrücken“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Daneben schaffen zusätzliche Anpassungen im regulären Förderverfahren Sicherheit für die Kultureinrichtungen und -akteure. Grundsätzlich gilt dabei: Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen.

Sonderfahrplan für den nordrhein-westfälischen Schienenverkehr gilt ab Samstag

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen haben gemeinsam mit den Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL einen Sonderfahrplan für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen erarbeitet, der ab Samstag, 21. März 2020 schrittweise umgesetzt wird und vorerst bis 19. April 2020 gilt. Der neue Fahrplan führt zu einer deutlichen Reduzierung des Angebots auf den meisten Linien von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress. Insgesamt werden die Leistungen etwa um die Hälfte reduziert. Zugleich wird gewährleistet, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die Infektionsgefahr für die Fahrgäste möglichst gering zu halten.

Die Tatsache, dass Klopapier augenblicklich in vielen Super- und Drogeriemärkten ausverkauft ist, lässt mich annehmen, dass in naher Zukunft alle Damen auf den natürlich längst verbotenen Partys in Abendkleidern aus Klopapier erscheinen werden.


Dienstag, 17. März 2020

Die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen hat weitere Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung beschlossen

Das Landeskabinett hat am Dienstag, 17. März 2020 weitere umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sowie zur Stärkung der medizinischen und pflegerischen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Anzahl sozialer Kontakte in der Bevölkerung weiter zu reduzieren und so die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Zu diesem Zweck wurde unter anderem beschlossen, weitere Einrichtungen und Angebote zu schließen oder zu untersagen, die Öffnungszeiten und Auflagen von Restaurants enger zu fassen und Übernachtungsangebote nur zu ausschließlich nicht touristischen Zwecken weiterhin zuzulassen. Zugleich wird für wichtige Angebote des täglichen Bedarfs die Öffnung an Sonn- und Feiertagen gestattet. Hierzu zählen beispielsweise Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel und Apotheken.

Die weiteren Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des Corona-Virus und zur Bewältigung der Auswirkungen beinhalten unter anderem folgende Eckpunkte:

Weitere kontaktreduzierende Maßnahmen: In Ergänzung zu den am 15. März 2020 angeordneten Maßnahmen gelten ab dem 16. März 2020 beziehungsweise 17. März 2020 weitere Maßnamen, um zu einer weiteren Verzögerung der Infektionsdynamik beizutragen.
Folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote sind zu schließen beziehungsweise einzustellen: Alle Kneipen, Cafés, Opern- und Konzerthäuser (ab 16. März), alle Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen (ab 17. März), Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März), Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März).
Alle Spiel- und Bolzplätze sind zu schließen.
Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen ist zu beschränken und nur unter strengen Auflagen (sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich) zu gestatten. Auflagen sind Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen etc. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und sind spätestens ab 15 Uhr zu schließen.
Folgenden Geschäften ist bis weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet (dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag): Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten sowie Apotheken, außerdem Geschäften des Großhandels.
Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen.
Übernachtungsangebote dürfen nur zu nicht touristischen Zwecken genutzt werden.
Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt.

Die Stadt Essen geht in seiner Allgemeinverfügung über diese Maßnahmen noch hinaus: Bars, Kneipen, Clubs, Diskotheken, Shisha-Bars, Cafés, Café-ähnliche Bewirtungsbetriebe – auch als Nebenbetrieb, Eisdielen, Imbisse, Restaurants und Gaststätten inklusive aller Außengastronomie sollen geschlossen werden, ebenso der Grugapark Essen, Freizeit- und Tierparks, Angebote von Freizeitaktivitäten drinnen und draußen.

Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 20. April 2020. Persönlich rechne ich nicht damit, dass alle Maßnahmen am 20. April 2020 aufgehoben werden, sondern darüber hinaus verlängert werden. Es gibt bisher keinerlei Aussagen, wann der Höhepunkt der Covid-19-Infektion erreicht werden darf, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Wie weitreichend die Auswirkungen der Covid-Pandemie sind, mögen die Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft auf den Sommer 2021 und die Absage des diesjährigen 65. Eurovision Song Contest verdeutlichen.


Sonntag, 15. März 2020

Wer bisher nicht freiwillig auf die Lage reagiert hat, wird nunmehr durch den Erlass vom 15. März dazu gezwungen:

Noch am Sonntag sollen durch Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote in Nordrhein-Westfalen eingestellt werden. So müssen bereits ab Montag alle so genannten „Amüsierbetriebe“ wie zum Beispiel Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen schließen. Eine gleiche Regelung ergeht für Prostitutionsbetriebe.

Ab Dienstag ist dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Ebenso ab Dienstag sind Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich nicht mehr gestattet.

Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping Malls“ oder „Factory Outlets“ soll nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein – nicht zuletzt auch um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Die Schließungen und Auflagen sollen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von den Eigentumsverhältnissen gelten.

Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt ist, bleiben, Banken, Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebens- und Futtermittel, Apotheken und Drogerien geöffnet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern.

Ministerpräsident Armin Laschet erklärt dazu: „Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen.“

Die Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April 2020 gelten, analog zu den bereits am Freitag verfügten Schließungen von Schulen und Kindertageseinrichtungen. Danach soll auf der Grundlage einer aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entschieden werden.

CentrO Oberhausen, verwaiste Promenade am Samstagnachmittag

Da sämtliche Museen und öffentlichen Veranstaltungen von diesem Erlass betroffen sind, macht es keinen Sinn, jedes Museum, Theater o. ä. an dieser Stelle nochmals einzeln aufzulisten.


Freitag, 13. März 2020

Der am 10. März 2020 vorgestellte Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen regelt den Umgang mit Veranstaltungen. Demnach sollen die örtlichen Behörden Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern grundsätzlich absagen. Alternativ können die örtlichen Behörden beispielsweise bei sportlichen Großveranstaltungen eine Durchführung ohne Zuschauerbeteiligung prüfen.

„Unser Ziel muss sein, die Ausbreitung die Corona-Virus so weit wie möglich zu verlangsamen, um krankheitsanfällige Menschen zu schützen. Die Virologinnen und Virologen, mit denen ich gesprochen habe, empfehlen, dass wir große Menschenansammlungen, wo es geht, vermeiden sollten“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Wir müssen uns daher sehr genau überlegen, worauf wir verzichten können.“

Und weiter: „Ich bin der Meinung, dass zum Beispiel Schulunterricht oder der ÖPNV unverzichtbar sind. Das würde unser gesellschaftliches Zusammenleben lahmlegen. Aber große Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen sollten wir zunächst absagen. Und das regelt der heutige Erlass bis auf weiteres – nicht zuletzt, weil es nach der aktuellen Erkenntnislage keine Schutzmaßnahmen gibt, die gleich effektiv aber weniger eingriffsintensiv wären.“

Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern ist – wie bisher – eine individuelle Einschätzung der örtlichen Behörden der Veranstaltung erforderlich, ob und welche infektionshygienischen Schutzmaßnahmen zu ergreifen sind. Dabei sind die Vorgaben des Robert-Koch Instituts zu beachten.

Zuständig für die Durchführung des Erlasses sind die Behörden vor Ort. Diese können Veranstaltungen absagen, eine Absage gegenüber dem Veranstalter anordnen oder sie verlegen bzw. ohne Zuschauer durchführen lassen.

Die von den Behörden vor Ort beschlossenen Maßnahmen gehen erfreulicherweise teilweise über den Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hinaus. So hat die Stadt Gelsenkirchen entschieden, auch auf jedwede eigene Veranstaltungen unabhängig von der Besucherzahl weitgehend zu verzichten, wenn ihre Durchführung nicht unbedingt notwendig ist. Das umfasst Informationsveranstaltungen ebenso wie Feste oder Kulturveranstaltungen.

Auch das Musiktheater im Revier und die Emschertainment GmbH werden bis auf weiteres keine Veranstaltungen anbieten können. „Diese Maßnahme gilt der Vorbeugung und der Verzögerung weiterer Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Denn viele Menschen können Überträger sein, ohne es zu wissen und ohne selbst krank zu sein. Wir wollen das Ansteckungsrisiko minimieren“, so Stadtdirektorin Karin Welge als Leiterin des Lagezentrums Corona. „Es geht jetzt darum, weitere Ansteckungen möglichst zu verzögern, damit gerade für ältere und vorerkrankte Menschen stets Kapazitäten im Gesundheitssystem vorgehalten werden können“, erläuterte Gesundheitsdezernent Luidger Wolterhoff. Die Einstellung des Spielbetriebs am Musiktheater im Revier betrifft sowohl Vorstellungen im Großen Haus als auch im Kleinen Haus.

Die Stadt Essen hat auf der Grundlage des Erlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen eine Allgemeinverfügung zum Umgang mit Veranstaltungen über 1.000 Besucherinnen und Besuchern verfasst, die ab Freitag, 13. März 2020 bis auf weiteres gilt. Mit der Allgemeinverfügung wird die Ausrichtung von öffentlichen und privaten Großveranstaltungen im gesamten Stadtgebiet untersagt. Nicht als Veranstaltungen zählen insbesondere der laufende Betrieb von Bildungseinrichtungen (Unterricht, Vorlesungen und Seminare) und der Betrieb von Arbeitsstätten.

Öffentliche und private Veranstaltungen von 500 bis 1.000 Teilnehmenden sind nach der Allgemeinverfügung vom 12. März 2020 für Veranstaltungen unter 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf weiteres anzeigepflichtig bei der Koordinierungsstelle Veranstaltungen der Stadt Essen. Eine Anzeige muss spätestens zwei Wochen vor Beginn der Veranstaltung eingehen. Bei nicht rechtzeitiger oder unvollständiger Anzeige ist eine Veranstaltung verboten.

Für Veranstaltungen mit zeitgleich mehr als 1.000 erwarteten Personen ist nach dem Erlass davon auszugehen, dass in der Regel keine Schutzmaßnahmen durch die Veranstalter getroffen werden können, die gleich effektiv aber weniger eingriffsintensiv sind, als eine Veranstaltung mit dieser Teilnehmer- bzw. Besucherzahl nicht durchzuführen. Das Auswahlermessen der zuständigen Behörden reduziert sich damit dahingehend, dass nur die Absage der Veranstaltung oder – wie z. B. bei sportlichen Großveranstaltungen – eine Durchführung ohne Zuschauerbeteiligung in Betracht kommt.

Großveranstalter haben längst das Schlupfloch des Erlasses erkannt, indem sie die Teilnehmerzahl nachträglich auf die willkürlich festgelegte Zahl von 1.000 Besucherinnen und Besuchern reduzieren und damit den Zweck des Erlasses, die Ausbreitung die Corona-Virus so weit wie möglich zu verlangsamen, ad absurdum führen. In Österreich hat man solchen „Tricksereien“ von vornherein einen Riegel vorgeschoben, indem man Indoor Veranstaltungen auf 100 Teilnehmer und Outdoor Veranstaltungen auf 500 Teilnehmer limitiert hat.

Absage von Veranstaltungen (Auswahl)

  • Nordrhein-Westfalen: Einstellung des Unterrichtsbetriebes an den Schulen ab 16. März bis 19. April, Schließung der Kitas bis 19. April, Verschiebung des Vorlesungsbeginns an den Hochschulen bis zum 19. April, Schließung der landeseigenen Kultureinrichtungen für die Öffentlichkeit bis zum 19. April. Ab 16. März sollen alle so genannten „Amüsierbetriebe“ wie zum Beispiel Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen und Prostitutionsbetriebe schließen. Ab 17. März ist auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt. Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping Malls“ oder „Factory Outlets“ soll nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein.
  • Landschaftsverband Rheinland: Alle kulturellen und schulischen Einrichtungen des Verbandes schließen. Die LVR-Schulen schließen vom 16. März bis einschließlich 19. April 2020. Die Museen und Kultureinrichtungen des Verbandes werden vom 14. März bis zum 19. April 2020 geschlossen.
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe: sämtliche Veranstaltungen in allen LWL Einrichtungen ab sofort bis zum 17. April abgesagt. Ab Samstag, 14. März werden darüber hinaus sämtliche Museen des LWL bis zum 20. April (einschließlich) für Besucher geschlossen bleiben.
  • Bühnen und Orchester Bielefeld: komplette Einstellung des Vorstellungsbetriebs in allen Spielstätten voraussichtlich bis zum 30. April 2020
  • Bildungskonvent Zukunftslabor Bauhaus im LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt: abgesagt
  • Starlight Express Bochum: keine Vorstellungen bis einschließlich 19. April 2020
  • Theater Bonn: Vorstellungsbetrieb bis 19. April 2020 eingestellt. Auch die Vorstellungen des Beethovenfestes und des Beethoven Orchesters, die im Opernhaus stattfinden sollten, entfallen. Die Ausstellung BTHVN ON TOUR im Foyer des Opernhauses bleibt ebenfalls geschlossen.
  • Theater und Konzerthaus Dortmund: alle Vorstellungen bis einschließlich 15. April 2020 finden nicht statt
  • Dortmunder U: ab 16. März geschlossen
  • Zoo Duisburg: geschlossen
  • Tonhalle Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein und Düsseldorfer Schauspielhaus: Spielbetrieb vorerst bis einschließlich 2. April 2020 ausgesetzt
  • Bistum Essen: Firmungen bis mindestens 30. Juni abgesagt, Erstkommunionfeiern sollen verschoben werden, Gottesdienste sollen abgesagt werden
  • Folkwang Universität der Künste: Absage aller öffentlichen Veranstaltungen bis 20. April 2020, Verschiebung des Vorlesungsbeginns auf den 20. April 2020
  • Messe Essen: SHK Essen verschoben auf 1. bis 4. September 2020, 53. Essener Tagung für Wasserwirtschaft abgesagt, Techno-Classica Essen auf 24. bis 28. Juni 2020 verschoben
  • Museum Folkwang Essen: sämtliche Veranstaltungen und öffentliche Führungen temporär bis auf Weiteres ausgesetzt, alle Bereiche des Museums zunächst bis 19. April geschlossen
  • Red Dot Design Museum Essen: bis auf Weiteres geschlossen
  • Ruhr Museum Essen: ab 16. März bis 19. April geschlossen. Sämtliche Veranstaltungen sind ebenfalls abgesagt.
  • Theater und Philharmonie Essen: Eigenveranstaltungen in den Spielstätten Aalto-Theater, Philharmonie Essen, Grillo-Theater sowie Casa und Box bis auf Weiteres abgesagt. Der Ticketverkauf für die noch bis zum Ende dieser Spielzeit geplanten Veranstaltungen wird zunächst ausgesetzt.
  • RTL-Event „Die Passion“ am 8. April 2020 in der Essener Innenstadt. abgesagt
  • Musiktheater im Revier Gelsenkirchen: Einstellung des Spielbetriebs am Großen und Kleinen Haus bis 19. April 2020
  • ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: geschlossen
  • Kunstquartier Hagen: bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen
  • Theater Hagen: Absage aller Veranstaltungen im Großen Haus sowie in der Stadthalle zunächst bis 18. April 2020
  • Kunstmuseen Krefeld: das Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange und Haus Esters schließen vom 16. März bis zum 19. April 2020
  • Metronom Theater Oberhausen: Spielbetrieb ab 13. März 2020 eingestellt
am 12. März 2020 wurde die letzte Vorstellung von „Tanz der Vampire“ im Metronom Theater gezeigt, danach werden dort von Stage Entertainment auch in Zukunft keine Musicalvorstellungen mehr angeboten

Da sich die Situation augenblicklich von Stunde zu Stunde verändern kann, sollte man sich vor dem Besuch einer Veranstaltung, einem Museumsbesuch o. ä. erkundigen, ob diese stattfindet oder abgesagt bzw. verschoben wurde oder das Museum überhaupt geöffnet hat.

Womöglich wird uns die Corona-19-Pandemie noch lange beschäftigen. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), rechnet damit, dass es ein bis zwei Jahre dauern werde, bis sich etwa 50 Millionen Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert haben. Das entspricht 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung. Christian Drosten, Institutsdirektor am Institut für Virologie der Charité, erwartet das Maximum der Fälle bereits zwischen Juni und August 2020, da die Viren nicht so empfindlich auf Temperaturunterschiede reagieren wie anfänglich vermutet.

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