Haus Kemnade

Adelshaus in Hattingen-Blankenstein


Kemnader See

Unweit des Kemnader Sees südlich der Ruhr liegt Haus Kemnade, dessen Name sich von dem Wort „Kemenate“ (Kaminraum) ableitet. Urkundlich wurde das Adelshaus erstmals 1410 erwähnt, jedoch stammt der heutige Baubestand des Haupthauses aus der Zeit von 1602 bis 1704, nachdem es zuvor 1589 abgebrannt war. Es besitzt noch fünf Kamine. Die ehemalige Schlosskapelle, in der das Standesamt der Stadt Hattingen heute Trauungen durchführt, ist Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Haus Kemnade auf Hattinger Stadtgebiet befindet sich seit 1921 im Besitz der Stadt Bochum und wird für Ausstellungen des Kulturhistorischen Museums Haus Kemnade, des Kunstvereins Bochum e. V. und der Sparkasse Bochum genutzt, so sind die Musikinstrumentensammlung Hans und Hede Grumbt, mit knapp 1.800 Exemplaren die größte Sammlung von Musikinstrumenten in Nordrhein-Westfalen, die Ostasiatische Kunstsammlung Ehrich und die Geldgeschichtliche Sammlung der Sparkasse Bochum bei freiem Eintritt zu sehen.

Haus Kemnade

Haus Kemnade

Haus Kemnade

Haus Kemnade

Haus Kemnade, ehemaliges Hauptportal

Fotografieren ist im Gebäude nicht ohne Einschränkungen möglich, es hätte mich auch gewundert. Es handelt sich schließlich um ein Museum. Ich verzichte daher an dieser Stelle gänzlich darauf, Innenaufnahmen zu zeigen. Dass sich die sagenumwobene „Kölner Decke“ im Rittersaal befindet, der vom Restaurant genutzt wird, vermochte mir das anwesende Aufsichtspersonal leider auch nicht zu sagen

Kemnader Schatzkammer, Steingeld der Südsee-Insel Yap

In den ehemaligen Stallungen der Burg Kemnade ist die Geldgeschichtliche Sammlung der Sparkasse Bochum zu sehen, die neben einer Vielzahl von Spargefäßen auch die Entwicklung des Münzwesens sowie Not- und Inflationsgeldscheine aus Bochum und Umgebungen umfasst.

Bauernhausmuseum

Seit 1973 beherbergt das Bauernhausmuseum der Stadt Bochum in der ehemaligen Meierei Schulte zur Oven aus Bochum-Stiepel eine Sammlung bäuerlichen Hausrats und das Bienenmuseum der Bochumer Imker. Das Vierständer-Fachwerkhaus wurde 1970 an seinem ehemaligen Standort an der Düsterstraße zerlegt und hinter Haus Kemnade in seinem ursprünglichen Zustand von 1806 wieder aufgebaut.

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