„Kunst & Kohle“

RuhrKunstMuseen eröffnen Ausstellungsprojekt zum Ende der Steinkohlenförderung

17 Museen – 13 Städte – rund 150 künstlerische Positionen – ein Thema: Zum Ende der Steinkohleförderung in Deutschland und anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens zeigen die RuhrKunstMuseen eine ganz besondere Ausstellung, in der sich alles um die Kohle in der Kunst dreht. Es handelt sich um das größte städteübergreifende Ausstellungsprojekt, das je zu diesem Thema umgesetzt wurde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trägt die Schirmherrschaft für dieses Großprojekt.

Zwischen dem 3. und 6. Mai 2018 eröffnen die teilnehmenden Museen ruhrgebietsweit ihre Ausstellungen individuell. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg folgt am 12. Juni 2018. Besucher haben dann die Möglichkeit, in Gruppenausstellungen und Einzelpräsentationen in 17 Museen zu erkunden, wie Kohle und Bergbau früher und heute Künstlerinnen und Künstler inspiriert haben. Mit dem Ende der Steinkohleförderung geht ein bedeutender Industriezweig zu Ende, der das Gesicht des Ruhrgebiets, das Selbstverständnis seiner Bewohner und die Kulturlandschaft geprägt hat. Das umfassende Ausstellungsprojekt erweitert diesen Einschnitt um die künstlerische Perspektive und beleuchtet die kulturellen Errungenschaften der Industrialisierung, zu denen nicht zuletzt die reiche Museumslandschaft im Ruhrgebiet zählt. Kulturhistorische Exponate sind ebenso eingebunden wie aktuelle Tendenzen und richtungsweisende Werke, die Zukunftsvisionen und Utopien aufzeigen. Abgerundet wird „Kunst & Kohle“ von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm.

Die DirektorInnen der beteiligten RuhrKunstMuseen vor Schloss Strünkede

„Wir freuen uns sehr, dass der Bundespräsident die Schirmherrschaft für dieses Großprojekt übernommen hat. Die Ausstellung präsentiert ein breites Spektrum künstlerischer Herangehensweisen an das Thema: Skulptur, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video- und Klangkunst oder ortsspezifische Installationen vermitteln ganz individuelle Sichtweisen auf die Kohle, den Bergbau und das Ruhrgebiet. Das Spannende dabei: Die künstlerischen Positionen widmen sich diesen Facetten sowohl retrospektiv als auch perspektivisch über das Ende der Steinkohleförderung hinaus“, so der Projektleiter von „Kunst & Kohle“ Prof. Dr. Ferdinand Ullrich. Diesen Ansatz begrüßt auch Prof. Dr. Wolfgang Heit, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung: „Zahlreiche Künstler stellen ihre Fragen an die vielen Realitäten des Reviers und finden radikal eigene Antworten. Dabei verharrt die große Retrospektive nicht in der Vergangenheit.“ Und Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied im Vorstand der RAG-Stiftung, ist sich gewiss: Das Projekt mache deutlich, „dass trotz des bald endenden Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet der Blick zurück und nach vorn gleichermaßen gelingen kann. Die gemeinsame Ausstellung der 17 RuhrKunstMuseen ist Teil der Initiative „Glückauf Zukunft!“, die die Leistungen des Steinkohlebergbaus für die Region würdigt und gleichzeitig Zeichen des Aufbruchs setzt.“

Die Rolle der Kunst und Kultur im Ruhrgebiet sowie die umfassende Kooperation würdigt auch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen: „Die RuhrKunstMuseen sind eine der vielen großartigen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010. Sie zeigen, wie fruchtbar eine häuserübergreifende Zusammenarbeit sein kann. Das Ausstellungsprojekt „Kunst & Kohle“ demonstriert das auf besonders beeindruckende Art und Weise. Indem die Museen das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, bringen sie den Besucherinnen und Besuchern die Vielschichtigkeit und die für die Region besondere Bedeutung der Kohle näher. Dabei wird einmal mehr deutlich: Kunst und Kultur begleiten den Wandel des Ruhrgebiets nicht nur, sondern sie sind ganz elementar Teil des Wandels.“

An der Sichtbarkeit der vielfältigen Kulturlandschaft im Ruhrgebiet arbeitet das Netzwerk der RuhrKunstMuseen seit 10 Jahren. „Kunst & Kohle“ soll dazu nun einen weiteren Beitrag leisten. „Die historische Zäsur des Endes der Steinkohlenförderung im Spiegel der Kunst zu betrachten, ist nicht allein eine Geste des Abschieds, sondern vor allem ein verheißungsvolles Zukunftssignal. Im thematischen Schulterschluss machen die RuhrKunstMuseen sichtbar, dass das Ruhrgebiet in der Vitalität und Kreativität seiner Kunstinstitutionen ein einmaliges Potenzial besitzt, diese Veränderung durch Kultur konstruktiv zu gestalten“, erläutert Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, das Engagement.

Das Ausstellungsprojekt wird gefördert von der RAG-Stiftung, der Brost-Stiftung, dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kunststiftung NRW.

Kombi-Ticket
Exklusiv zur Ausstellung erscheint ein Kombi-Ticket zum Normalpreis von 25 Euro, ermäßigt 15 Euro, das zum mehrmaligen Besuch in allen teilnehmenden Museen über den gesamten Ausstellungszeitraum berechtigt.

Ausstellungsbooklet
Zur Ausstellung „Kunst & Kohle“ erscheint ein kostenloses Booklet mit Informationen zu den Ausstellungen. Das Booklet ist erhältlich in den teilnehmenden Museen und unter www.ruhrkunstmuseen.com/kunst-kohle.html.

Veranstaltungsprogramm
Im Rahmen der Ausstellung wird eine Vielzahl an Veranstaltungen angeboten, die vom Bild-Klang-Experiment über musikalische Beiträge bis hin zum Figurentheater reichen. Alle Termine sind dem Ausstellungsbooklet zu entnehmen. Die Veranstaltungen sind für Inhaber des Kombi-Tickets kostenlos. Darüber hinaus gelten die üblichen Eintrittspreise der Museen.

Bustouren
Die RuhrKunstMuseen laden zu kostenlosen Bustouren ein und führen Besucher zu jeweils drei RuhrKunstMuseen. Alle Termine sind dem Ausstellungsbooklet zu entnehmen. Für Inhaber des Kombi-Tickets sind die Eintritte in die Museen frei. Darüber hinaus gelten die üblichen Eintrittspreise der Museen.

„Kunst & Kohle“ für Kids
Speziell an Familien richtet sich das MITMACHBUCH. Es ist kostenlos in den Museen erhältlich. Mit verschiedenen Bastelmaterialien ausgestattet, können die Kinder in den Ausstellungen auf Entdeckungsreise gehen und knifflige Aufgaben lösen.


„Bernd und Hilla Becher. Bergwerke“, Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Ende der 1950er-Jahre war die Kohleförderung an der Ruhr das erste Mal nach dem Weltkrieg rückläufig, weil preisgünstige Importkohle und Erdöl die heimische Steinkohle als Energieträger vom Markt verdrängte. In der Folge der Überproduktionskrise wurden erste Zechen stillgelegt. Als 1957 die Abbrucharbeiten der Grube Eisenhardter Tiefbau in der Nähe von Siegen schneller durchgeführt wurden als Bernd Becher (* 20. August 1931 in Siegen, † 22. Juni 2007 in Rostock) die industriellen Objekte zeichnen konnte, begann er zu fotografieren, um den raschen Wandel in der Region zu dokumentieren. Bernd Becher wurde in Siegen geboren und konnte, wie er später erzählte, von seinem Elternhaus einen Hochofen ,,hören, sehen und riechen“. Er hatte freie Graphik und Typographie an der Kunstakademie Stuttgart studiert. Seine Fotografien dienten ihm zunächst als Vorlagen für seine Zeichnungen, Gemälde und Collagen von den im Verschwinden begriffenen Industriekomplexen. Zu dieser Zeit lernte er in Düsseldorf Hilla Wobeser (* 2. September 1934 in Potsdam, † 10. Oktober 2015 in Düsseldorf) kennen, die an ihrem Geburtsort Potsdam eine Fotografenlehre absolviert hatte. Sie teilte sein Interesse an Industriekultur und brachte ihre fotografische Praxis in die von nun an gemeinsam durchgeführte Arbeit ein, die eine Form kollektiver Autorschaft in der Bildenden Kunst darstellt. Das Paar heiratete 1961, ihr Sohn Max wurde 1963 geboren, Bernd Becher erhielt 1976 eine Professur für Fotografie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, an der er bis 1996 lehrte. Aus seiner Klasse stammen bedeutende Vertreter der deutschen Gegenwartsfotografie.

„Bernd und Hilla Becher. Bergwerke“, Blick in die Ausstellung

Bernd und Hilla Becher entwickelten zunächst im Ruhrgebiet, später in ganz Europa und den USA ein in der Kunstgeschichte beispielloses fotografisches Langzeitprojekt. Ihre in über fünf Jahrzehnten entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen anonymer Industriebauten von Fördertürmen, Hochöfen, Kohlebunkern, Kühltürmen, Fabrikhallen, Gasometern, Kieswerken und Getreidesilos stellten sie jeweils zu Tableaus zusammen, die sie seit Anfang der 1970er-Jahre Typologien nannten. Diese vereinen verschiedene Aufnahmeorte und unterschiedliche Entstehungszeiten in sich und erlauben auf der Basis standardisierter Aufnahmebedingungen vergleichendes Betrachten. Die Methodik ihrer künstlerischen Arbeit bezieht sich auf eine aus den Naturwissenschaften entlehnte Systematik, die die verschiedenen ästhetischen Grundformen, Materialien und Variationen einer Konstruktionsart untersucht und in exemplarischen Bildzusammenstellungen repräsentiert. Die fotografische Form ihrer Darstellung ist bewusst sachlich gewählt. Die mit einer 13 × 18 cm Plattenkamera aufgenommenen, in der eigenen Dunkelkammer ausgearbeiteten Abzüge geben die Objekte materialgerecht und detailliert in fein abgestuften Grautönen wieder. Das gewählte Aufnahmelicht ist diffus, so dass der Gegenstand ohne interpretierende Schatten vor einem gleichmäßig getönten Himmel abgebildet und in seiner ganzen Individualität sichtbar wird.

„Bernd und Hilla Becher. Bergwerke“, Blick in die Ausstellung

Das vielfach national und international ausgezeichnete Werk von Bernd und Hilla Becher wurde zunächst als praktizierter Denkmalschutz, als visueller Beitrag zur Industriearchäologie, ab den 1970er-Jahren als Teil der Konzeptkunst und schließlich als künstlerische Fotografie und Forschung verstanden und gewürdigt. Den Schwerpunkt dieser Ausstellung bilden die Typologien von Fördertürmen, die das Erscheinungsbild der Bergbauregionen besonders geprägt haben. Sie sind Aufzugsmaschinen, die nicht nur Kohle und Erz an die Oberfläche transportieren, sondern auch die Bergleute zur Arbeit unter Tage bringen. Obwohl die Konstruktionsmöglichkeiten dieses Bautyps beschränkt sind, haben sich doch in verschiedenen Ländern und Epochen unterschiedliche Prototypen herausgebildet, die von Formenvielfalt und fragiler Schönheit geprägt sind.

„Bernd und Hilla Becher. Bergwerke“, Blick in die Ausstellung

Die ebenfalls in der Ausstellung vertretenen Aufnahmen von Industrielandschaften legen durch ihren topografischen Stil und ihre damit verbundene privilegierte Sicht die Zusammenhänge der Werkanlagen von Schwerindustrie offen. Zusammen mit den Typologien der Fördertürme stehen sie symbolisch für das nun eintretende Ende des Zeitalters der Kohle, das die Gesellschaft vor immense Herausforderungen stellt.
Text: Professor Thomas Weski

Die Ausstellung „Bernd und Hilla Becher. Bergwerke“ ist vom 5. Mai bis 16. September 2018 im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zu sehen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop hat Dienstag bis Samstag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.


„Reichtum: Schwarz ist Gold“, Lehmbruck Museum Duisburg

Der wertvolle Rohstoff Kohle ist Ursprung nicht nur des wirtschaftlichen und sozialen, sondern auch des kulturellen Wohlstands einer ganzen Region. Im Ruhrgebiet und auch in Duisburg hat die Kohlegewinnung einen wesentlichen Anteil am heutigen Reichtum der Kunstsammlungen der Museen.

Das Lehmbruck Museum setzt mit seiner Ausstellung „Reichtum: Schwarz ist Gold“ die Formel „Kohle bedeutet Reichtum“ in eine visuell erfahrbare Form um. Dies erfolgt nicht etwa sozialhistorisch plakativ, sondern unter ästhetischen Gesichtspunkten, welche auf die Entwicklung der zeitgenössischen Installation bezogen werden. So entdeckte eine ganze Künstlergeneration die Kohle mit ihrer Materialität und haptischen Erscheinung für sich. Mit ihrem tiefen Schwarz sowie der mattfetten, unruhigen Oberfläche findet sie sich gerade in den sechziger und siebziger Jahren als Material in der Kunst wieder. Gleichsam löste man sich damit vom traditionellen Konzept der Skulptur – Begriffe wie Antiform, Arte Povera oder Materialästhetik versuchten, die neuen Formen zu fassen.

„Reichtum: Schwarz ist Gold“, Führung durch die Ausstellung

Auf einer Fläche von etwa 800 Quadratmetern werden insgesamt 48 Arbeiten von 21 Künstlern aus Frankreich, Südafrika, den Vereinigten Staaten, Schottland, Italien, Belgien und Deutschland im Lehmbruck Museum ausgestellt.

Es entwickelten sich unterschiedlichste künstlerische Konzepte, um die Kohle unmittelbar erfahrbar zu machen (Richard Serra, Bernard Venet), den Gegensatz von Eleganz und Rohheit bei ihrer industriellen Verarbeitung aufzuzeigen (Reiner Ruthenbeck, Robert Smithson) oder sie in einen erzählerischen Kontext zu rücken (David Hammons, Marcel Broodthears). Andere banden die Kohle in utopische Konzepte ein (ZERO-Gruppe: Otto Piene, Heinz Mack, Günther Uecker) und reflektierten die gesellschaftlichen Umstände ihrer Gewinnung in kritisch-poetischer Form (William Kentridge).

Auf die Ästhetik früherer Werke reagieren mittlerweile auch Künstler der jüngeren Generation, wie Katinka Bock, Peter Buggenhout, Lara Favaretto, Alicja Kwade oder Lucy Skaer. Der „verborgene“ Reichtum der historischen Arbeiten ist zudem Ausgangspunkt von Auftragsarbeiten an Jürgen Stollhans, Kalin Lindena und Frauke Dannert.

„Reichtum: Schwarz ist Gold“ ist vom 3. Mai bis 7. Oktober 2018 im Lehmburck Museum Duisburg zu sehen. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Das Lehmbruck Museum Duisburg hat Dienstag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.


„Alicja Kwade mit Dirk Bell, Gregor Hildebrandt und Rinus Van de Velde“, Kunstmuseum Gelsenkirchen

Im Kunstmuseum Gelsenkirchen ist die in Berlin lebende, international agierende Künstlerin Alicja Kwade (* 1979 in Kattowitz, Polen) zu Gast. Die doppelte Bedeutung des Wortes Kohle aufnehmend stellt die Künstlerin ihre Arbeiten ins Zentrum einer Diskussion um Mensch und Gesellschaft. Kritisch reflektiert sie dabei die komplexen Zusammenhänge von Kohle als Arbeitskraftfaktor, als Energiequelle, und als Metapher für und Ausdruck von Kapital, Ökonomie und Warenwelt. Über zwanzig ihrer skulpturalen und objekthaften Werke aus den Jahren 2007 bis 2018 inszeniert Alicja Kwade in den Wechsel­aus­stellungs­räumen der Alten Villa. Die Präsentation wird ergänzt durch die künstlerischen Perspektiven von Dirk Bell, Gregor Hildebrandt und Rinus Van de Velde.

„Alicja Kwade mit Dirk Bell, Gregor Hildebrandt und Rinus Van de Velde“, Führung durch die Ausstellung

Als Gegenpol zu Alicja Kwade agiert der ebenfalls in Berlin beheimatete Dirk Bell (* 1969 in München). Seine eher intimen Graphit- und Kohlezeichnungen stellen in der Geschichte von Konsum und Kapital das menschliche Subjekt bzw. figurative Details in den Mittelpunkt.

Gregor Hildebrandt (* 1974 in Bad Homburg) verweist mit seinen Objekten aus Vinyl, dem schwarzen Gold der 1970er- bis 1990er- Jahre, und Kassettentapes auf Verwertungszusammenhänge und Demokratisierungsprozesse von Musikkonsum.

„Alicja Kwade mit Dirk Bell, Gregor Hildebrandt und Rinus Van de Velde“, Blick in die Ausstellung

Der in Antwerpen arbeitende Künstler Rinus Van de Velde (* 1983 in Leuven, Belgien) präsentiert in großformatigen Kohlezeichnungen düstere Szenarien aus einer Welt, in der das soziale Gefüge durch ökonomische Verwertungsprozesse weitestgehend zersetzt wurde.

„Alicja Kwade mit Dirk Bell, Gregor Hildebrandt und Rinus Van de Velde“ ist vom 6. Mai bis 16. September 2018 im Kunstmuseum Gelsenkirchen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen hat Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


David Nash, „Holz und Kohle“, Flottmann-Hallen Herne

Flottmann-Hallen

David Nash (* 1945 in Esher, Grafschaft Surrey; lebt und arbeitet in Blaenau Ffestiniog, Nord Wales) erforscht in seinen Arbeiten die künstlerische und künstliche Formbarkeit des natürlichen Stoffes Holz. David Nash arbeitet mit Kettensäge und Axt, um das Holz zu bearbeiten. Seine großen Holzskulpturen sind teilweise verkohlt, um eine Schwärzung der Oberfläche zu erzeugen.

„Holz und Kohle“, Blick in die Ausstellung

In den Flottmann-Hallen in Herne sind eine Reihe seiner verkohlten Holzskulpturen zu sehen, darunter auch eine Arbeit aus Grubenholz, sowie eine Anzahl von großformatigen Kohlezeichnungen. In einem in Wales gedrehten Video von Werner Raeune erhalten die Ausstellungsbesucher Eindrücke vom Künstler und der Entstehungsgeschichte seiner Werke.

„Holz und Kohle“, Blick in die Ausstellung

„Holz und Kohle“ ist vom 5. Mai bis 16. September 2018 in den Flottmann-Hallen in Herne zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Flottmann-Hallen haben Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, an Veranstaltungstagen bis 20 Uhr. In den Sommerferien vom 16. Juli bis 28. August 2018 ist die Ausstellung ausschließlich von Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet!


Ibrahim Mahama, „Coal Market“, Schloss Strünkede

Schloss Strünkede

Das Emschertal-Museum in Herne hat den ghanaischen Künstler Ibrahim Mahama (* 1987 in Tamale, Ghana; lebt und arbeitet in Accra, Kumasi und Tamale, Ghana) eingeladen, das historische Schloss Strünkede im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Kunst & Kohle“ mit gebrauchten Jutesäcken zu verhüllen. Ibrahim Mahama hatte zuletzt 2015 bei der 56. Biennale in Venedig („Out of Bounds“, Arsenale) und 2017 bei der documenta 14 in Kassel („Check Point Sekondi Loco. 1901 – 2030. 2016 – 2017“, Torwache) mit seinen Verhüllungen für Aufsehen gesorgt. Teil des künstlerischen Prozesses ist dabei immer die passgenaue Anfertigung von Jutebahnen, die anschließend wie eine zweite Haut über die Gebäude gelegt werden. Vor allem das gemeinsame Arbeiten und das Zusammentreffen verschiedener Menschen vor Ort, die an der Entstehung des Werkes aktiv teilnehmen, spielen bei der Kunst des Ghanaers eine wichtige Rolle. In seiner Heimat sind die Jutesäcke das landestypische Verpackungsmaterial, mit dem nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kohle über weite Strecken transportiert wird. Die Jutesäcke symbolisieren für Ibrahim Mahama die Auswirkungen des Welthandels, aufgrund ihrer Gebrauchsspuren seien sie ein Beweismittel auf seiner Suche nach Manifestationen globalen kapitalistischen Wirtschaftens in der Welt.

Schloss Strünkede

Schloss Strünkede

vernähte Jutesäcke

Schloss Strünkede

Die „gute“ Nachricht für alle Gegner der Verhüllung: Die Fassade zum Innenhof wird nicht verhüllt!

Schloss Strünkede

Schloss Strünkede am 4. Mai 2018

Schloss Strünkede am 4. Mai 2018

Schloss Strünkede am 4. Mai 2018

Schloss Strünkede am 5. Mai 2018

„Coal Market“ ist vom 5. Mai bis 16. September 2018 am und im Schloss Strünkede zu sehen. Das Kunstwerk wird durch Skizzen sowie Foto- und Videoaufnahmen im Emschertal-Museum erweitert, die den Entstehungsprozess des Kunstwerkes nachzeichnen. Das Emschertal-Museum ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag von 14 bis 17 Uhr sowie Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 0,50 Euro.


„The Battle of Coal“, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Der historische „Kampf um die Kohle“, der 2018 im Ruhrgebiet sein Ende findet, wird in der Ausstellung des Skulpturenmuseums Glaskasten durch Kunstwerke aus der ganzen Welt auf zwei Ebenen thematisiert. Eine der Ebenen ist die der physischen Erfahrungen. Das unmittelbare Ringen mit den Bedingungen untertage, das Hineinfahren in den Berg, das Zurücklegen weiter Strecken zu den Abbaugebieten und schließlich das Herausbrechen der Kohle oder anderer Rohstoffe bestimmen bis heute den Mythos des Bergbaus. Einen akustischen Eindruck dieser Atmosphäre gibt Denise Ritter mit ihrer für Marl neu geschaffenen Klanginstallation „mono/industriell“. In den Schachtanlagen des Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop hat sie unter Tage Töne aufgenommen, diese zu einer Klangcollage verdichtet und kompositorisch weiterverarbeitet, die in einer räumlichen Installation zu erleben ist.

Marl, Citysee und Rathaus

„The Battle of Orgreave“ (2001) von Jeremy Deller (* 1966 in London) steht für die Ebene der sozialen Auseinandersetzungen. Dellers Video ist ein reflektiertes Reenactment der aufgeheizten Situation zum Ende des Kohlebergbaus in England. Während des britischen Bergarbeiterstreiks waren am 18. Juni 1984 bei Orgreave in der Nähe von Sheffield in einer Massenschlägerei 10.000 Kumpel und 3.000 Polizisten aneinandergeraten, wobei sich bürgerkriegsartige Szenen abgespielt haben. In dieser emotional aufgeladenen Arbeit spiegeln sich ökonomische und soziale Widersprüche der britischen Politik wider, die im Vergleich mit der sozialpolitisch abgefederten Entwicklung in Deutschland einen deutlichen Gegensatz aufzeigt.

„The Battle of Coal“, Blick in die Ausstellung

In den Werken von Colleen Alborough (* 1972 in Johannesburg, Südafrika), Nikolaus Gansterer (* 1974 in Klosterneuburg; lebt und arbeitet in Wien), Moritz Fehr (*1981, lebt in Berlin), Andreas Siekmann (* 1961 in Hamm) oder David Zink Yi (* 1973 in Lima, Peru; lebt und arbeitet in Berlin) u. a. werden die Auswirkungen des Kohlebergbaus auf die Umwelt oder generell des Rohstoffabbaus in der globalisierten Welt thematisiert.

„The Battle of Coal“, Blick in die Ausstellung

Die medialen Werke werden durch über 30 unterschiedlich große Skulpturen ergänzt, hauptsächlich aus Eisen und Bronze, die alle einem Thema gewidmet sind: Der Bergmann, der Arbeiter und ihre Schutzheiligen. Diese Figuren aus der Sammlung von Werner Bibl führen die medialen künstlerischen Stellungnahmen wieder auf ihren Ausgangspunkt zurück – die menschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Welt, deren historische Reste es ab Ende 2018 zumindest in Deutschland nur noch im Museum gibt.

„The Battle of Coal“ ist vom 6. Mai bis 16. September 2018 im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl zu sehen. Der Eintritt ist frei. Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl hat Dienstag bis Freitag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.


Helga Griffiths, „Die Essenz der Kohle“, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr präsentiert im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Kunst & Kohle“ die Darmstädter Künstlerin Helga Griffiths und lädt damit gleichzeitig zur letzten Wechselausstellung vor der im Herbst geplanten Sanierung ein.

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, ehemalige Hauptpost am Synagogenplatz

Helga Griffiths (* 1959 in Ehingen an der Donau; lebt und arbeitet in Darmstadt) hat die zeitgenössische Kunst um den Geruchssinn erweitert. Sie gilt auf diesem Gebiet als Pionierin. Anders als das Sehen führt das Riechen unmittelbar in die emotionalen Kerngebiete des Gehirns. Gerüche hinterlassen Spuren im Gedächtnis und lösen noch nach vielen Jahren Erinnerungen an bestimmte Orte, Menschen und Situationen aus.

Helga Griffiths, „18C – Die Essenz der Kohle“

Helga Griffiths arbeitet mit den Verfahren der Feldforschung und Spurensuche ebenso wie mit körperbezogenen und partizipativen Ansätzen. Nach Studien an der Rutgers University, New Jersey, der Kunstakademie Stuttgart sowie der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, erweiterte sie ihr Spektrum am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Seit gut zwanzig Jahren entwickelt sie aufwendige, multisensuelle Wahrnehmungs- und Erlebnisräume, mit denen sie international bekannt geworden ist.

Helga Griffiths, „18C – Permanescence“

Für ihre Einzelausstellung im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr hat sie zwei Erlebnisräume zur Metamorphose von Kohlenstoffen entwickelt, die vom schwärzesten Schwarz bis zum funkelnden Weiß führen und vom Duft der Kohle überlagert werden. Ausgehend von dem Konzept „18C – Erinnerung an eine verflüchtigte Landschaft“ hat sie in Zusammenarbeit mit dem Parfümeur Karl-Heinz Bork aus der destillierten Essenz von Steinkohle den Duft „18C – Essenz der Kohle“ komponiert. Der Duft erinnert an den langen Entstehungsprozess von Kohle. Dieser reicht von der Entstehung von Kohlenstoff im Weltall, über die Urwälder der Karbonzeit, dem Prozess der „Inkohlung“ abgestorbener Pflanzen bis hin zu Abbau und Verbrennung. Exklusiv zur Ausstellung erscheint in einem aufwendig gestalteten Flakon die Duftkreation „18C“ in limitierter Auflage von 250 Stück. Über 2018 hinaus hält so ein Duft Erinnerungen an das Zeitalter der Kohle wach. Übrigens wurde bereits 1913 eine Patent für die Kohleverflüssigung (Kohlehydrierung) erteilt, allerdings wurde die Kohleverflüssigung zur Herstellung von synthetischem Benzin nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland wegen der konkurrenzlos niedrigen Erdölpreise nicht fortgeführt.

Eine Videoinstallation zeigt die Gewinnung der Essenz aus Steinkohle im Destillationsverfahren. Vom „schwarzen Gold“ zum glänzenden Diamanten: Weiterhin funkelt im ersten Ausstellungsraum ein aus einem Stück Steinkohle im Labor gezüchteter Diamant im Licht. Übrigens, seit 1955 ist es mit Hilfe des so genannten Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens bei Drücken von bis zu 6 GPa und Temperaturen von über 1500 °C möglich, künstliche Diamanten aus Graphit herzustellen.

Helga Griffiths, „18C – Incandescence“

Im zweiten Ausstellungsraum lässt eine dynamisch gesteuerte, spiralförmige Lichtinstallation an die ungeheuren Energien und die (Farb-) Explosionen denken, die die Entstehungs- und Transformationsprozesse von Kohle begleitet haben. Die abstrahierten, züngelnden und knisternden Licht- und Klangsequenzen veranschaulichen zudem auch den menschlichen Einfluss auf den Kohlenstoff-Zyklus und erinnern an die unterirdischen Kavernen, in denen die Steinkohle abgebaut wurde.

Ausstellungsbesucher in der spiralförmigen Lichtinstallation „18C – Incandescence“ von Helga Griffiths

Helga Griffiths – „Die Essenz der Kohle“ ist vom 6. Mai bis 16. September 2019 im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr zu sehen. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr hat Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Mittwochs ist der Eintritt ab 14 Uhr frei.


„GLÜCK AUF! Comics und Cartoons von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers“, LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Das Thema der Kohle ist im Bereich von Comic und Cartoon wahrlich kein zentrales und doch gibt es eine ganze Reihe von ungewöhnlichen Positionen. In höchst unterschiedlicher Herangehensweise und Umsetzung haben die beteiligten Zeichnerinnen und Zeichner Geschichten um das „schwarze Gold“ gesponnen.

„GLÜCK AUF! Comics und Cartoons von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers“, Blick in die Ausstellung

Die Ducks im Ruhrgebiet halten sich unter Tage auf, Hendrik Dorgathens Stahlgolem und Ulf K.s Hieronymus B. berichten vom Strukturwandel. Dachma erinnert sich an den Kohlenstaub in der Luft und Ulrike Martens lässt den Kohlibri aufsteigen. Isabel Kreitz führt uns didaktisch in den Bergbau des Mittelalters, Ralf Königs Figuren Bodo und Heinz widmen sich der Arbeitssicherheit unter Tage und Thorsten Wieser erzählt eine fiktive Künstlerbiografie – vom Kohlenhändler zum Malergenie und wieder zurück. Jamiri freut sich über den Stahlabstich, während Ralf Marczinczik und Steff Murschetz die mehr als schwierigen Produktionsbedingungen um 1900 thematisieren. Doch dass die Kohle auch weit jenseits des Ruhrgebietes eine Rolle spielen kann, zeigt Walter Moers zusammen mit Florian Biege, die in das ferne Reich Zamoniens entführen.
Als special guests bekommen Kumpel Anton, gezeichnet von Otto Berenbrock, und Opa Hausen von Dirk Trachternach einen Auftritt.

„GLÜCK AUF! Comics und Cartoons von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers“, Dirk Trachternach (* 1978 in Recklinghausen), Opa Hausen, 2015

Dass die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen im Kanon der RuhrKunstMuseen ihrem Spezialgebiet der Populären Galerie nachgehen und das Thema vom zeichnerischen Standpunkt aus Comic-Sicht beobachten kann, zeigt, wie groß die Bandbreite ist, die die Kunst- und Museumsszene des Reviers zu bieten hat.

„GLÜCK AUF! Comics und Cartoons von Kumpel Anton über Jamiri bis Walter Moers“ ist vom 2. Mai bis 9. September 2018 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen im Kleinen Schloss zu sehen. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen hat Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen (Pfingstmontag) von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


«auf» – Gert & Uwe Tobias, Kunsthalle Recklinghausen

«auf» – Gert & Uwe Tobias, Blick in die Ausstellung

Die Zwillingsbrüder Gert & Uwe Tobias (* 1973 in Brașov, Rumänien; leben und arbeiten Köln) konzentrieren sich im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Kunst & Kohle“ in ihrer Ausstellung «auf» in der Kunsthalle Recklinghausen auf großformatige Holzschnitte und keramische Objekte. Dabei bezieht sich «auf» auf den verkürzten Bergarbeitergruß „Glückauf“. Wie in einem Bergwerk fahren die Besucher durch einen Tunnel in den Recklinghäuser Kulturbunker ein, an dessen Ende man vor einem verstörenden Bild der heiligen Barbara steht, zumindest deutet die Grubenlampe darauf hin. Zum Ende des Rundgangs durch die Ausstellung kehrt man in die Welt über Tage zurück. Eine merkwürdige Analogie, wenn man bedenkt, dass man sich in einem ehemaligen Luftschutzbunker befindet, in dem man durch meterdicke Betonwände von der Außenwelt getrennt ist.

«auf» – Gert & Uwe Tobias, Blick in die Ausstellung

«auf» – Gert & Uwe Tobias ist vom 6. Mai bis 16. September 2019 in der Kunsthalle Recklinghausen zu sehen. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Kunsthalle Recklinghausen hat Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


Veranstaltungen: „Abbauhammerkonzerte“ von und mit Christof Schläger

Abbauhammer, Hersteller Flottmann-Werke, Herne

Der Albtraum eines Bergmanns unter Tage sind die „Schlagenden Wetter“, eine Methangasexplosion unter Tage. Druckluft ist die Lösung, es entstehen keine Funken, die das Gasgemisch zünden können. So entsteht ein wahrer Druckluft-Klangkosmos, erfüllt von zischenden Ventilen, aufheulenden Druckluftmotoren und ratternden Presslufthämmern. Christof Schläger verwandelt die Maschinenteile zu echten Klangkunstwundern. Aus „heißer Luft“ wird erstaunlich schöner Lärm, der einer genauen Partitur folgt. Während des Konzertes haben drei Bergmänner am Nagelhammer, dem Schlagschrauber und der pneumatischen Wasserpumpe ihre Einsätze. Eine Aufführung dauert etwa 25 Minuten.

Abbauhämmer

Abbauhammer in einem Kesselboden

Termine
31. Mai 2018, 15.00 Uhr: Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
9. Juni 2018, 20.00 Uhr: Flottmann-Hallen Herne
21. Juni 2018, 19.00 Uhr: Lehmbruck Museum, Duisburg
23. Juni 2018, 15.30 Uhr: Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
26. August 2018, 12.00 Uhr: Kunsthalle Recklinghausen
16. September 2018, 12.00 Uhr: Kunstmuseum Bochum

Die „Abbauhammerkonzerte“ finden im Außenraum statt.

pneumatische Wasserpumpe

Kommentare