Ankündigung: „West Side Story“ am Theater Dortmund

„West Side Story“ – nach einer Idee von Jerome Robbins und nach Shakespeares „Romeo and Julia“; Musik: Leonard Bernstein; Liedtexte: Stephen Sondheim; Buch: Arthur Laurents; Deutsche Fassung: Frank Tannhäuser, Nico Rabenald; Inszenierung: Gil Mehmert; Choreografie: Jonathan Huor; Bühne: Jens Kilian; Kostüme: Falk Bauer; Dramaturgie: Ulrike Schröder, Laura Knoll; Musikalische Leitung: Philipp Armbruster. Darsteller: Anton Zetterholm/Philipp Büttner (Tony), Iréna Flury/Sybille Lambrich (Maria), Dorina Garuci (Anita), Markus Schneider (Riff), N. N. (Action,), N. N. (A-Rab), N. N. (Baby John), N. N. (Snow Boy), N. N. (Big Deal), N. N. (Diesel), N. N. (Gee-Tar), N. N. (Mouthpiece), N. N. (Tiger), N. N. (Graziella), N. N. (Velma), N. N. (Minnie), N. N. (Clarice), N. N. (Pauline), N. N. (Anybodys), Sascha Luder (Bernardo), N. N. (Chino), N. N. (Pepe), N. N. (Indio), N. N. (Luis), N. N. (Anxious), N. N. (Nibbles), N. N. (Juano), N. N. (Toro), N. N. (Moose), N. N. (Rosalia), N. N. (Consuela), N. N. (Teresita), N. N. (Francisca), N. N. (Estella), N. N. (Margarita), N. N. (Doc), N. N. (Lt. Schrank), N. N. (Officer Krupke), N. N. (Glad Hand). Broadway-Premiere: 26. September 1957, Winter Garden Theatre, New York. West-End-Premiere: 12. Dezember 1958, Her Majesty’s Theatre, London. Deutsche Erstaufführung: 16. Juni 1961, Deutsches Theater, München. Deutschsprachige Erstaufführung: 25. Februar 1968, Volksoper, Wien. Premiere: Spielzeit 2018/19, Theater Dortmund, Opernhaus, Dortmund.



„West Side Story“


Der Broadway-Klassiker am Opernhaus Dortmund


Die „West Side Story“, nicht nur die bekannteste Vertonung von William Shakespeares „Romeo und Julia“, sondern auch eines der größten Werke des amerikanischen Musiktheaters, behandelt am Beispiel zweier rivalisierender Jugendbanden die Schwierigkeiten und Gegensätze zwischen den ein­ge­wan­derten Puertoricanern (‚Sharks‘) und den Einheimischen der New Yorker West Side (‚Jets‘) um 1955. Aus diesen rivalisierenden Banden verlieben sich Tony und Maria ineinander, doch angesichts der Feindseligkeiten ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt. Die Produktion erlebte am 26. September 1957 ihre Broadway Premiere am Winter Garden Theatre und wurde mit zwei Tony Awards ausgezeichnet, Jerome Robbins erhielt die Auszeichnung für seine Choreografie, und Oliver Smith für das Bühnenbild. Nach 732 Vorstellungen und einer daran anschließenden Tournee kehrte das Stück am 27. April 1960 für weitere 249 Aufführungen an den Broadway zurück. Es gab bisher zwei weitere Broadway Revivals, 1980 wurde die „West Side Story“ vom 14. Februar bis 30. November am Minskoff Theatre gezeigt, und die Neuinszenierung von Arthur Laurents am Palace Theatre wurde in 748 Vorstellungen vom 19. März 2009 bis 2. Januar 2011 gespielt. Das Stück wurde 1961 verfilmt; der Film wurde für elf Oscars nominiert, wovon er immerhin zehn tatsächlich erhalten hat. Bei der „West Side Story“ verschmelzen Musik, Schauspiel und Tanz in nahezu unübertrefflicher Form, und die in der von Robert E. Griffith und Harold S. Prince produzierten Uraufführung von Jerome Robbins choreographierten Tanzsequenzen gerieten zum beinahe wichtigsten Stilmittel. Robbins erarbeitete mit jedem Tänzer ein individuelles Repertoire an Gesten und schuf damit ein stilisiertes Tanztheater, das die bedrohlichen Auseinandersetzungen der Jugendlichen überzeugender auf die Bühne brachte als jede realistische Darstellung.

Noch hat der designierte Intendant der Oper Dortmund, Heribert Germeshausen, seine Pläne für die neue Spielzeit 2018/19 mit Ausnahme des Projekts „Musicircus“ von John Cage am 6. Oktober 2018 nicht öffentlich konkretisiert, aber wie das mit Geheimnissen eben so ist, sobald auch nur an einer einzigen Stelle etwas verraten wird, war’s das mit der „Geheimniskrämerei“… Es ist zwar nie einfach, diese Stelle zu finden, mitunter hilft aber auch der Zufall weiter… Und eben jener hat die Musicalproduktion der Spielzeit 2018/19 am Opernhaus Dortmund ans Tageslicht befördert. Mit der „West Side Story“ kann man sicher nichts falsch machen, und nachdem Regisseur Gil Mehmert am Opernhaus Dortmund zuletzt „Sunset Boulevard“ und „Jesus Christ Superstar“ erfolgreich inszeniert hat und seine Inszenierung der „West Side Story“ auf dem Magdeburger Domplatz im vergangenen Jahr restlos ausverkauft war, was spräche da dagegen, zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein (* 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts, † 14. Oktober 1990 in New York City, New York) am Operhaus Dortmund die „West Side Story“ in einer Inszenierung von Gil Mehmert zu zeigen!? „Something’s coming“…

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