Tag des offenen Denkmals 2018

Anmeldephase für Veranstalter am Denkmaltag hat begonnen

1984 rief Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren u. a. die Niederlande, Schweden, Dänemark und Belgien dem Beispiel. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum „Tag des offenen Denkmals“ mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Macht und Pracht“ haben 2017 rund 3,5 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die rund 7.500 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 10. September 2017 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2018, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Im Jubiläumsjahr „25 Jahre Tag des offenen Denkmals in Deutschland“ steht die Kulturaktion am 9. September 2018 unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Damit nimmt das Thema explizit Bezug auf den Slogan des Europäischen Kulturerbejahrs in Deutschland „Sharing Heritage“. Veranstalter wie Besucher können in diesem Jahr Fragen auf den Grund gehen wie: Welche europäischen Einflüsse lassen sich in unserer Denkmallandschaft finden? Oder welche länderübergreifend tätigen Baumeister prägten unsere Städte und Dörfer? Und welche Hinweise auf Verbindungen jedweder Art lassen sich bei archäologischen Fundorten und Fundgütern ablesen? Die Antworten geben Baustile, Stilelemente, Materialien, technische oder künstlerische Fertigkeiten.

Ochsenhausen (Baden-Württemberg), die Malletlokomotive 99 633 von 1899 steht unter Denkmalschutz. Diese Lokomotivbauart wurde nach ihrem Erfinder, dem Schweizer Ingenieur Jules T. Mallet, benannt. Sie ist bis heute in vielen Ländern Europas bei Museumsbahnen im Einsatz. © Gerhard Baum

Die Anmeldung erfolgt unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2018. Die Stiftung stellt kostenfrei für die Werbung vor Ort Plakate und weitere Materialien zur Verfügung.

Neuwegersleben (Sachsen-Anhalt), die Telegraphenstation war die Nummer 18 von insgesamt 62 Stationen der königlich-preußischen optischen Telegraphenlinie Berlin-Koblenz. Sie war in der Zeit von 1833 bis 1849 in Betrieb. © Marlies Müller

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