Kunst und Naherholung im Essener Süden

Am Baldeneysee von Werden nach Heisingen

In der BaldeneySteig-Wanderkarte ist ein rund einstündiger Spaziergang durch Essen-Werden als lohnenswerter Abstecher zur Hauptroute aufgeführt, wobei dieser durch die Altstadt zu den bedeutenden Baudenkmälern wie beispielsweise der ehemaligen Abtei und der Basilika St. Ludgerus führt. Aber es gibt in Werden auch noch andere Dinge zu sehen, die nicht in dieser Wanderkarte eingezeichnet sind und die m. E. ebenso einen Abstecher lohnen. Dann kommt man allerdings nicht mit einer Stunde aus, und man kann den BaldeneySteig BaldeneySteig sein lassen…

ehemalige Abtei Werden, dahinter die Basilika St. Ludgerus

Bäckerei Küpper

Am Platz der Werdener Feintuchwerke sind seit Dezember letzten Jahres die Skupturen „Herold“ und „Musica“ aus Holz von Roger Löcherbach (* 1963 in Kirchen/Westerwald, lebt und arbeitet in Essen) zu finden.

„Musica“ und „Herold“ von Roger Löcherbach, 2016, Platz der Werdener Feintuchwerke

„Musica“ von Roger Löcherbach, 2016, Platz der Werdener Feintuchwerke

„Zollverein Schacht XII“

Etwas versteckt in einer Seitenstraße kann man eine bildliche Reise unternehmen, zum UNESCO-Welterbe Zollverein oder gleich bis zum anderen Ende der Welt nach Australien…

„Australien“

„Australien“

Tier-Skulpturen von vier Werdener Honnschaften, Kuh für Heidhausen von Roger Löcherbach, 2017, Am Schwarzen

Auf der linken Ruhrseite im ehemaligen Gebiet von Stadt und Stift Werden bestanden bis 1857 sieben Honnschaften (Hundertschaften), wovon die Honnschaften Heidhausen, Holsterhausen, Fischlaken und Hamm erhalten geblieben sind. Die Tier-Skulpturen von Roger Löcherbach erinnern an diese vier Werdener Honnschaften, die in der Heimatsprache Tiernamen tragen: Kuh für Heidhausen (alter Ortsname Kuh-Heiidsen), Pferd für Holsterhausen (alter Ortsname Päd-Holsterhusen), Ferkel für Fischlaken (alter Ortsname Ferkes-Fischlaken) und Ziege für Hamm (alter Ortsname Hippen-Hamm).

Tier-Skulpturen von vier Werdener Honnschaften, Pferd für Holsterhausen von Roger Löcherbach, 2017, Am Schwarzen

Tier-Skulpturen von vier Werdener Honnschaften, Ferkel für Fischlaken von Roger Löcherbach, 2017, Am Schwarzen

Tier-Skulpturen von vier Werdener Honnschaften, Ziege für Hamm von Roger Löcherbach, 2017, Am Schwarzen

Pilze im Heissiwald

Ein Stück des Weges den BaldeneySteig im Uhrzeigersinn im Stadtteil Bredeney befindet sich das Wildgatter Heissiwald, wo in einem 6 Hektar großen, eingezäunten Gelände gegenüber der Rabenwiese Rotwild, Damwild, Wildschweine und eurasische Wildschafe (Muflons) leben.

Wildgatter Heissiwald

Blick auf die zum Baldeneysee aufgestaute Ruhr, links ist im Krupp-Wald der frühere Wohnsitz der Familie Krupp, die Villa Hügel, zu erkennen

Essen-Werden

„Seeblick“

Wer den neuen „Seeblick“ an der Freiherr-vom-Stein-Straße zwischen Seaside Beach Baldeney und Schloss Baldeney sehen möchte, darf nicht den BaldeneySteig über die Ruhrhöhen nehmen, sondern muss stattdessen am Nordufer des Baldeneysees entlanglaufen. Angeblich soll der Ausblick am „Seeblick“ einzigartig sein, ein ähnlicher Pavillon steht jedoch auch am Anleger der Weißen Flotte Baldeney in Heisingen. Dem Bericht einer lokalen Tageszeitung zufolge soll der neue „Seeblick“ 235.000 Euro kosten, in denen auch ein neuer Anleger der Weißen Flotte Baldeney enthalten ist, von dem bisher aber noch nichts zu sehen ist. Macht aber auch nichts, denn die diesjährige Saison der Weißen Flotte Baldeny ist bereits beendet, und bis nächstes Jahr fließt noch eine Menge Wasser die Ruhr hinunter. Momentan ist der Weg zum „Seeblick“ jedenfalls eine Sackgasse, der Weg am Ufer des Baldeneysees führte schon immer um das ehemalige Strandbad Baldeney (heute Seaside Beach Baldeney) herum, und auch weiter Richtung Heisingen existiert kein Weg unmittelbar am Ufer, hier muss man um Schloss Baldeney herumlaufen.

„Seeblick“. Seepavillon

Freiherr-vom-Stein-Straße

Fördergerüst der ehemalige Zeche Carl Funke Schacht 1

Wer gern alten Zechenkolonien nachspürt, dem sei der Abstecher von der Lanfermannfähre zur Siedlung Carl Funke in der Carl-Funke-Straße empfohlen. Die ab 1900 errichtete Siedlung wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt und beeindruckt durch ihre architektonische Geschlossenheit.

Siedlung Carl Funke

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