Sonntag, 8. September 2013

Tag des offenen Denkmals 2013

Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?

Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum Tag des offenen Denkmals mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Holz“ haben 2012 mehr als 4,5 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die mehr als 8.000 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 9. September 2012 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2013, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Rund 7.500 historische Gebäude, archäologische Stätten, Gärten und Parks sind am Tag des offenen Denkmals am 8. September 2013 geöffnet, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ steht. Damit stellt der Denkmaltag die zentralen Fragen der Denkmalpflege in den Mittelpunkt: Was ist wert, erhalten zu werden und weshalb? Was macht Denkmale unbequem, wann und für wen? Das Motto ist bewusst weit gefasst. Denkmale, die an Krieg und Unrecht erinnern sind ebenso im Fokus wie Denkmale der Nachkriegsmoderne oder nicht mehr genutzte Industriebauten und historische Gebäude in strukturschwachen Gegenden. Alle diese Objekte können für jeden sichtbar machen, vor welche Herausforderungen die Anforderungen des Denkmalschutzes Besitzer, Planer, Handwerker und Denkmalpfleger stellen können - und wie sie gemeinsam bewältigt werden. Der Tag ist zugleich eine Leistungsschau, bei der gezeigt wird, wie sehr es sich lohnt, sich für alle historischen Bauwerke einzusetzen.

Die Auswahl „geeigneter“ Denkmale, über die an dieser Stelle berichtet werden kann und die in den vergangenen Jahren in diesem Weblog noch nicht vorgestellt wurden, gestaltete sich in diesem Jahr etwas schwierig. Sei es, dass Eigentümer der Denkmale keine Fotos gestatten, wie beispielsweise der Landschaftsverband Rheinland in seinem LVR-Industriemuseum Oberhausen im Peter-Behrens-Bau, oder dass die Ansprechpartner auf die Frage nach Fotos überhaupt nicht geantwortet haben, was auch nicht sonderlich hilfreich/höflich ist.

Rund 4 Millionen Besucher wurden bundesweit bei allen Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals 2013 gezählt. Dies teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. Der Tag des offenen Denkmals 2014 am 14. September 2014 wird unter dem Motto „Farbe“ stehen.


Hochbunker und Kriegsgräberstätte Eiserne Hand, Essen

Denkmale können aus verschiedenen Gründen „unbequem“ sein. Beispielhaft seien Bunker-, Festungs- und Verteidigungsanlangen sowie Kriegerdenkmale und Kriegs­gräber­stätten aus vielen Jahrhunderten, Konzentrations- und Arbeitslager der NS-Zeit, DDR-Wachtürme, Reste ehemaliger DDR-Grenzanlagen und auch NS- und DDR-Verwaltungs- oder Versammlungsbauten genannt, die heute aufgrund der politischen und sozialen Umstände ihrer Entstehungs- oder Nutzungszeit ein gewisses Unbehagen oder eben negative Gefühle auslösen.

Hochbunker „Eiserne Hand“

Der Hochbunker „Eiserne Hand“ im Essener Stadtteil Ostviertel wurde von Dezember 1940 bis April 1941 im Rahmen des Oktober 1940 angeordneten reichsweiten „Führer-Sofortprogramms“ für 430 Personen für den Luftschutz erbaut. Er wurde zuletzt 1983 in der Endzeit des „Kalten Krieges“ mit einer neuen ABC-Schutzbelüftungsanlage für den Zivilschutz modernisiert. Der Hochbunker ist Bundeseigentum und soll – wie der Hochbunker an der Körnerstraße/Ecke Oberdorfstraße – verkauft werden.

Hochbunker „Eiserne Hand“, Eingang Südseite

Hochbunker „Eiserne Hand“, geöffnete Innentür

Hochbunker „Eiserne Hand“, geöffnete Innentür

Hochbunker „Eiserne Hand“, Abluftventil

Hochbunker „Eiserne Hand“, gasdichte Luke zum Sandfilterraum

Hochbunker „Eiserne Hand“, Schutzbelüftungs-Belüftungsmaschine

Hochbunker „Eiserne Hand“, Schutzbelüftungs-Belüftungsmaschine

Hochbunker „Eiserne Hand“, Raumüberdruck-Messgerät

Hochbunker „Eiserne Hand“, Überdruckventil

Hochbunker „Eiserne Hand“, Erschließungsraum im Obergeschoss

In der Nähe des Hochbunkers verläuft ein etwa 100 Meter langer Luftschutzstollen der Zeche Graf Beust, in dem am 12. Dezember 1944 bei einem großen Luftangriff auf Essen 99 sowjetische Kriegsgefangene als Bergbau-Zwangsarbeiter und ein deutscher Unteroffizier durch Bombentreffer über dem Stollen ums Leben kamen. Die 1963/64 angelegte Gedenkstätte erinnert mit einem Bronzerelief daran, dass die Gebeine der Kriegsgefangenen noch heute in dem Stollen ruhen.

Kriegsgräberstätte der Zeche Graf Beust mit Bronzerelief von Bildhauer Peter Weiß, Darmstadt (1964)


Hochbunker Körnerstraße/Ecke Oberdorfstraße, Essen-Altendorf

Hochbunker Körnerstraße/Ecke Oberdorfstraße („Annabunker“)

Der runde Hochbunker an der Körnerstraße/Ecke Oberdorfstraße („Annabunker“) wurde 1942 von Zwangsarbeitern aus Beton errichtet und 1987/88 während des „Kalten Krieges“ mit einer neuen ABC-Schutzbelüftungsanlage für den Zivilschutz modernisiert, er war zuletzt für 1.473 Personen vorgesehen. Die Fassade des Bunkers wurde im Herbst 2000 im Rahmen des internationalen UNESCO-Projektes „Mural-Global“ gestaltet, die Leitung des Projekts zum Thema „Leben in einer Welt“ in Essen-Altendorf hatte die Essener Künstlerin Moni van Rheinberg (* 28. Juli 1952 in Salzgitter, † 8. Februar 2006 in Essen). Die beiden Künstler Claudio Francia (* 1958 in Valparaíso/Chile) und Xolile Mtakatyka (* 1968 in Khayelitsha, Cape Town/Südafrika) haben sich an der Aktion beteiligt. Der Hochbunker steht durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zum Verkauf.

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)

„Leben in einer Welt“ von Moni van Rheinberg, Claudio Francia, Xolile Mtakatyka u. a. (2000)


Zeche Bergmannsglück, Gelsenkirchen-Buer

Im Dornröschenschlaf: Zeche Bergmannsglück

Die Steinkohlenförderung auf Zeche Bergmannsglück in Gelsenkirchen-Buer wurde bereits 1961 eingestellt, die Förderanlagen wurden komplett abgebrochen. Torgebäude und einige Nebengebäude sind erhalten geblieben, darunter das 1911 errichtete Fördermaschinenhaus zu Schacht 2. Dort ist die Zwillingsdampffördermaschine von der Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911 mit zugehöriger gusseiserner Treibscheibe zu sehen, auch die originalen Wandfliesen sind erhalten. Die „Geschichtsfreunde Hassel-Bergmannsglück“ bemühen sich um den Erhalt der historischen Gebäude, langfristig ist jedoch damit zu rechnen, dass die Gebäude mit Ausnahme des denkmalgeschützten Fördermaschinenhauses und des Zechenschalthauses komplett abgerissen werden.

Zeche Bergmannsglück, Werkstattgebäude

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911, mit dazugehöriger Treibscheibe und Teufenanzeiger

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Treibscheibe

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911, mit dazugehöriger Treibscheibe

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911, mit dazugehöriger Treibscheibe

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Treibscheibe

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Schalttafel

Zeche Bergmannsglück, Fördermaschinenhaus, Wandfliesen


Rathaus Gelsenkirchen-Buer

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, Fenster „Gesundheit“ von Eduard Bischoff (1952) in der Eingangshalle

Das Rathaus in Buer wurde von 1910 bis 1912 nach Entwürfen und unter Leitung von Regierungsbaumeister Josef Peter Heil (* 30. August 1873 in Bodenheim, † 22. März 1946) errichtet. Am 1. April 1928 wurde die Stadt Buer mit dem Amt Horst und der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen zur neuen kreisfreien Stadt Gelsenkirchen-Buer zusammengelegt, die seit 21. Mai 1930 den Namen Gelsenkirchen trägt. Buer wird seitdem als Stadtteil von Gelsenkirchen geführt. Seit November 1988 stehen der Altbau mit dem knapp 64 Meter hohen Rathausturm und der Paternoster von 1953 unter Denkmalschutz. Auf die geätzten und geschliffenen Glasfenster nach Entwürfen von Eduard Bischoff (* 25. Januar 1890 in Königsberg, † 1. April 1974 in Soest) in der Eingangshalle des Erweiterungsbau wurde bei der Turmführung, die in der Eingangshalle begann, nicht einmal hingewiesen. Nachdem das neue Hans-Sachs-Haus am vergangenen Wochenende als neues Rathaus eröffnet wurde, bleibt das Rathaus in Buer als so genanntes „technisches Rathaus“ bestehen. Dort verbleiben u. a. die Referate Verkehr, Stadtplanung, Bauordnung und selbstverständlich auch das BÜRGERcenter.

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, Paternoster

Der Paternoster im Rathaus in Buer fährt nur noch zu besonderen Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals.

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, Paternoster

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, eine der vier Turmuhren

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, Rathausturm

Rathaus Gelsenkirchen-Buer

Rathaus Gelsenkirchen-Buer, Rathausturm


Zeche Recklinghausen II, Recklinghausen-Hochlarmark

Zeche Recklinghausen II, Fördergerüst Schacht IV „Konrad Ende“

Die Steinkohlenförderung auf der Zeche Recklinghausen II wurde 1974 eingestellt. Bis heute zeugen das ehemalige Fördermaschinenhaus und das „Deutsche Strebengerüst“ von Schacht IV „Konrad Ende“ – benannt nach einem Direktor der Salzgitter AG – von der Bergbauvergangenheit. Das Fördergerüst präsentiert sich in einem erbärmlichen Zustand, die dazugehörige Maschinenhalle aus den Jahren 1963/64 wurde vom Verein für Bergbau- und Industriegeschichte Recklinghausen e. V. mit erheblicher Eigenleistung restauriert. Die im westlichen Maschinenhaus erhaltene Zwillingsdampffördermaschine wurde von der Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, 1967 als eine der vermutlich letzten Dampffördermaschinen in Deutschland gebaut. Mit einem Zylinderdurchmesser von 1.350 mm hatte sie eine Nennleistung von 2.795 kW (3.800 PS), die dazugehörige Treibscheibe hat einen Durchmesser von 8.800 mm.

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1967, mit dazugehöriger Treibscheibe und Teufenanzeiger

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1967, mit dazugehöriger Treibscheibe und Teufenanzeiger

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Treibscheibe, Durchmesser 8800 mm, und Teufenanzeiger

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1967

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1967

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1967

Zeche Recklinghausen II, Fördermaschinenhaus, Dampfzufuhr


LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, Dortmund-Bövinghausen

Dampflok „ANNA Nr. 6“, schwere, vierachsige Industriedampflok mit einer Leistung von 700 PS, Hersteller Krupp, Essen, Baujahr 1940, Fabrik-Nummer 2188

Das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen ist natürlich einer der Klassiker am Tag des offenen Denkmals im Ruhrgebiet, markiert doch der Erhalt der 1902/1903 nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Möhring als Stahlfachwerkbau errichteten Maschinenhalle mit dem Jugendstilportal den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland. Die Maschinenhalle wird augenblicklich – immer noch – restauriert, die erste Buntglasscheibe im Jugendstilportal ist bereits wieder zerstört. Sie ist neuerdings regelmäßig sonntags im Rahmen einer Führung unter dem Motto „Das Denkmal, seine Geschichte, seine Technik, seine Zukunft“ zugänglich. Am Tag des offenen Denkmals wurde der älteste Druckluftkompressor der Zeche Zollern von 1902 vorgeführt. Auch Führerstandsmitfahrten auf der schweren, vierachsigen Industriedampflok „ANNA Nr. 6“ wurden angeboten.

Dampflok „ANNA Nr. 6“, schwere, vierachsige Industriedampflok mit einer Leistung von 700 PS, Hersteller Krupp, Essen, Baujahr 1940, Fabrik-Nummer 2188

Straßenmalerei von Lydia und Vanessa Hitzfeld

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Jugendstilportal

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Jugendstilportal

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Jugendstilportal

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, elektrische Hauptschachtfördermaschine, Hersteller Siemens & Halske, Baujahr 1902/03

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Arbeitsplatz des Fördermaschinisten

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor, Hersteller Maschinenfabrik Rudolf Meyer, Mülheim an der Ruhr, Baujahr 1902, Motor von der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vormals Schuckert & Co., Nürnberg

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor

Zeche Zollern II/IV, Maschinenhalle, Dampfkompressor


Ehemalige Textilfabrik Johann Caspar Troost, Mülheim an der Ruhr

Ehemalige Textilfabrik Johann Caspar Troost

Bei der „Entsorgung“ ihres „unbequemen“ Denkmals sind die Vereinigte August Thyssen-Stiftungen bereits einen Schritt weiter. Die ehemaligen Textilfabrik Johann Caspar Troost in Mülheim an der Ruhr ist das älteste und vom Abbruch gefährdete Industriedenkmal des Ruhrgebietes. Der ehemalige Besitzer, die Vereinigte August Thyssen-Stiftungen, möchte es abreißen und dazu aus der Denkmalliste streichen lassen, und auch eine gerichtliche Klärung brachte keine Einigung mit der Denkmalbehörde. Derweil ist das Denkmal dem Verfall preisgegeben und wurde an einen Bauunternehmer verkauft. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die alten Gebäude zusammenfallen.

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