Sonntag, 22. September 2013

Kulturiade – Ein Blick hinter Essener KulTüren

Das Eröffnungswochenende bei der Theater und Philharmonie Essen

An diesem Wochenende startete auch die Theater und Philharmonie Essen GmbH mit dem traditionellen Theaterfest im Grillo-Theater und einem Tag der offenen Tür im Aalto-Theater und der Philharmonie in die neue Spielzeit. Allerdings übt die Theater und Philharmonie Essen GmbH in allen ihren Spielstätten das Hausrecht aus und verbietet mit Hinweis auf dieses Recht Fotografieren sowie Bild- und Ton­auf­zeichnungen innerhalb ihrer Gebäude. Es hält sich zwar niemand daran, beim Betreten der Gebäude wird beim Tag der offenen Tür an den Eingängen auch nicht auf dieses Verbot hingewiesen, aber aus diesem Grund wird hier auf jegliche Berichterstattung von Veranstaltungen innerhalb der Gebäude in Bild oder Ton verzichtet.

„A Solas Sin Mi“

Damit kommen wir dann auch schon zum einzigen nicht Theater-bezogenen Auftritt der spanischsprachigen Popband „A Solas Sin Mi“ aus Essen, die am Samstagabend auf dem Theaterplatz aufgetreten ist und in ab und an wechselnder Besetzung um Sängerin und Gitarristin Miriam Suárez Argueta das Publikum begeistert. Im vergangenen Jahr wurde sie zur „Ruhrcharts-Sommerband 2012“ gewählt. Auch an diesem Abend heizte „A Solas Sin Mi“ dem Publikum den kühlen Temperaturen trotzend mit ihrem gut einstündigen Programm ein.

„A Solas Sin Mi“: Miriam Suárez Argueta

„A Solas Sin Mi“: Gunnar Köllmann

„A Solas Sin Mi“: Paolo Dinuzzi

„A Solas Sin Mi“: Martin Blinkert

„A Solas Sin Mi“: Miriam Suárez Argueta

Am Sonntag gab es unter dem Motto „I need a hero“ sogar einen Auftritt der beiden Musicaldarsteller Claudia Dilay Hauf und Thomas Hohler im Stadtgarten, begleitet von Heribert Feckler am Klavier, obwohl sich die Theater und Philharmonie Essen in dieser Spielzeit endgültig vom Genre Musical verabschiedet hat, auch im Grillo-Theater, wo es in der letzten Spielzeit noch die Uraufführung von „Die Erschaffung der Welt – Das Musical“ gegeben hat. Thomas Hohler wird in der laufenden Spielzeit als Hans in „Into the Woods“ am Grenzlandtheater Aachen (Premiere 18. Dezember 2013, Regie Ulrich Wiggers) zu sehen sein.

Claudia Dilay Hauf

Claudia Dilay Hauf und Thomas Hohler

Thomas Hohler

Doch „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“ (alte Beleuchterweisheit, nach Johann Wolfgang von Goethe, „Götz von Berlichingen“). Und den gab es in der Philharmonie im RWE Pavillon, zumindest habe ich es so empfunden. Hier hatte sich beim Programmpunkt „KontrasteLatino“ ein älterer, gebrechlicher Herr mit Gehstock einen Sitzplatz seitlich von der Bühne gesucht, da alle Stühle belegt waren. Ich selbst hatte mich schon auf den Boden gesetzt, nachdem etwa 15 Minuten vor Beginn bereits alle Stühle besetzt waren, teilweise zwar nur mit Handtaschen, aber nun gab es tatsächlich keinen freien Stuhl mehr. Eine Dame der Kötter Services forderte den gehbehinderten Herrn daher auf, sich hinzustellen, bis sich schließlich eine andere Besucherin erbarmte und dem Herrn ihren Stuhl zur Verfügung stellte. Mein persönliches Highlight des Tages, willkommen in der neuen Spielzeit.

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