Donnerstag, 15. März 2012

Kloster Kamp

Das erste Zisterzienserkloster im deutschsprachigen Raum am Niederrhein

Terrassengarten

Kloster Kamp wurde 1123 als erstes Zisterzienserkloster im deutschsprachigen Raum gegründet, die ersten Mönche kamen aus dem Zisterzienserkloster Morimond in Frankreich an den Niederrhein. Um 1150 wurde auf dem Kamper Berg mit der Errichtung der Klosteranlage begonnen, die 1586 größtenteils zerstört wurde, nachdem die Mönche das Kloster im Jahr zuvor vollständig aufgegeben hatten. 1683 begann der Wiederaufbau, mit dem Bau der heutigen Klosterkirche wurde 1685 begonnen. Der Terassengarten wurde unter Abt Franziskus Daniels aus Grevenbroich (1733 – 1749) angelegt. Im Zuge der französischen Revolution wurde das Kloster am 6. August 1802 säkularisiert. Erst am 27. Mai 1954 zog ein Konvent der Karmeliter in das Kloster ein, der 2002 wieder aufgelöst wurde. Seit 2003 ist ein Geistliches und Kulturelles Zentrum im Kloster beheimatet.

Terrassengarten

Das äußere Erscheinungsbild der Abteikirche mit den in den östlichen Seitenschiffsjochen aufgesetzten Türmen und den geschweiften Hauben ist insofern untypisch für eine Zisterzienserkirche, als dass die Bauregeln von Bernhard von Clairvaux einen turmlosen Bau vorsehen. Ein Kupferstich von August Querfurth (* 1696 in Wolfenbüttel, † 1761 in Wien) und Ernst Ludwig Ceite aus dem Jahr 1747 diente als Grundlage für den Wiederaufbau des Terassengartens von 1986 bis 1990. Kloster Kamp gehört zur Route der Industriekultur, Themenroute 22 – „Mythos Ruhrgebiet“.

Abteikirche


Abteikirche


Zelebrationsaltar

Die ersten Mönche brachten unter anderen Reliquien die Schädeldecke der Heiligen Agatha von Catania mit, die in einer Nische des Zelebrationsaltars aufbewahrt wird.

Schädeldecke der Heiligen Agatha in einer Nische des Altars


Sechseckige Kanzel aus dem 18. Jahrhundert


Bernhard von Clairvaux

Die unter dem Abt Wilhelminus Norff III. aus Rheinberg (1705 – 1726) aus Eichenholz geschaffene Brüstung der Orgelbühne ist bis heute erhalten geblieben, die Orgel wurde 1978 vom Orgelbauunternehmen Gebrüder Stockmann gebaut.

Orgelbühne, darunter die Pieta


Museum Kloster Kamp im ehemaligen Agatha-Stift der Abtei

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