Mittwoch, 7. März 2012

Die Spielzeit 2012/2013 am Theater Bielefeld

Die kommende Spielzeit steht unter dem Motto Erfolg

In der Spielzeit 2012/2013 möchte das Theater Bielefeld nach Kriterien für Erfolg und Scheitern forschen und sich mit dem Publikum auf die gemeinsame Suche nach Alternativen zum Kosten-Nutzen-Kalkühl begeben. Doch wie wird das Ergebnis bei einer fortschreitenden Ökonomisierung und Einsparpolitik aussehen? Andernorts wird das Musical komplett vom Spielplan gestrichen, aber in Bielefeld kann man sich über mangelnden Erfolg in der laufenden Spielzeit sicher nicht beklagen, wurden doch bereits mehrfach weitere Aufführungen von „Chess – Das Musical“ in den Spielplan aufgenommen. Erst am 5. Mai 2012 steht die Premiere des Sondheim-Musicals „Company“ auf dem Spielplan, aber bereits heute gab das Theater Bielefeld seine Neuinszenierungen für die kommende Spielzeit bekannt.

Am 23. September 2012 kommt mit „The Who´s Tommy“ von Pete Townshend (Musik und Gesangstexte), Des McAnuff (Libretto), John Entwistle und Keith Moon (ergänzende Musik) die Geschichte eines Jungen auf die Bühne, der infolge eines traumatischen Erlebnisses als Kleinkind taub, stumm und blind aufwächst. Mit seinem Gespür für Flipper-Automaten wird er als genialer Spieler zum Idol der Jugend. Wegen der vermeintlich wundersamen Heilung wird er sogar zum Messias stilisiert. Verständlicherweise kann er diesen Erwartungen nicht standhalten … Das Theater Bielefeld wird die deutsche Barbeitung von Anthony Gebler zeigen, die nach einem kommerziellen Misserfolg der englischsprachigen Produktion in Offenbach entstanden ist.

Ab dem 18. Mai 2013 wird mit „City of Angels“ von Cy Coleman (Musik), David Zippel (Gesangstexte) und Larry Gelbart (Buch) in der deutschen Barbeitung von Michael Kunze die clevere Parodie der legenderen Kriminalfilme Hollywoods aus den 1940er Jahren – des so genannten „Film Noir“-Genres – aufgeführt, in dem die Handlung ständig zwischen dem in Farbe dargestellten, realen Leben des Schriftstellers Stine in Los Angels in den späten 1940er Jahren und dem fiktiven, schwarz-weiß gezeichneten Geschehen um den von ihm erfundenen Romanhelden, dem abgebrühten Privatdetektiv Stone, wechselt. Ständige Änderungen im Drehbuch führen dazu, dass auch Stone dauernd seine Strategie ändern muss, bis er am Ende im Gespräch mit Stine diesen höchstpersönlich zur Rede stellt …

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