Samstag, 17. März 2012

Abtei Hamborn

Prämonstratenserkloster im Duisburger Stadtteil Alt-Hamborn

Abteikirche Propstei St. Johann

Die Abtei Hamborn ist ein Prämonstratenserkloster im Duisburger Stadtteil Alt-Hamborn. Das Kloster wurde 1136 als Tochterkloster des Klosters Steinfeld in der Eifel gegründet, die heutige Abteikirche geht auf eine kleine Kirche zurück, die vor 900 auf einem Gutshof namens Havenburn errichtet und später vom Kölner Erzbischof zur Pfarrkirche erhoben wurde. Die Hamborner Klosteranlage wurde nach Erweiterung der Pfarrkirche zur Klosterkirche und Errichtung des Kreuzgangs und der Klostergebäude im Jahre 1170 durch den Erzbischof von Köln geweiht und später zur Abtei erhoben.

Abteikirche Propstei St. Johann

Im Rahmen der Säkularisation wurde das Kloster 1806 aufgehoben, die Klosterkirche blieb aber als Pfarrkirche erhalten. Am 24. August 1959 begründeten sieben Prämonstratenser aus Rot (Allgäu) die neue Klostergemeinschaft in Hamborn, 1994 wurde das Kloster wieder zur Abtei erhoben. Heute gehören 25 Chorherren zur Abtei Hamborn.

Abteikirche Propstei St. Johann, rechtes Seitenschiff, Fenster an der Stirnseite von Anton Wendling

Die Skuptur aus Eichenholz (63 cm hoch, um 1450) im rechten Seitenschiff zeigt das Jesuskind, rechts seine Mutter Maria und links deren Mutter Anna, die Dreiergruppe wird als Anna-Selbdritt-Gruppe bezeichnet.

Gnadenbild der Anna-Selbdritt


Abteikirche Propstei St. Johann, Fenster im rechten Seitenschiff, „Heilige Fanmilie“ von Franz Pauli

Sehenswert sind auch die modernen Fenster von Anton Wendling (1950 – 1959), Franz Pauli (1968) und Bodo Schramm (1986 – 1999) in der Abteikirche und Peter Lottner (1940) im Kreuzgang.

Abteikirche Propstei St. Johann, Fenster im rechten Seitenschiff, „Das Weizenkorn in der Erde“ von Bodo Schramm


Romanischer Kreuzgang, Nordflügel

Der Kreuzgang der Abtei stammt aus verschiedenen Bauepochen und wurde 2008 restauriert. Im überwölbten Nordflügel findet man noch den historischen Baubestand der romanischen Erbauungszeit aus dem 12. Jahrhundert.

Romanischer Kreuzgang, Kreuzweg, Station XIII

Die 14 Stationen des Kreuzwegs wurden 1961 von Benita Stevenson-Schnell aus Fulda aus Ton gebrannt und im Kreuzgang angebracht.

Romanischer Kreuzgang, Nordflügel

Der Bildhauer Gernot Rumpf (* 17. April 1941 in Kaiserslautern) gestaltete 1993 den Brunnen im Innenhof des Kreuzgangs mit vielen Tiersymbolen aus Bronze, darunter auch eine „arme“ Kirchenmaus, der Osterhase mit Osterei, ein Pfau und viele verschiedene Vögel.

Brunnen im Innenhof des Kreuzgangs von Gernot Rumpf

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