Donnerstag, 9. Februar 2012

„Parkleuchten“ im Grugapark Essen

Illumination der Flora und Fauna, Installationen und Lichtkunstobjekte

„Parkleuchten“ am Lindenrund

Wie bereits 2010 und 2011 veranstaltet die F&H Kultur & Entertainment GmbH, Unna auch 2012 zum Veranstaltungs­saison­auftakt im Grugapark das „Parkleuchten“. Vom 10. Februar bis zum 18. März 2012 verleihen unzählige Beleuchtungskörper nach Einbruch der Dunkelheit der Flora und Fauna des Grugaparks zum dritten Mal einen farbigen „Anstrich“. Ein Teil der Illuminationen basiert auf langlebiger LED-Technik, die über eine Steuerspannung die Darstellung sämtlicher Mischfarben und auch Farbwechsel erlaubt.

„Parkleuchten“ am Waldsee

Am 9. Februar konnte man sich bei der Generalprobe zum diesjährigen „Parkleuchten“ einen ersten Eindruck von den Installationen verschaffen, die unter dem Motto „Lichtinseln im Park“ stehen. Mein erster Eindruck bei der Generalprobe war allerdings der, dass das „Parkleuchten“ im Vergleich zum letzten Jahr auf weniger Installationen reduziert wurde, man könnte also durchaus von „einsamen Inseln“ sprechen. Aber es kann natürlich auch sein, dass noch gar nicht alle Installationen vor Ort aufgebaut waren. In der Ankündigung war nämlich auch von einer Videoprojektion auf einer „Wasserleinwand“ die Rede, die auch 2011 schon zu sehen war. Aber bei Dauerfrost ist es verständlich, dass niemand auf die Idee kommt, eine „Wasserleinwand“ in Betrieb zu nehmen. Leider sind an der Allee zum Lindenrund, an der im vergangenen Jahr alle Bäume mit LED-Technik einschließlich Farbwechsel beleuchtet wurden, die Hälfte der Bäume mit weißen Scheinwerfern beleuchtet, und die zweite Hälfte wurde bei der Generalprobe dauerhaft blau beleuchtet. Dadurch geht der besondere Reiz der Allee leider ein klein wenig verloren.

„Parkleuchten“ am Waldsee

Die Installationen sind vom Haupteingang durch den Botanischen Garten bis zur Mustergartenanlage nördlich der Lührmannstraße zu finden. Es gibt meines Wissens keinen ausgeschilderten Rundweg, aber im Dunkeln weist einem das Licht der Installationen den Weg. Folgt man vom Haupteingang den barrierefreien Hauptwegen zur Orangerie, vorbei am Musikgarten über die Brücke am Waldsee durch den Botanischen Garten zum Lindenrund (auf den Lageplänen im Grugapark als „Kleiner Rundgang“ eingezeichnet), und von hier durch das Rhododendrontal am Margarethensee vorbei zur Kranichwiese, so hat man bereits einen guten Überblick. An der Brücke am Waldsee sollte man keinesfalls einen Abstecher zum Ufer des Sees versäumen.

„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese vor der Orangerie


„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese vor dem Grugaturm

Auf der Kranichwiese kommen die bereits erwähnten Farbwechsel zum Tragen. Die weiß lackierten Fahrräder erscheinen dadurch periodisch in unterschiedlichen Farben.

„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese


„Parkleuchten“ am Gradierwerk und die beleuchtete Tulpe auf dem Grugaturm


„Parkleuchten“ bei den Koniferen


„Lichtgestalten“: „Elvis Presley“ am Musikgarten


Freitag, 10. Februar 2012

„Parkleuchten“ in der Mustergartenanlage

Am 10. Februar 2012 war der erste offizielle Tag des „Parkleuchtens“, trotzdem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Vorbereitungen noch immer nicht abgeschlossen sind. An der Allee zum Lindenrund sind die „normalen“ Leuchten am Wegrand noch eingeschaltet und stören die Illumination der Bäume, und auch an anderen „Lichtinseln“ stören die regulären Leuchten. Aufgrund der Minusgrade konnte auch die Videoprojektion auf einer „Wasserleinwand“ am Margarethensee nicht vorgeführt werden.

„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese vor dem Grugaturm

Ein wenig unangenehm ist in diesem Jahr der Weg durch das Rhododendrontal, denn hier werden Nebelfluide eingesetzt, um die von den rotierenden „Diskokugeln“ reflektierten Lichtstrahlen sichtbar zu machen. Das in diesen Fluiden enthaltene Propylenglycol soll zwar nicht gesundheitsschädlich sein, aber Leute mit empfindlicher Nase wissen es längst von anderen Veranstaltungen, der durch Verdampfen von Nebelfluiden hergestellte künstliche Nebel „stinkt“.

„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese


„Parkleuchten“ am Gradierwerk und die beleuchtete Tulpe auf dem Grugaturm


„Parkleuchten“ am Gradierwerk


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“ bei den Koniferen


„Parkleuchten“ im Musikgarten


Freitag, 17. Februar 2012

„Parkleuchten“ in der Mustergartenanlage


„Parkleuchten“ in der Mustergartenanlage


„Parkleuchten“ am Rosengarten


„Parkleuchten“ am Lindenrund


„Parkleuchten“ am Lindenrund


„Parkleuchten“ am Lindenrund


„Parkleuchten“ am Lindenrund


„Parkleuchten“ am Staudenhang


„Parkleuchten“ am Staudenhang


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“


„Parkleuchten“


Samstag, 25. Februar 2012

„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese vor der Orangerie

Nachdem ich nun einige Male das „Parkleuchten“ in diesem Jahr besucht habe, ist es an der Zeit für ein kleines, persönliches Fazit. In diesem Jahr bleibt die Veranstaltung nämlich deutlich hinter meinen persönlichen Erwartungen zurück, und das hat mehrere Gründe:
  • Nach zwei Wochen sind bereits diverse Installationen außer Betrieb, umgeworfen, verstellt, was auch immer, und es kümmert sich niemand darum.
  • Nachdem im vergangenen Jahr diverse LED-Beleuchtungsmittel am Lindenrund einen Liebhaber gefunden haben, ist die Baumallee zum Lindenrund in diesem Jahr zur Hälfte mit herkömmlichen Scheinwerfern beleuchtet, die natürlich keine Farbwechsel gestatten.
  • Die großspurig angekündigte Videoprojektion auf der „Wasserleinwand“ habe ich in diesem Jahr noch kein einziges Mal gesehen. Dass man bei Dauerfrost keine „Wasserleinwand“ betreiben kann, ist natürlich einsichtig. Aber nachdem der Margarethensee völlig eisfrei ist, wird die Videoprojektion selbst am Samstagabend nur ein einziges Mal gezeigt. 2011 wurde sie in einer Endlosschleife beinahe den gesamten Abend gezeigt, zumindest am bestbesuchten Samstag, aber womöglich ist der Veranstalter dahinter gekommen, dass ihm die Betriebskosten hierfür zu hoch sind. (Allein die Materialkosten für eine Lampe für solch einen professionellen Projektor mit einer Lebensdauer von lediglich 2.000 Stunden schlagen schon mit über 300 Euro zu Buche.) Vielleicht mag aber auch nur niemand den ganzen Abend auf den Projektor aufpassen, der andernfalls sicher auch „Beine“ bekäme.
  • Zu guter Letzt wachsen mit der Zeit natürlich einfach die Ansprüche, schließlich ist die Zeit ja nicht ein Jahr lang stehen geblieben. Soll heißen, man wartet auf neuere, spektakulärere Highlights, die einen in Staunen versetzen.
Dies ist aber nur meine ganz persönliche Einschätzung, und die soll niemanden vom Besuch des „Parkleuchtens“ abhalten. Jeder möge sich vor Ort sein eigenes Urteil bilden.

Dachlatten, ungehobelt, beleuchtet


„Parkleuchten“


„Parkleuchten“ am Margarethensee


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“ auf der Kranichwiese vor dem Grugaturm


„In Wind und Sonne“ von Fritz Klimsch


Montag, 27. Februar 2012

„In Wind und Sonne“ von Fritz Klimsch


„Parkleuchten“ in der Dahlienarena


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“ am Waldsee


„Parkleuchten“


Grugapark Eingang Orangerie


Nachtrag

Pressemeldungen zufolge sollen 2012 45.000 Besucher beim „Parkleuchten“ im Grugapark gewesen sein, gegenüber 40.000 Besuchern im Vorjahr. Dies bedeutet allerdings einen Rückgang der durchschnittlichen Besucherzahlen, denn 2011 hatte das „Parkleuchten“ nur 30 Veranstaltungstage, 2012 dagegen 37 Veranstaltungstage. Um die durchnittliche Besucherzahl von 1.333 Besuchern/Tag in 2011 zu halten, hätten 2012 49.333 Besucher das „Parkleuchten“ besuchen müssen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

super. Danke Detlef! wir freuen uns schon. gruss, rene aus Tilburg, Niederlande