Freitag, 17. Februar 2012

Halle (Saale)

Händelstadt Halle an der Saale

Georg Friedrich Händel (* 23. Februar 1685 in Halle (Saale), † 14. April 1759 in London) ist in Halle geboren und hat hier seine Jugend verbracht, ihm zu Ehren errichteten die Bürger ein Denkmal, das am 1. Juli 1859 enthüllt wurde. Mit knapp 231.000 Bewohnern ist Halle (Saale) heute die größte Stadt im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Händel-Denkmal am Marktplatz

Die vier Türme der Marktkirche Unser Lieben Frauen bilden zusammen mit dem Roten Turm das Wahrzeichen der Stadt, die „Fünf Türme“. Die Marktkirche entstand zwischen 1529 und 1554 aus den Vorgängerkirchen St. Gertruden und St. Marien, von denen nur die so genannten Blauen Türme von St. Gertruden und an der Ostseite die Hausmannstürme von St. Marien erhalten geblieben sind.

Marktplatz mit Marktkirche und Rotem Turm („Fünf Türme“)

Das Stadthaus wurde 1891 bis 1894 nach Entwürfen des Kölner Architekten Emil Schreiterer (1852 – 1923) errichtet und hat den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden.

Stadthaus

Der Ratshof an der Ostseite des Marktplatzes wurde 1928/29 als Hintergebäude des Alten Rathauses erbaut, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1948 abgebrochen wurde.

Ratshof


Am Alten Markt


Händel-Haus

Das Geburtshaus Georg Friedrich Händels in der Großen Nikolaistraße 5 wurde 1558 erstmals erwähnt, und ist dementsprechend vor 1558 errichtet worden. 1937 ging das Haus in städtischen Besitz über, nach Wiederherstellung des Gebäudes wurde es 1948 als Musikmuseum der Stadt Halle eröffnet.

Händel-Haus

Die usprünglich 1330 fertiggestellte Klosterkirche ohne Turm und Querhaus ist das älteste Kirchengebäude in Halle. Es wurde ab etwa 1520 bis 1523 umgestaltet und als Stiftskirche des Magdeburger Erzbistums neu geweiht. Womöglich hat sich seither die Bezeichnung Dom eingebürgert.

Hallescher Dom


Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Melanchthonianum

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist 1817 aus der am 18. Oktober 1502 gegründeten Universität Wittenberg „Leucorea“ und der am 1. Juli 1694 in Halle gegründeten „Friedrichs-Universität“ hervorgegangen. Die Treppe vor dem Hauptgebäude wird von zwei gusseisernen Löwen als symbolische Wächter flankiert. Die Löwen aus dem Jahr 1816 stammen von Grafiker und Bildhauer Johann Gottfried Schadow (* 20. Mai 1764 in Berlin, † 27. Januar 1850 in Berlin).

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätshauptgebäude „Löwengebäude“

Das Heinrich-Heine-Denkmal am Universitätsplatz wurde am 1. Juni 2006 anlässlich des 150. Todestages Heines (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf, † 17. Februar 1856 in Paris) eingeweiht. Das Denkmal des träumenden Dichters wurde von Bildhauer Jens Bergner (* 1964 in Halle an der Saale) geschaffen.

Heinrich-Heine-Denkmal am Universitätsplatz

Das 1886 an der Stelle des heutigen Opernhauses eröffnete Stadttheater wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nachdem das erneuerte Theater 1951 als Landestheater Halle wieder eröffnet wurde, trug das Gebäude bis 1992 den Namen „Theater des Friedens“. Hieraus ging zu Beginn des Jahres 1992 das Opernhaus Halle hervor. Das Gebäude wurde mit der Zeit wieder im Bauzustand des ursprünglichen Stadttheaters wiederhergestellt.

Opernhaus

Die ehemalige kaiserliche Oberpostdirektion am Hansering ist heute Hauptsitz der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG). Das Gebäude entstand 1892 bis 1896 im neoromanischen Stil.

Ehemalige Hauptpost

August Hermann Francke (* 12. März 1663 in Lübeck, † 8. Juni 1727 in Halle an der Saale) gründete 1698 die Franckesche Stiftungen. Im April 1701 wurde das Waisenhaus eingeweiht. Mit der Zeit wurden weitere Gebäude errichtet, der historische Gebäudekomplex ist bis heute weitgehend erhalten geblieben. Als einzigartiges Beispiel sozialer und pädagogischer Zweckarchitektur steht dieser auf der Tentativliste für das UNESCO Weltkulturerbe.

Franckesche Stiftungen, Historisches Waisenhaus

Das Landgericht am Hansering wurde 1903 bis 1905 von den Architekten Paul Thoemer (* 20. Juni 1851 in Köslin, † 3. Juni 1918 in Berlin) und Karl Jakob Illert (* 28. Februar 1856 in Kassel, † 7. Dezember 1907 in Halle an der Saale) errichtet. Das Bauwerk im Stil wilhelminischer Justizbauten ist eines der repräsentativsten Bauwerke der Stadt.

Landgericht

Der Leipziger Turm war der größte Turm der Stadtbefestigungsanlage und wurde Mitte des 15. Jahrhunderts aus Bruchsteinen errichtet. 1573 erhielt er sein heutiges Aussehen mit der Turmhaube und der Laterne.

Leipziger Turm

Der in den Jahren 1897 bis 1899 errichtete Wasserturm Nord mit einer Höhe von 54 Metern war von 1899 bis 1965 in Betrieb und verlor mit der Inbetriebnahme des Fernwassernetzes zwischen dem Ostharz und der Elbaue seine Funktion. Der Hochbehälter hatte ein Fassungsvermögen von 1.500 m³.

Wasserturm Nord


Opernhaus

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