Donnerstag, 19. Januar 2012

„Session Werden“

Jazzkonzert am Gymnasium Essen-Werden

Es gibt Veranstaltungen, die finden sich in keinem öffentlichen Veranstaltungskalender, und die werden auch nicht in der Presse angekündigt. Das Jazzkonzert unter dem Titel „Session Werden“ am Gymnasium Essen-Werden am 19. Januar 2012 gehörte zu diesen Veranstaltungen. Das Gymnasium Essen-Werden ist zwar über die Stadtgrenzen hinaus durch seine Tanzabteilung bekannt, in der es als einziges Gymnasium in Deutschland interessierten SchülerInnen eine vorberufliche Tanzausbildung bietet, aber auf das Konzert war ich durch die Terminankündigung auf der Homepage der BIG BANDits aufmerksam geworden.

Auf Initiative eines Altschülers des Gymnasiums gab es in der Aula ein gemeinsames Konzert der Schüler-Combo „Full Taste“, verstärkt durch drei SchülerInnen am Gesang, und den BIG BANDits, dem Jazzorchester der Universität Duisburg-Essen unter der musikalischen Leitung von Nils Powilleit. Die BIG BANDits sind eine Gruppe von rund 20 ambitionierten Amateurmusikern, Studenten, ehemaliger Hochschulangehöriger, Dozenten oder anderweitig der Universität Duisburg-Essen verbundenen Personen, die sich seit 1993 den bekannten Swing-Klassikern widmen und traditionell einmal pro Semester im Rahmen der Reihe „Musik in der Uni“ zu hören sind, das nächste Mal am 4. Mai 2012.

Der erste Teil des Abends gehörte der vierköpfigen Schüler-Combo „Full Taste“ und drei SchülerInnen am Gesang, die mit Titeln wie „Ain´t no sunshine“ (Bill Withers), „Sunny“ (Bobby Hebb), „Fly Me to the Moon“ (Bart Howard) oder „Summertime“ (George Gershwin) u. a. ihr Können unter Beweis stellten. Im zweiten Teil des Abends wussten die BIG BANDits mit gewohnt voluminösem Big Band Sound zu brillieren. Bei einzelnen Titeln bekamen dabei auch die SchülerInnen des Gymnasiums Essen-Werden die Möglichkeit, gemeinsam mit den BIG BANDits als Solisten aufzutreten, gelebte Nachwuchsförderung im Jazz. Jazzstandards wie „I´m beginning to see the light“ (M: Duke Ellington, Johnny Hodges, Harry James), „Mercy, Mercy, Mercy“ (Joe Zawinul), „All of Me“ (M: Gerald Marks), „Polka Dots and Moonbeams“ (M: Jimmy Van Heusen) oder nicht zuletzt „New York, New York“ (Fred Ebb, John Kander) sind im Sound der großen Swingorchester von Count Basie, Duke Ellington oder Glenn Miller immer wieder ein Erlebnis. Auch Leonie S. hat ihren ersten öffentlichen Auftritt als Sängerin der BIG BANDits mit „Fever“ (John Davenport, Eddie Cooley), „Don´t Know Why“ (Jesse Harris, aus Norah Jones´ Debutalbum „Come Away with Me“) und „That Ole Devil Called Love“ (Allan Roberts, Doris Fisher) mit Bravour bestanden.

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