Freitag, 6. Januar 2012

Heilige Drei Könige

Die Legende von den drei Weisen aus dem Morgenland

„Heilige Drei Könige“, Krippe in der St. Elisabeth-Kirche

Bei unseren Nachbarn in Österreich und auch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist der „Dreikönigstag“ – eigentlich „Erscheinung des Herrn“ – ein gesetzlicher Feiertag. Im Matthäus-Evangelium ist ursprünglich von Weisen aus dem Morgenland die Rede, die durch den Stern von Betlehem zur Krippe geführt wurden. Durch Legendenbildung wurden daraus schließlich die „Heiligen Drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar. Diese gehören auch zu den typischen Krippenfiguren der Weihnachtskrippe, die zum „Dreikönigstag“ bei der „Heiligen Familie“ stehen.

„Melchior“, Krippe in der St. Elisabeth-Kirche

„Balthasar“, Krippe in der St. Elisabeth-Kirche

In der St. Elisabeth-Kirche in Essen-Frohnhausen steht seit 2008 auch die Figur der heiligen Elisabeth als Pfarrpatronin an der Krippe und bringt als vierter König ihre Fürstenkrone als Geschenk.

„Heilige Elisabeth“, Krippe in der St. Elisabeth-Kirche

„Heilige Drei Könige“, Krippe in der Pfarrkirche St. Antonius

„Melchior und Balthasar“, Krippe in der Pfarrkirche St. Antonius

Im 12. Jahrhundert setzte sich im christlichen Abendland die Anschauung durch, die drei Könige symbolisieren die seinerzeit bekannten drei Kontinente Europa, Asien und Afrika. Der Vertreter Afrikas wird seither mit schwarzer Hautfarbe dargestellt.

„Caspar“, Krippe in der Pfarrkirche St. Antonius

„Heilige Drei Könige“, Krippe in der Basilika St. Ludgerus

In der Klosterkirche der Augustiner Chorfrauen der Congregatio Beatae Mariae Virginis (der seligen Jungfrau Maria, B. M. V.) sind die einzigen „Heiligen Drei Könige“ in Essen zu finden, die von der Augustiner Chorfrau Sr. M. Franziska Wüsten als Gliederfiguren mit Wachsköpfen, -händen und -füßen geschaffen wurden.

„Caspar und Balthasar“, Krippe in der B. M. V.-Kirche

Sr. M. Franziska Wüsten schuf die „Heiligen Drei Könige“ in der B. M. V.-Kirche im hohen Alter von über 90 Jahren. Sie sind in unterschiedlichem Alter und mit unterschiedlicher Hautfarbe dargestellt, wie es der gängigen Darstellung seit dem 12. Jahrhundert enstpricht.

„Melchior“, Krippe in der B. M. V.-Kirche

Ebenfalls auf einer Legende beruhen der Ursprung und die Geschichte der Reliquien der Heiligen Drei Könige. Der Dreikönigenschrein hinter dem mittelalterlichen Hochaltar im Kölner Dom ist das größte als Goldschmiedearbeit ausgeführte Reliquiar des Mittelalters in Europa. Er wurde für die 1164 aus Mailand nach Köln gebrachten Gebeine der Könige gefertigt und stammt wahrscheinlich aus der Werkstatt des Goldschmiedes Nikolaus von Verdun.

Dreikönigenschrein hinter dem mittelalterlichen Hochaltar

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