Sonntag, 11. Dezember 2011

Es weihnachtet, Teil IV

Hattingen im Christmas rush

Sankt-Georgs-Kirche

Vom 21. November bis 22. Dezember 2011 findet in Hattingen der 37. Nostalgische Weihnachtsmarkt statt, und der Blick durch die Johannisstraße zur Sankt-Georgs-Kirche täuscht gewaltig, denn die Hattinger Altstadt war am dritten Adventssonntag mehr als nur gut besucht. Wohin man seine Schritte auch lenkte, ob zum Kirchplatz, zum Untermarkt oder zum St. Georgs-Viertel, die Massen waren schon dort und drängten durch die teilweise engen Gassen der Altstadt.

Das Bügeleisenhaus

Das im Jahr 1611 erbaute auffallenste Fachwerkhaus Hattingens verdankt seinen Namen dem an der Südseite spitz zulaufenden Grundriss, der wiederum durch den Verlauf zweier Gassen vorgegeben ist. Das Bügeleisenhaus beherbergt ein vom Heimatverein betriebenes Museum.

Inschrift über dem Eingang zum Bügeleisenhaus:
BEHEVTE MICH HER FVR FEWR VND BRANDT
WILHEL ELLINGS HAVSZ BIN ICH GENANDT
ALLE DIE MICH KENNEN DEN GEBE GOTT
WAS SIE MIR GVNNEN ANNO 1611


Über dem Eingang ist das Hauszeichen der Familie des Bauherrs Wilhelm Elling und eine Inschrift zu sehen, die die Bewohner vor Feuer, aber auch vor Neid und Mißgunst schützen sollte.

Das Alte Rathaus

Das Alte Rathaus wurde 1576 auf der städtischen Fleischhalle in Fachwerkbauweise errichtet. Vom 1. bis 24. Dezember ziert ein überdimensionaler Adventskalender die Fassade.

„Malerwinkel“

Viele Fachwerkhäuser sind weihnachtlich beleuchtet – selbst der so genannte „Malerwinkel“ mit dem Blick auf den schiefen Spitzturm der Sankt-Georgs-Kirche bekommt nochmals einen ganz besonderen Reiz. Dieser wurde übrigens bereits beim Wiederaufbau der Kirche nach der Zerstörung im Jahre 1424 in dieser Form errichtet und hat sich nicht etwa durch Bergsenkungen stark nach Südwesten geneigt.

Bäckerei Nieland


Hotel-Restaurant „Zur alten Krone“

Der Höhepunkt der sich drängenden Massen wurde gegen 17 Uhr auf dem Untermarkt erreicht. Um 17 Uhr öffnet nämlich „Frau Holle“ eines der Fenster und liest den Kindern weihnachtliche Geschichten vor. Was Erwachsene nicht daran hindert, rücksichtslos zu drängeln und zu schubsen.

„Frau Holle“

Danach geht es für „Frau Holle“ an die harte Arbeit, das „Fenster“ des Adventskalenders zu „öffnen“, also das weihnachtlich bemalte Täfelchen zu enthüllen, was u. U. gar nicht so einfach ist, wenn sich die Hülle nämlich verhakt.

„Frau Holle“

Und „Frau Holle“ wäre nicht „Frau Holle“, wenn sie nicht auch noch ihr Federkissen ausschütteln würde. Dann „schneit“ es lediglich Federn auf den Untermarkt. Wer auf die angekündigten Schokoladentaler für die Kinder wartet, der wartet vergebens, auch „Frau Holle“ muss ihren Gürtel offensichtlich enger schnallen. Letztes Jahr gab es die Schokoladentaler noch, aber letztes Jahr war ja auch Kulturhauptstadtjahr.

„Frau Holle“ schüttelt ihr Federkissen aus

Zum „Trost“ können Kinder in der Weihnachtsbäckerei im Rathaus bis 22. Dezember 2011 täglich zwischen 16 und 19 Uhr Weihnachtsplätzchen backen und diese natürlich auch kostenlos mit nach Hause nehmen.

Weihnachtsbäckerei im Rathaus


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