Samstag, 10. Dezember 2011

Auf Zollverein hat die Eiszeit begonnen


Islandpferde auf der Kunsteisfläche im ehemaligen Druckmaschinengleis

Nachdem der November 2011 zu trocken und zu mild ausgefallen ist, hat heute die Eiszeit begonnen – zumindest auf der Kokerei Zollverein. Vom 10. Dezember 2011 bis 8. Januar 2012 verwandelt sich das ehemalige Druck­ma­schi­nen­gleis auf einer Länge von 150 Metern in eine spiegelglatte Kunsteisfläche, und das nun schon zum zehnten Mal – zum zweiten Mal unter der Ägide der Stiftung Zollverein. Zum Auftakt der Eisbahnsaison gab es eine Premiere zu sehen: Die drei Islandpferde Lukki, Belur und Gormur vom Erlenhof in Essen-Kettwig präsentierten mit ihren Reiterinnen Kirsten Hartbecke, Heidi Kammann und Anja Tautges eine Reitvorführung auf der Eisfläche.

Islandpferde auf der Kunsteisfläche im ehemaligen Druckmaschinengleis

Das Reiten auf dem Eis hat in Island Tradition – im Winter sind nicht nur die Seen vereist, sondern auch der Boden rund um die Häuser, sämtliche Wiesen … alles Eis. Damit die Pferde auf dem glatten Untergrund Halt finden, werden die Hufe der Tiere mit speziellen Eisen mit Stollen und Eisnägeln beschlagen. Bei der Reitvorführung wurde auch eine spezielle Gangart der Islandpferde demonstriert, der Tölt, bei der der Reiter fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken sitzt und die daher für den Reiter besonders angenehm und rückenschonend ist.

„Streicheleinheiten“ für die Islandpferde
Heidi Kammann auf Belur, Sonja Kuthning, Projektleiterin der ZOLLVEREIN® Eisbahn, Anja Tautges auf Gormur, Jolanta Nölle, Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein, und Kirsten Hartbecke auf Lukki (v. l. n. r.)


Nach der Reitvorführung wurde die Eisfläche nochmals aufbereitet und im Anschluss von den anwesenden Schlittschuhläufern in Beschlag genommen. Wer sich am heutigen Vormittag bereits auf den Weg zur Kokerei Zollverein gemacht hatte, hatte nahezu die komplette 1.800 m² große Eisfläche für sich allein.

„The early bird catches the worm“

Vor der Kulisse der Koksöfen, in denen bis 30. Juni 1993 bei über 1000 °C Kohle unter Luftausschluss zu Koks verarbeitet wurde, können Schlittschuhläufer nun wieder ihre Runden drehen, nach Einbruch der Dämmerung setzt die 1999 installierte Illumination „Monochromatic Red and Blue“ von Mark Major und Jonathan Speirs (Speirs + Major) zusätzliche Akzente.

Kunsteisfläche im ehemaligen Druckmaschinengleis

Freitags können die Besucher bei der „Eisdisco“ zwischen 20 Uhr und Mitternacht zu Disco-Klassikern aus drei Jahrzehnten ihre Runden drehen und sich so auf das Wochenende einstimmen.

Kunsteisfläche im ehemaligen Druckmaschinengleis


Kunsteisfläche im ehemaligen Druckmaschinengleis am Abend

Fast nahtlos wird sich vom 13. Januar bis zum 6. März 2012 „Essen on Ice“ auf dem Essener Kennedyplatz an die Veranstaltung auf der Kokerei Zollverein anschließen.

1 Kommentar:

Detlef hat gesagt…

Trotz zum Teil widriger Witterungsbedingungen konnte die ZOLLVEREIN® Eisbahn in diesem Winter 13.000 Besucher verzeichnen. Dies sind 1.000 Besucher weniger als in der Saison 2010/2011, die eine Woche kürzer war als die Saison 2011/2012.