Mittwoch, 14. Dezember 2011

Advent, Advent …

Ein „begehbarer“ Adventskalender

Adventskalender bzw. Adventkalender (österr.) gehören seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum und sollen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen. Typischerweise sind hinter den 24 Türchen eines gekauften Adventskalenders Schokoladen­stücke versteckt. Mitunter werden auch die Fassaden von Gebäuden – meist Rathäusern – zu großen Adventskalendern umgestaltet, bekannte Beispiele sind das Wiener Rathaus, das Rokoko-Rathaus in Bonn, oder das Alte Rathaus in Hattingen. (Wegen eines Rechtsstreites bleiben am Wiener Rathaus 2011 die Türchen zu, das Event findet – wie bereits 2010 – ersatzweise an der Fassade des Café Landtmann statt. Am Alten Rathaus in Bonn gibt es in diesem Jahr keinen Adventskalender, da das alte Lichtsystem für den Kalender nicht mehr verwendbar war.)

Christkindlmarkt am Wiener Rathaus (Dezember 2007)


Das Alte Rathaus am Bonner Marktplatz (Dezember 2007)


Das Alte Rathaus in Hattingen (Dezember 2010)

Bei so genannten „begehbaren“ oder auch „lebendigen“ Adventskalendern treffen sich die Leute aus der Nachbarschaft oder der Kirchengemeinde an jedem Abend vor einem anderen Haus, in dem ein Fenster mit der entsprechenden Tageszahl versehen, weihnachtlich dekoriert und am Abend beleuchtet wird. Dabei werden Weihnachtslieder gesungen, weihnachtliche Geschichten erzählt, mitunter werden auch Selbstgebackenes und Getränke angeboten.

Zum 1. Dezember dekoriertes Fenster

In der katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Essen-Frohnhausen ist ein solcher „begehbarer“ Adventskalender zu finden. An jedem Abend wird ein anderes Fenster erstmals beleuchtet, eine Übersicht aller Teilnehmer an der Aktion hat die Kirchengemeinde auf ihrer Homepage veröffentlicht. Danach wird es an jedem Abend bis Ende Dezember beleuchtet, damit man jedes Adventsfenster, also auch das letzte, einige Tage anschauen kann. Das 24. „Fenster“ wird die Krippe in der St. Elisabeth-Kirche sein.

Zum 2. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 3. Dezember dekorierter Hauseingang


Zum 4. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 5. Dezember dekoriertes Fenster


Zum Nikolaustag (6. Dezember) dekoriertes Fenster


Zum 7. Dezember dekoriertes Fenster


Zu Mariä Empfängnis (8. Dezember) dekoriertes Fenster


Zum 9. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 10. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 11. Dezember dekoriertes Fenster

Am 12. Dezember erlebte der „begehbarer“ Adventskalender in Essen-Frohnhausen eine Premiere, zum ersten Mal war ein Fenster versehentlich falsch beschriftet worden. Aber man sollte es den Kindern im Kindergarten nachsehen, denn schließlich wird erst in der Grundschule das Rechnen im Zahlenraum bis 20 erlernt.

Zum 12. Dezember dekoriertes Fenster

Zum 13. Dezember wurde das „Friedenslicht aus Betlehem“ in das Markuszentrum der evangelischen Kirchengemeinde Essen-Frohnhausen gebracht. Dieses wird seit 1986 in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet und gelangt über Wien ins Ruhrgebiet. Am 11. Dezember fand die ökumenische Aussendungsfeier für das Bistum Essen in der Gertrudiskirche statt.

Zum 13. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 14. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 15. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 16. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 17. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 18. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 19. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 20. Dezember dekoriertes Fenster


Zum 21. Dezember dekoriertes Fenster


22. Dezember: Adventsfenster wegen Krankheit ausgefallen


Zum 23. Dezember dekoriertes Fenster


„Hirte auf dem Weg zur Krippe“, Holzschnitzerei von Hans Holtermann


Heiligabend, 24. Dezember

Weihnachtskrippe in der St. Elisabeth-Kirche, Holzschnitzerei von Hans Holtermann

Nach 23-täglicher Odyssee durch Essen-Frohnhausen stellt am Heiligabend die Ankunft bei der Weihnachtskrippe in der St. Elisabeth-Kirche das 24. „Fenster“ des „begehbaren“ Adventskalender dar. Neben der Weihnachtskrippe zeigt Pastor Bernhard Alshut in der Krippenausstellung eine Auswahl seiner umfangreichen Krippensammlung unter dem Motto „Krippen der Heimat und Lateinamerikas“.

Weihnachtskrippe in der St. Elisabeth-Kirche, Holzschnitzerei von Hans Holtermann

Kommentare:

H. Peterburs hat gesagt…

Hallo,
eine sehr schöne und sorgsam zusammengestellte Dokumentation des "Begehbaren Adventkalenders".
Einen herzlichen Glückwunsch und ein ebenso herzliches "Dankeschön" an die Initiatorin des Kalenders, an die "Kunstschaffenden" der einzelnen Fenster und natürlich an den Ersteller dieser Dokumentation.
Weiter so und vielen Dank.

Anonym hat gesagt…

Hallo und ebenfalls ein herzliches Dankeschön
an unsere Initiatorin, die sich jedes Jahr die
Zeit nimmt. Dadurch erleben wir viele schöne
und besinnliche Stunden.
Die Bilder sind super. Allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest.
M. Heuwer