Montag, 7. November 2011

Es tut sich was im Grugapark

Neubau eines Nahwärmenetzes

Der Winter steht vor der Tür, und im Grugapark nimmt der Bau eines Nahwärmenetzes konkrete Formen an. Im August haben die Bauarbeiten für das Biomasse-Heizwerk an der Lührmannstraße begonnen, von hier sollen zukünftig über ein 3,3 km langes Nahwärmenetz unter anderem das Grugabad, die Orangerie, die Pflanzenschauhäuser, die Grugapark-Verwaltung und der Blumenhof mit „Kur Vor Ort“ mit Wärme versorgt werden. Die beiden Feststoffkessel des Biomasse-Heizwerks werden mit naturbelassenem Holz (Holz­hack­schnitzel) als Brennstoff klimaneutral befeuert, womit etwa 75 % des gesamten Wärmebedarfs gedeckt werden können. Für Spitzenzeiten können bei Bedarf zwei Gaskessel zugeschaltet werden.

Baustelle Biomasse-Heizwerk an der Lührmannstraße

Auf der Kranichwiese schachtet ein Bagger den Graben für die Nahwärmeleitung zum Blumenhof und zur Orangerie aus, in die anschließend die Kunststoffmantel-Verbundrohre verlegt werden. In diesen wird die erzeugte Wärme über das in dem Leitungsnetz zirkulierende Wasser zum Verbraucher transportiert und dort über einen Wärmetauscher für den Heizkreislauf des Abnehmers entnommen.

Kranichwiese

Auch wenn die verwendeten Kunststoffmantel-Verbundrohre aufgrund der verhältnismäßig kurzen Strecken bei weitem nicht die Dimensionen eines Fernwärmenetzes haben, so sind die Gräben doch nicht zu übersehen. Bereits zum Jahresende soll das Nahwärmenetz sämtliche Anlagen und Gebäude im Grugapark mit Wärme versorgen, und viel Zeit bleibt dann auch nicht mehr, um die Spuren der Baumaßnahmen zu kaschieren, denn bereits ab dem 10. Februar 2012 soll das „Parkleuchten“ für den ersten Besucheransturm im neuen Jahr sorgen.

Kunststoffmantel-Verbundrohre


Stenshofturm, „Romanisches Haus“

„Romanisches Haus“, Ansicht von Südost

Der Stenshofturm ist ein wehrhafter, romanischer Wohnturm mit ursprünglich drei Geschossen aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhundert, daher wird das Gebäude heute auch als „romanisches Haus“ bezeichnet. Es war vermutlich mit dem benachbarten Hof Rüttenscheid verbunden, der 1215/41 als Sitz von Werdener Ministerialen genannt wird. 1962/63 wurde das Gebäude bei Bauarbeiten für die Bundesgartenschau 1965 im alten Bestand gesichert und im Februar 1985 unter Denkmalschutz gestellt.

„Romanisches Haus“, Ansicht von Nordost

Im Frühjahr 2009 wurde das Gebäude unter Federführung des Vereins Mustergartenanlage im Grugapark e. V. renoviert, und nun wird es als Ausstellungs- und Seminarstandort genutzt.

„Romanisches Haus“, Südost-Giebel


„Romanisches Haus“


Gruga-Radweg an der Unterführung Alfredstraße

Bunte Portraits von Martin Domagala und Christoph Kummerow

Nicht im Grugapark, sondern an der Unterführung Alfredstraße, die sowohl von Fußgängern als auch von Fahrradfahrern auf dem Gruga-Radweg genutzt wird, haben Martin Domagala und Christoph Kummerow bunte Portraits auf die vormals grauen Betonwände gemalt. Die Unterführung verbindet Rüttenscheid mit der Messe Essen und dem Grugapark.

Bunte Portraits von Martin Domagala und Christoph Kummerow


Bunte Portraits von Martin Domagala und Christoph Kummerow


Bunte Portraits von Martin Domagala und Christoph Kummerow



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