Samstag, 15. Oktober 2011

Erstbegehung der Ringpromenade

Großes Familienfest im Zollverein Park

Am 14. Dezember 2001 wurde Zeche Zollverein Schacht XII und Schacht 1/2/8 sowie die Kokerei Zollverein als Gesamtensemble aus Zeche und Kokerei in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Zwei Monate vor dem 10. Jahrestag wurde die Ringpromenade der Öffentlichkeit übergeben, am 15. Oktober konnten die Besucher den innerhalb eines Jahres fertiggestellten Rundweg im Rahmen der Erstbegehung „in Besitz nehmen“. Die Ringpromenade umläuft den gesamten Standort und verbindet auf 3,5 km Länge Schacht XII, Schacht 1/2/8 und die Kokerei miteinander.

Ringpromenade im Bereich der Kokerei

Die Ringpromenade ist von einer 20 cm breiten Stahlfuge durchzogen, die den Fußweg und den Weg für Skater und Radfahrer voneinander trennt. Diese ist mit roten LED-Leuchten bestückt, so dass die Ringpromenade auch bei Dunkelheit zu erkennen ist.

Rinpromenade, Stahlfuge mit roten LED-Leuchten

Mit einem großen Fest für alle Generationen feierte die Stiftung Zollverein die Fertigstellung der Ringpromenade, von 11 bis 18 Uhr konnten die Besucher den Rundweg kennenlernen und an zahlreichen Veranstaltungen und Mitmach-Aktionen teilnehmen.

Ehrenhof


Brass-Band „Schwarz-Rot Atemgold 09“

Um das Umrunden der Ringpromenade für Kinder und Junggebliebene attraktiver zu gestalten, gab es vier Erlebnisstationen mit Aufgaben aus den Bereichen Sport (Torwandschießen), Geschichte („Wie hoch ist das Fördergerüst auf Schacht XII?“ 55 m), Natur („Welche Krötenart fühlt sich auf Zollverein wohl?“ Kreuzkröte) und Kunst („Wie heißt der berühmte Bildhauer, der seine Steinskulpturen im Skulpturenwald auf Zollverein präsentiert?“ Ulrich Rückriem, es war nach dem Namen des Bildhauers gefragt, und nicht nach den Vandalen, die das „Castell“ irreversibel zerstört haben). Für jede richtige Antwort gab es vor Ort einen Stempel, und nach erfolgreicher Umrundung gab es eine Urkunde.

Schacht 1/2/8, Fördermaschinenhaus


Ringpromenade im Bereich Schacht 1/2/8

Auch der „Uerdinger Schienenbus“, also ein von der Waggonfabrik Uerdingen entwickelter Schienenbus Serie VT 98 der Baureihe 796, Baujahr 1959 war beim Familienfest vertreten und pendelte – wie schon beim 22. Zechenfest – zwischen den Bahnsteigen Zollverein/Zeche und Zollverein/Kokerei.

„Uerdinger Schienenbus“

Wer sich das Szenario aus der Höhe anschauen wollte, konnte an diesem Tag zwischen drei Alternativen wählen. Das Portal der Industriekultur bot ermäßigten Eintritt von 1 Euro an, das Dach der Kohlenwäsche respektive des Rohkohlenbunkers bietet einen Rundblick aus 47 Metern Höhe. Wer sich lieber fahren lassen wollte, der konnte das Sonnenrad auf der Kokerei nutzen, dies bietet für einen Fahrpreis von 2 Euro einen Ausblick über das Welterbe Zollverein und einen Einblick in die Koksofenbatterien. Und wer mit seinem Geld wirklich nichts besseres mehr anzufangen wußte, der konnte sich mit einem Hubschrauber über das Gelände des Welterbes Zollverein fliegen lassen, 5 Minuten Rundflug für 33 Euro.

Hubschrauberrundflug


„stairs to heaven“

Auf dem Gelände der Kokerei „verliert“ sich die Ringpromenade auf der „weißen Seite“ der Kokerei, hier gibt es keine Stahlfuge mit roten LED-Leuchten, stattdessen ein paar notdürftige Hinweisschilder entlang der „blauen Allee“.

Sonnenrad


Alter Rundeindicker am Skulpturenwald

Erst im Skupturenwald taucht die Stahlfuge mit den roten LED-Leuchten wieder auf, und beim Alten Rundeindicker überquert man schließlich die Fritz-Schupp-Allee und kommt wieder auf das Gelände von Schacht XII, wo es auf dem Forum Kohlenwäsche noch einen Parcours für Segways gab.

Segway Parcours

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