Freitag, 28. Oktober 2011

62. Essener Lichtwochen

Europa in Essen – Gastland Slowenien

Kardinal-Hengsbach-Skulptur von Silke Rehberg

An der Kardinal-Hengsbach-Skulptur von Silke Rehberg auf dem Domhof an der Kettwiger Straße erregen sich noch immer die Gemüter, Kritiker möchten sie gar als „Schießbudenfigur“ auf die Kirmes verfrachten. Manchmal erfüllen sich Wünsche allerdings viel schneller als erwartet. Augenblicklich ist der Blick vom Domhof auf den Burgplatz zwar noch durch Blätter ein wenig verwehrt, aber schon bald werden die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sein, und dann schaut die Kardinal-Hengsbach-Skulptur geradewegs auf das Riesenrad, dass augenblicklich auf dem Burgplatz aufgebaut wird und mit der Eröffnung der 62. Essener Lichtwochen am Sonntag, 30. Oktober 2011 seinen Betrieb aufnehmen wird. Es handelt sich zwar nicht – wie in der Vergangenheit – um das 55 Meter hohe „Bellevue“ mit 42 geschlossenen Gondeln von Oscar Bruch jr. aus Düsseldorf, sondern um ein 48 Meter hohes Riesenrad mit 36 offenen Gondeln des Schaustellerbetriebs Wilhelm und Söhne aus Hannover, aber „die paar Meter“ werden der Sache sicher auch keinen Abbruch tun. Da könnten die offenen Gondeln bei winterlichen Temperaturen – die könnte es im November und Dezember ab und an geben – schon eher ein Argument gegen die Fahrt mit dem Riesenrad sein. Und wo man 10 Wochen lang täglich 10 Stunden bis zu 216 Fahrgäste herbekommen möchte, ist mir ein wenig schleierhaft. Am Ende wird es dann wieder heißen, der Zuspruch sei zu schlecht.

Burgplatz mit dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I.

Auch wenn die Sonne die Temperaturen augenblicklich auf beinahe spätsommerliche Werte von 17 °C steigen lässt, jeder „Widerstand ist zwecklos“, das verkündet nicht nur das Plakat am Grillo-Theater, am kommenden Wochenende werden die Uhren wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt, und dann steht uns die „dunkle Jahreszeit“ ins Haus, am Sonntag wird die Sonne in Essen bereits um 17.09 Uhr untergehen.

„Widerstand ist zwecklos“, Theaterplatz

Da kommen die 62. Essener Lichtwochen gerade recht, die am 30. Oktober 2011 eröffnet werden und dann bis 7. Januar 2012 die Essener Innenstadt erhellen werden. In diesem Jahr stehen die Lichtwochen wieder unter dem Motto „Europa in Essen“, Slowenien und der Großraum Maribor werden auf neun Themenbildern präsentiert.

„Europa in Essen – Gastland Slowenien“, Willy-Brandt-Platz


„Wintersport“, Lindenallee/Rathenaustraße


„Maribor – Kulturhauptstadt Europas 2012“, Kettwiger Straße/Kettwiger Tor


„Ljubljana“, Kettwiger Straße/Höhe Lichtburg


„Maribor“, Markt 1


„Bled“, Marktkirche/Flachsmarkt


„Piran“, Viehofer Straße/Fontänengasse


„Triglav“, Viehofer Straße/Pferdemarkt


„Kras/Notranjska“, Friedrich-Ebert-Straße

Auch das „ADVENIAT“-Motiv über dem Kerzenziehhaus auf dem Kardinal-Hengsbach-Platz ist in diesem Jahr als LED-Motiv neu gestaltet worden und ersetzt das alte auf Glühlampen basierende Motiv.

„ADVENIAT“, Kardinal-Hengsbach-Platz

Die beiden altbekannten Sonderbilder in der Lindenallee zwischen Kibbel- und Logenstraße verweisen auf die norwegische Stadt Stavanger, die 2008 neben Liverpool Kulturhauptstadt Europas gewesen ist, und die südungarische Stadt Pécs, neben Istanbul und RUHR.2010 Kulturhauptstadt Europas 2010.

„Stavanger – Kulturhauptstadt Europas 2008“ und „Pécs – Kulturhauptstadt Europas 2010“, Lindenallee zwischen Kibbel- und Logenstraße

In der Logenstraße gibt es ebenfalls zwei Sonderbilder. Eines erinnert an das Gastland Österreich, das 2008 bei den 59. Essener Lichtwochen zu Gast war, das zweite ist bereits zur Eröffnung der Lichtwochen komplett außer Betrieb … es soll eigentlich an das Gastland Polen erinnern, das 2004 bei den 55. Essener Lichwochen zu Gast war.

„Gastland Österreich“, Logenstraße


„Kosmische Wellen“, Kettwiger Straße

Die im vergangenen Jahr neu gestalteten dreidimensionalen Motive sind auch in diesem Jahr wieder auf der Kettwiger Straße und in der I. Delbrügge zu finden.

„Swing Glamour“, I. Delbrügge


„Sternenbälle“ und Laternenmuseum, 1. Hagen


„Bilderrahmen“ mit Sternen, Kettwiger Straße

Dass man nach dem Kulturhauptstadtjahr den Gürtel enger schnallt, mag man womöglich auch daran erkennen, dass sich die Rathaus Galerie in diesem Jahr überhaupt nicht an den Lichtwochen beteiligt. Auch an der Porschekanzel gibt es kein Themenbild mehr. Da die Lichtkrone auf dem Kennedyplatz bereits installiert ist, wird man in der kommenden Woche sicher auch mit dem Aufbau der Häuschen für den 39. Internationalen Weihnachtsmarkt beginnen, denn der wird in diesem Jahr am 17. November seine Pforten öffnen.


Sonntag, 30. Oktober 2011

Riesenrad auf dem Burgplatz


Feuerwerk


Montag, 31. Oktober 2011

Heute hat der Aufbau des Weihnachtsmarktes auf dem Kennedyplatz und in der Rathenaustraße begonnen, die ersten Häuschen stehen bereits komplett, beispielsweise das „babyblaue“ Häuschen der Käthe Wohlfahrt GmbH & Co. OHG auf dem Kennedyplatz.

Weihnachtsmarkthäuschen der Käthe Wohlfahrt GmbH & Co. OHG

Das Sonderbild „Gastland Polen“, das bei der offiziellen Eröffnung der Lichtwochen dunkel geblieben war, wurde inzwischen auch in Ordnung gebracht. Warum nicht gleich so?

„Gastland Polen“, Logenstraße


Kardinal-Hengsbach-Skulptur von Silke Rehberg

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