Mittwoch, 9. August 2017

RVR und Gasometer Oberhausen verlängern Zusammenarbeit um weitere zehn Jahre

Neuer Standortvertrag wurde heute unterschrieben

Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Gasometer Oberhausen GmbH setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Der neue Standortvertrag sieht vor, dass der RVR mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen dem Gasometer Oberhausen knapp 400.000 Euro pro Jahr für die Grundsicherung zur Verfügung stellt. Hinzu kommen Zuschüsse für Instandsetzungsmaßnahmen. Nachdem RVR und Land NRW bereits Anfang Mai 2017 den Rahmenvertrag über die fünf Großstandorte der Route der Industriekultur besiegelt haben, wurde nun der Standortvertrag für das Oberhausener Industriedenkmal von Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr, und Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, unterschrieben.

Gasometer Oberhausen

Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr: „Die stetig steigenden Besucherzahlen zeigen, dass es sich lohnt, den Gasometer Oberhausen als lebendigen Standort der Industriekultur zu bewahren und zu nutzen. Allein die derzeit laufende Ausstellung hat bereits mehr als eine Million Besucher begeistert und damit bundesweit Ausstellungsgeschichte geschrieben. Nur wenige Wechselausstellungen haben bisher eine solche Größenordnung erreicht.“

Gasometer Oberhausen

Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH: „Wir freuen uns sehr, dass die Bedeutung dieses einzigartigen Industriedenkmals in dem neuen Rahmenvertrag ihren Widerhall findet. Wir erhalten so Planungssicherheit und wertvolle Unterstützung für die großen anstehenden Aufgaben der kommenden Jahre.“

Blick vom Gasometer nach Südosten auf die Neue Mitte Oberhausen

Für den Gasometer Oberhausen ergibt sich aus der gemeinsamen Vereinbarung eine Grundsicherung von rund 398.000 Euro jährlich. Dieser Betrag steht erstmalig in 2017 zur Verfügung. Die Gasometer Oberhausen GmbH wird komplementär dazu einen Eigenanteil in gleichem Umfang erbringen. Die Instandhaltung des Industriedenkmals wird zudem vom RVR mit rund 4,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2017 bis 2026 gefördert. Für weitere Sanierungsmaßnahmen bemühen sich Stadt und Gasometer Oberhausen GmbH um zusätzliche Fördermittel.

Ehemaliges Werksgasthaus der Gutehoffnungshütte und Wasserturm Oberhausen

In den vergangenen zehn Jahren wurden für die Instandsetzung des Gasometer Oberhausen insgesamt rund 548.000 Euro aufgewendet. Darunter fielen unter anderem Reparaturen am Dach für insgesamt 322.000 Euro sowie Arbeiten an den Aufzügen für 220.000 Euro.

CentrO. Oberhausen

Im Rahmen des neuen Vertrages engagieren sich Land und RVR stärker als bisher an den fünf Großstandorten Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen, UNESCO-Welterbe Zollverein (Zeche und Kokerei) in Essen, Gebäudeensemble Jahrhunderthalle Bochum sowie Kokerei Hansa in Dortmund. Das Land NRW hebt seine Unterstützung für die Grundsicherung der herausragenden Industriedenkmäler von jährlich 3,6 auf 5,6 Millionen Euro bis 2026 an. Der RVR erhöht seinen Zuschuss für Instandsetzungen an den Großstandorten von 2,5 auf 3,9 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt stehen pro Jahr somit 9,5 Millionen Euro für die fünf Standorte bereit.

Gasometer Oberhausen

Im Gasometer Oberhausen wurden seit dem Umbau zu Europas höchster Ausstellungshalle im Rahmen der IBA Emscher Park folgende Ausstellungen gezeigt:

Erdskulptur im Gasometer Oberhausen

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