Freitag, 4. August 2017

Ankündigung: Tag des offenen Denkmals 2017

Bundesweites Programm zum Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 unter dem Motto „Macht und Pracht“

1984 rief Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren u. a. die Niederlande, Schweden, Dänemark und Belgien dem Beispiel. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum „Tag des offenen Denkmals“ mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ haben 2016 rund 4 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die mehr als 8.000 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 11. September 2016 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2017, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017 steht unter dem Motto „Macht und Pracht“. Dieser Leitgedanke ist überregional, bietet breite Interpretationsmöglichkeiten und lässt sich auf alle Epochen beziehen. Er lädt zum einen zur Präsentation von prachtvollen Bauwerken ein, die der Macht in ihrer Zeit Ausdruck verliehen. Zum anderen sollen die Veranstalter historische Gebäude und Stätten zeigen, die die anderen Facetten und gar Gegensätze von Macht und Pracht widerspiegeln: bewusst nüchtern oder schlicht gehaltene Architekturobjekte sowie Orte, die Machtmissbrauch anmahnen, und Bauten, die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern. Zudem lässt sich auch das Reformationsjahr gut in das Thema einbinden.

Bonn, großer Saal der Beethovenhalle, von Siegfried Wolske erbaut, 1959 eingeweiht, Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. © Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App.

Essen-Kupferdreh, Deiler Eisenhammer, Schwanzhämmer, am 10. September 2017 von 10 bis 16 Uhr geöffnet

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. 2016 standen die „European Heritage Days“ unter dem gemeinsamen Motto „Heritage and Communities“, an dem sich neben Deutschland viele andere Länder Europas beteiligt haben. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Duisburg-Bruckhausen, Alte Thyssen-Hauptverwaltung, 1903/04 nach einem Entwurf des Architekten Carl Bern errichtet, am 10. September 2017 von 10 bis 16 Uhr geöffnet

Oberhausen-Sterkrade, Zeche Sterkrade, Schacht 1, am 10. September 2017 von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Herten-Langenbochum, Zeche Schlägel & Eisen, Maschinenhaus Schacht 3, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1928, am 10. September 2017 von 11 bis 17 Uhr geöffnet

Krefeld, Mies van der Rohe Business Park, HE-Gebäude und Uhrenturm der „VerSeidAG“, am 10. September 2017 von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Castrop-Rauxel, Hammerkopfturm der Zeche Erin, Schacht 3, am 10. September 2017 von 11.30 bis 12.30 Uhr geöffnet

Bottrop, Schachtanlage Prosper II, Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst, am 10. September 2017 von 10 bis 17 Uhr geöffnet


Dienstag, 5. September 2017

Wie die Pressestelle der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur heute mitteilte, wird am kommenden Sonntag an 12 der insgesamt 14 Standorten der Stiftung die Möglichkeit gegeben sein, in vergangene Zeiten einzutauchen:
  • Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde,
  • Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne,
  • Zeche Pattberg in Moers-Repelen,
  • Zeche Prosper in Bottrop,
  • Zeche Consolidation in Gelsenkirchen-Bismarck,
  • Zeche Monopol in Kamen,
  • Zeche Fürst-Leopold in Dorsten,
  • Zeche Sterkrade in Oberhausen-Sterkrade,
  • Zeche Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum,
  • Zeche Radbod in Hamm-Bockum-Hövel,
  • Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven und
  • Ahe-Hammer in Herscheid

Moers-Repelen, Schachtanlage Pattberg, Maschinenhalle Schacht 1, Fördermaschine, Gutehoffnungshütte, 1912, Treibscheibe Durchmesser 7 m, Motoren 2 × 1.015 kW, Siemens-Schuckertwerke, am 10. September 2017 von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Nicht geöffnet sind lediglich die Standorte der Stiftung Zeche Zweckel in Gladbeck, Zeche Hansa in Dortmund-Huckarde und das Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk in Herdecke. Die Zechen Pattberg in Moers-Repelen und Monopol in Kamen sowie der Ahe-Hammer in Herscheid sind allerdings nicht im aktuellen bundesweiten Programm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufgeführt. Alle drei genannten Standorte sind am kommenden Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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