Mittwoch, 7. Juni 2017

Vorschau: Die ExtraSchicht 2017 in Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr zwischen Feuer und Eis

Verdrehte Sichtweisen erwarten Besucher im MüGa-Park Mülheim zur Extra-Schicht 2017: Die Welt aus der Sicht eines Reiskorns wird von der Künstlergruppe Stan’s Cafe erzählt und bildet politische und soziale Wahrheiten ab. Dazu gibt es tanzende Feuerkunst und eine Feuer-Laser-Show. Die Camera Obscura offenbart Seelenfrieden mit Fotoausstellungen zum RuhrtalRadweg. Im Aquarius Wassermuseum wird es eisig, denn Ausstellungen rund um das Thema Trinkwasser sowie eine Fotoausstellung mit Eismotiven aus Island stehen auf dem Programm. Stefan Schäfer, Schatzgräber und Entdecker liest „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“.

Begehbare Camera Obscura in der ehemaligen Wasserkuppel des Broicher Wasserturms

Fire and Reis
Besucher verwandeln sich in ein Reiskorn und schauen gebannt auf die Welt. Und das zwischen Ringlokschuppen Ruhr, Schloß Broich und Camera Obscura im MüGa-Park Mülheim. Die Welt liegt ihnen zu Füßen: jeder Mensch ein Reiskorn. Acht Tonnen Reis häuft die Künstlergruppe Stan’s Cafe im Ringlokschuppen Ruhr auf: kleine und große Reisberge, die die politischen und sozialen Wahrheiten der Welt abbilden. Zahlen werden zum visuellen Ereignis. Bis in den frühen Morgen begleiten Besucher surreale Feuertraum-Performances der Firedancer durch die Nacht. Davor ergießt sich der wunderschön illuminierte MüGa-Park mit Improvisationstheater und tanzender Feuerkunst. Die Camera Obscura offenbart nach Einbruch der Dunkelheit Seelenfrieden in der Sternenlounge und ermöglicht den Gästen, bevor es dunkel wird, am Projektionstisch des Turms durch das Phänomen der „Lochkamera“ einen tollen Rundblick von MüGa-Park bis zum Horizont. Außerdem werden Etagenführungen durch das Museum angeboten und eine Fotoausstellung zum RuhrtalRadweg präsentiert. Mit Einbruch der Dunkelheit beginnen die spektakulären Feuer-Laser-Shows. Zum Schluss ab ins HEIDI HOH, dort erwartet Besucher DJ Casio.

Stan’s Cafe , © Karen Staffortd

firedancer, © Stefan Wüsten

Eiszeit
Im Aquarius Wassermuseum tauchen Besucher ein in die Ausstellung über das kühle Nass. Warum schwimmt Eis? An der neuen Laborstation wird das Phänomen anschaulich erklärt. In der BluBar genießen Besucher bei einem Cocktail den fantastischen Blick auf die Region und können eine Fotoausstellung mit Eismotiven aus Island bestaunen. Die Schönheit der Kälte präsentiert der Eisdesigner Horst Birekoven und kreiert eine 2 × 2 Meter große, vergängliche Eisskulptur. Durch sie wird ein ewiger Kreis sichtbar. Sie schmilzt und wird wieder zu Wasser. Der literarische Schatzgräber und Entdecker suggestiver Reiseberichte Stefan Schäfer liest aus „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr – eine melancholische Geschichte einer realen Expedition durch die Beringstraße ins ewige Eis. Die Ruhr-River Jazzband featuring Students of Jazz spielt Dixieland der 20er/30er Jahre. Für „Coolness to go“ sorgt die Mitmachaktion „Schneekugel gestalten“. Nach Sonnenuntergang erstrahlt der Aquarius-Seitenturm in eisigem Blau.

Eisdesigner Horst Birekoven, © Horst Birekoven

Noch bis zum 23. Juni 2017 gibt es die Eintrittskarte zur Nacht der Industriekultur im Ticketvorverkauf zum Preis von 17 Euro (pro Person für alle Besucher ab 6 Jahren), ermäßigt 14 Euro unter www.extraschicht.de, an allen Spielorten der ExtraSchicht 2017, in teilnehmenden Touristinformationen der Metropole Ruhr, in teilnehmenden Kundencentern der Verkehrsunternehmen, an allen DB-Fahrkartenautomaten im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Verkehrs­gemein­schaft Ruhr-Lippe, in den DB-Reisezentren und DB-Agenturen in NRW, in allen ADAC Geschäftsstellen in NRW sowie in den LeserLäden und LeserServices der Funke Mediengruppe. Die Karte berechtigt zum Eintritt an allen 45 Spielorten und ist gleichzeitig Fahrschein für alle ExtraSchicht-Shuttle-Busse. Als Kombiticket gilt die Karte für alle Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Verkehrs­gemein­schaft Ruhr-Lippe und gilt dort ganztägig am 24. Juni 2017 bis 7 Uhr am Folgetag. Somit kann es auch bereits für die Anreise zur ExtraSchicht genutzt werden.

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