Samstag, 10. Juni 2017

Skulptur Projekte Münster 2017

114 Tage zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum

Im Jahr 1973 empört sich die Münsteraner Bevölkerung über die Aufstellung der kinetischen Skulptur „Drei rotierende Quadrate“ von George Rickey an der Engelenschanze. Der öffentliche Streit gibt den Anlass zur Idee Klaus Bußmanns, mit einer Ausstellung eine neue Basis für den offenen Umgang mit dem Medium Skulptur zu schaffen. Gemeinsam mit Kasper König kuratiert er dazu eine zweiteilige Ausstellung, die 1977 eröffnet. Während in einer Übersichtsausstellung am Westfälischen Landesmuseum die Geschichte und Entwicklung der modernen Skulptur nachgezeichnet wird, folgen neun vornehmlich aus den USA stammende Gegenwartskünstler einer Einladung der Kuratoren, um im Rahmen eines Projektbereiches ihre Arbeiten im Stadtgebiet von Münster vor Ort zu realisieren. Damit wird die Auseinandersetzung zwischen Betrachter_innen und Skulptur vom musealen Rahmen auf den öffentlichen Raum ausgeweitet.

Claes Oldenburg (* 1929 in Stockholm), Giant Pool Balls, Skulptur Projekte Münster 1977, Aaseeterassen am nördlichen Ufer des Aasees

Seit 1977 laden die Skulptur Projekte Münster alle zehn Jahre zu einer besonderen Ausstellungserfahrung ein: Künstler_innen entwickeln ortsbezogene Arbeiten für Münster – bildhauerische, genauso wie Video-Installationen oder Performances. Die realisierten Projekte schreiben sich in die baulichen, historischen und gesellschaftlichen Kontexte der Stadt ein, gleichzeitig weisen sie weit darüber hinaus: Themen der globalen Gegenwart und Reflexionen über den Begriff Skulptur fließen 2017 in die künstlerischen Auseinandersetzungen ebenso ein wie Fragen zum Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum in Zeiten zunehmender Digitalisierung.

Nairy Baghramian (* 1971 in Isfahan, lebt und arbeitet in Berlin), Beliebte Stellen/Privileged Points, Vorplatz des Erbdrostehofs

Am Freitag, 9. Juni 2017 stellte das kuratorische Team, bestehend aus Britta Peters, freie Kuratorin aus Hamburg, Marianne Wagner, Kuratorin für Gegenwartskunst am LWL-Museum für Kunst und Kultur, sowie Kasper König als künstlerischen Leiter, die Skulptur Projekte 2017 vor. Imke Itzen erläuterte als Projektleiterin die Skulptur Projekte in Zahlen und Fakten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit seinem Direktor Matthias Löb und die Stadt Münster mit Oberbürgermeister Markus Lewe als Träger der Skulptur Projekte betonten die Bedeutung der Ausstellung für Münster und die Region. Markus Schabel von der Sparkasse Münsterland Ost und Dr. Wolfgang Breuer von der Westfälischen Provinzial Versicherung sprachen als Vertreter der Sparkassen-Finanzgruppe und Friederike Tappe-Hornbostel für die Kulturstiftung des Bundes über ihr Engagement als Hauptförderer.

Nairy Baghramian (* 1971 in Isfahan, lebt und arbeitet in Berlin), Beliebte Stellen/Privileged Points, Hinterhof des Erbdrostehofs

Kasper König (* 1943 in Mettingen, Westfalen) formulierte seine Rolle bei der fünften Ausgabe der Skulptur Projekte mit entschiedenen Worten: „Es ist mein Job als künstlerischer Leiter dafür zu sorgen, dass es kein Festival wird, sondern eine Ausstellung bleibt, die man physisch, haptisch, emotional wahrnimmt. Ich bin hier, um die Autonomie der Skulptur Projekte zu verteidigen – und um von den jüngeren Generationen zu lernen.“ Britta Peters (* 1967 in Birkenfeld an der Nahe) erläuterte die Grundbedingungen des Projekts: „Die Ausstellung entsteht mit den Projektvorschlägen der eingeladenen Künstler_innen. Die Ansprüche von kuratorischer Seite sind hoch, aber gleichzeitig relativ frei von Nebenbedingungen: Das Einzige, was es 2017 für ein breites Publikum in Münster wirklich unter Beweis zu stellen gilt, ist die politische und gesellschaftliche Relevanz von ästhetisch scharfgestellten Positionen. Das birgt das Risiko zu scheitern, aber ich denke, wir können sehr froh sein, wie gut alles zusammengekommen ist. Die Arbeiten bieten sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte und korrespondieren lebhaft miteinander, es lassen sich immer wieder neue Stränge und Querverbindungen ausmachen.“ Marianne Wagner (* 1978 in Schlieren, Kanton Zürich) betonte die Besonderheit des kuratorischen Arbeitens im öffentlichen Raum: „Die Skulptur Projekte sind ein Testfeld, auf dem künstlerische und gesellschaftsrelevante Fragen zur Diskussion stehen, aber auch individuelle Positionierungen zur Kunst immer wieder kritisch debattiert werden können. Sich mit dem öffentlichen Raum auseinanderzusetzen heißt immer auch, diesen zu verhandeln – das zeigt sich in der Realisierungsphase der Ausstellung in der Zusammenarbeit mit den Künstler_innen und einer Vielzahl von Akteur_innen in der Stadt. Und das schlägt sich auch im Archiv nieder, das die Entwicklung der letzen 40 Jahre aufzeichnet und so selbst zu einem Bezugsort für uns und die Künstler_innen geworden ist.“

Aram Bartholl (* 1972 in Bremen, lebt und arbeitet in Berlin), 5 V, Pumpenhaus

LWL-Direktor Matthias Löb fasste die Bedeutung der Skulptur Projekte für die Region zusammen: „Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist mit seinen 17 Museen der bedeutendste Kulturanbieter in der Region, darunter das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, das auch in dieser Ausgabe als ein Fixpunkt der Skulptur Projekte fungiert. Von außen nehmen viele Westfalen als Beispiel für biedere Beschaulichkeit wahr. Zu Unrecht, denn hier laufen hoch angesehene und gut besuchte Ausstellungen, international anerkannte Künstlerinnen und Künstler haben Münster auf ihrer Landkarte. Und alle zehn Jahre treten die Akteure der Skulptur Projekte besonders auf die Beschaulichkeitsbremse. Diese Reibung reizt die Besucherinnen und Besucher und tut der Region gut.“

Cosima von Bonin (* 1962 in Mombasa, lebt und arbeitet in Köln) und Tom Burr (* 1963 in New Haven, lebt und arbeitet in New York), Benz Bonin Burr, Vorplatz des LWL-Museums für Kunst und Kultur

Oberbürgermeister Markus Lewe betonte, wie die Ausstellung das öffentliche Leben in der Stadt Münster bereichert: „Die Skulptur Projekte führen mit uns einen Dialog über Münster, den öffentlichen Raum und unser Leben in der Stadt. Nicht nur lässt Kunst uns unsere Stadt immer wieder anders erleben, auch bietet sie eine außergewöhnliche Chance, über die eigenen Vorstellungen von Münster zu sprechen und zu streiten.“

Cosima von Bonin (* 1962 in Mombasa, lebt und arbeitet in Köln) und Tom Burr (* 1963 in New Haven, lebt und arbeitet in New York), Benz Bonin Burr, Vorplatz des LWL-Museums für Kunst und Kultur

Friederike Tappe-Hornbostel, Sprecherin der Kulturstiftung des Bundes, nannte die Ausstellung ein „alle zehn Jahre stattfindendes Großexperiment zur Frage, in welche Richtungen sich die Skulptur in Zukunft entwickelt“, und führte aus: „Vor 40 Jahren standen die Zeichen auf Abkehr von den Traditionen der Klassischen Moderne. Man verließ den Museumsraum und begab sich ins urbane Alltagsleben. Prozesse öffentlichen Handelns mit breiter Publikumsbeteiligung und vor allem auch breiter Beforschung der Stadt Münster schoben sich vor das Interesse am Künstler und seinem Werk. Aber so wenig es lediglich um den Künstler und sein Werk im Außenraum, gewissermaßen um den ‚Held und sein Wetter‘ ging, so wenig begnügten sich die Skulptur Projekte Münster jemals mit der Stadt als einer Art temporärer Freiluftgalerie. Auch im Ausstellungsjahr 2017 zeigt sich wieder, wie erfolgreich sie Versuchsfelder eröffnen, in denen das Nachdenken über die Kunst ebenso befördert wird wie die Kunst des Nachdenkens.“

Kleingartenverein Mühlenfeld

Markus Schabel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, erklärte: „Mit den Skulptur Projekten 2017 entzündet die Region erneut ein kulturelles Leuchtfeuer, das Menschen weit über Münster und das Münsterland hinaus inspiriert. Die renommierte Ausstellung bringt einmalige Kunstwerke in unseren Lebensraum, macht Kunst dabei für alle erlebbar und erhöht die Attraktivität des Münsterlandes. Dazu leisten die Sparkasse Münsterland Ost, ihre Stiftungen und die gesamte Sparkassen-Finanzgruppe gern einen Beitrag.“ Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial Versicherung verwies auf das langjährige Engagement der Provinzial Stiftung: „Mit der Förderung der Premierenausstellung hat die Westfälische Provinzial 1977 den Grundstein für eine bis heute andauernde Unternehmenstradition gelegt. Wir freuen uns deshalb, mit unserer Provinzial Stiftung LWL-Museum für Kunst und Kultur 2017 erneut daran mitzuwirken, Münster ins Rampenlicht der weltweiten Kunstszene zu rücken. Erstmals engagieren wir uns dazu gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe als Hauptförderer der Skulptur Projekte und unterstreichen so unsere gelebte Nähe zur Region.“

Jeremy Deller (* 1966 in London, lebt und arbeitet in London), Speak to the Earth and it will tell you (Sprich zur Erde, sie wird es dir sagen), 2007 – 2017, Kleingartenverein Mühlenfeld

Für die fünfte Ausgabe der Skulptur Projekte entstanden 35 neue Werke, die Künstler_innen auf Einladung des kuratorischen Teams für die spezifischen Ortsbedingungen in Münster entwickelt haben. Die Ausstellung erstreckt sich über den gesamten Stadtraum und bindet erstmals eine Kooperation mit einer anderen Institution ein – dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl. Mit dem westfälischen Marl erweitert Münster seinen Untersuchungsgegenstand – bietet die Stadt im Ruhrgebiet doch einen spannenden Kontrapunkt. Denn Marl markiert topo- wie soziografisch die Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet und Münsterland und verfügt über eine eigene Tradition im Bereich Kunst im öffentlichen Raum. THE HOT WIRE umfasst verschiedene Projektbausteine im Innen- wie Außenbereich: Künstler_innen, die in beiden Städten arbeiten, einen Skulpturentausch zwischen den beiden Städten, eine Ausstellung von Modellen aus dem Archiv der Skulptur Projekte und dem Bestand des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl, eine Videokunst-Ausstellung in einem alten Schulgebäude und jede Menge wechselseitigen Besuch.

Jeremy Deller (* 1966 in London, lebt und arbeitet in London), Speak to the Earth and it will tell you (Sprich zur Erde, sie wird es dir sagen), 2007 – 2017, Kleingartenverein Mühlenfeld

Zur Ausstellung erscheint ein 480-seitiger Katalog (DE/EN). Gemeinsam mit den Schweizer Gestaltern Lex Trüb und Urs Lehni wurde ein Katalogkonzept entwickelt, das der Ausstellung als Gesamtzusammenhang genauso gerecht zu werden versucht wie den einzelnen Projekten. Neben eigens mit den Künstler_innen entwickelten Projektseiten beinhaltet er eine ausführliche Bildstrecke der aktuellen Werke. In sieben Essays werden pointierte Thesen formuliert, um das diskursive Feld der Ausstellung zu eröffnen. Autoren sind Inke Arns, Claire Doherty, Georg Elben, Mithu Sanyal, Mark von Schlegell, Angelika Schnell, Gerhard Vinken und Raluca Voinea. Der Katalog ist als erschwingliches und handliches Buch mit Magazincharakter konzipiert; ein Hybrid aus Ausstellungskatalog und Kurzführer und kostet in der Museumsausgabe 15 Euro und wird bei Spector Books, Leipzig, verlegt. Ergänzt wird der Katalog durch eine Orientierungskarte zum Preis von 3 Euro, die alle Standorte verzeichnet und kurze Erläuterungen zu den Werken gibt. Als digitales Pendant der Karte dient eine App als Orientierungshilfe für den Besuch vor Ort.

Nicole Eisenmann (* 1965 in Verdun, lebt und arbeitet in New York), Sketch for a Fountain (Skizze für einen Brunnen), Wiese neben der Promenade

Mit einem umfangreichen öffentlichen Vermittlungsprogramm lädt die Kunstvermittlung der Skulptur Projekte 2017 Münsteraner_innen und ihre Gäste ein, sich über ihre unterschiedlichen Perspektiven auf Kunst im öffentlichen Raum auszutauschen. Der Fokus liegt dabei auf der persönlichen Erfahrung und dem subjektiven Erleben der Werke in ihrem städtischen Umfeld. Um die sprachliche Vielfalt der Besucher_innen zu berücksichtigen, finden die zweistündigen öffentlichen Touren nicht nur auf Deutsch und Englisch statt, sondern auch in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache sowie in für Münster zunehmend relevanten Sprachen, wie Arabisch, Farsi, Kurdisch und Russisch. Das auswärtige Publikum wird zusätzlich auf Französisch und Niederländisch angesprochen. Hinzu kommen deutschsprachige Angebote für sehbehinderte oder blinde Menschen, die alle Sinne ansprechen. Die Gruppengröße beträgt immer 16 Personen. Die Touren finden in der Regel zu Fuß statt, mit einer Ausnahme: Es gibt auf Deutsch auch Fahrradtouren. Die öffentlichen Touren können dank der Unterstützung der Brillux GmbH & Co. KG gebührenfrei angeboten werden. Die kostenfreien inklusiven Touren werden durch ein Engagement des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ermöglicht. Ein besonderer Ort der Kunstvermittlung ist die Trafostation an der Schlaunstraße. Die Trafostation mit ihrem eher industriellen Charakter ist täglich geöffnet und wird mit einem Programm aus öffentlichen und von Gruppen gebuchten Angeboten bespielt. Tagsüber werden Workshops für Schulgruppen angeboten, für Kinder und Jugendliche gibt es samstags und in den Sommerferien öffentliche Workshops. Jeden Mittwochabend bietet das „Trafolab“ öffentliche Workshops für Erwachsene an. Die genannten Angebote sind kostenfrei.

Nicole Eisenmann (* 1965 in Verdun, lebt und arbeitet in New York), Sketch for a Fountain (Skizze für einen Brunnen), Wiese neben der Promenade

Nicole Eisenmann (* 1965 in Verdun, lebt und arbeitet in New York), Sketch for a Fountain (Skizze für einenn Brunnen), Wiese neben der Promenade

Ayşe Erkmen (* 1949 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin und Istanbul), On Water (Auf dem Wasser), Stadthafen 1

Ayşe Erkmen bezieht mit einer knapp unter der Wasseroberfläche gelegenen Querung erstmals das Hafengelände in die Skulptur Projekte mit ein. An dem kleinen Stichkanal ist im vergangenen Jahrzehnt eine Gemengelage aus Gastronomie und nach wie vor vorhandenem Gefahrengutlager entstanden, die Ayşe Erkmen durch die prekäre Verbindung „On Water“ zwischen den beiden unterschiedlichen Uferseiten hervorhebt. Keine Sorge, wer denebentappt und ins Wasser fällt, soll von der DLRG gerettet werden, weshalb diese während der Öffnungszeiten ständig vor Ort ist.

Ayşe Erkmen (* 1949 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin und Istanbul), On Water (auf dem Wasser), Stadthafen 1

Ayşe Erkmen (* 1949 in Istanbul, lebt und arbeitet in Berlin und Istanbul), On Water (auf dem Wasser), Stadthafen 1

Pierre Huyghe (* 1962 in Paris, lebt und arbeitet in New York), After ALife Ahead Nach einem K-Leben vor dem, was kommt), ehemalige Eissporthalle an der Steinfurterstraße

John Knight (* 1945 in Los Angeles, lebt und arbeitet in Los Angeles=, John Knight, A Work in situ (john Knight, Eine Arbeit in situ), Fassade vom Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur

John Knight (* 1945 in Los Angeles, lebt und arbeitet in Los Angeles), John Knight, A Work in situ (John Knight, Eine Arbeit in situ), Fassade vom Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur

LWL-Museum für Kunst und Kultur

LWL-Museum für Kunst und Kultur

Justin Matherly (* 1972 in New York, lebt und arbeitet in New York), Nietsche’s Rock (Nietsches Felsen), Wiese an der Promenade

Peles Empire (Barbara Wolff, * 1980 in Fogarasch, lebt und arbeitet in Berlin, und Katharina Stöver, * 1982 in Gießen, lebt und arbeitet in Berlin), Skulpture (Skulptur), Parkplatz des Oberverwaltungsgerichts

Peles Empire (Barbara Wolff, * 1980 in Fogarasch, lebt und arbeitet in Berlin, und Katharina Stöver, * 1982 in Gießen, lebt und arbeitet in Berlin), Skulpture (Skulptur), Parkplatz des Oberverwaltungsgerichts

Historisches Rathaus Münster

Historisches Rathaus Münster, Friedenssaal

Alexandra Pirici (* 1982 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest), Leaking Territories (Undichte Territorien), Friedenssaal im Historischen Rathaus Münster

Alexandra Pirici (* 1982 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest), Leaking Territories (Undichte Territorien), Friedenssaal im Historischen Rathaus Münster

Alexandra Pirici (* 1982 in Bukarest, lebt und arbeitet in Bukarest), Leaking Territories (Undichte Territorien), Friedenssaal im Historischen Rathaus Münster

Sany (Samuel Nyholm, * 1973 in Lund, lebt und arbeitet in Stockholm und Bremen), Marginal Frieze/Fallande ting, Schlossplatz

Sany (Samuel Nyholm, * 1973 in Lund, lebt und arbeitet in Stockholm und Bremen), Marginal Frieze/Fallande ting, Bispinghof

Thomas Schütte (* 1954 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf), Nuclear Temple, 2011, altes Zoogelände

Thomas Schütte (* 1954 in Oldenburg, lebt und arbeitet in Düsseldorf), Nuclear Temple, 2011, altes Zoogelände

Hito Steyerl (* 1966 in München, lebt und arbeitet in Berlin), HellYeahWeFuckDie, LBS West

Hervé Youmbi (* 1973 in Bangui, lebt und arbeitet in Douala), Les masques célèstes (himmlische Masken), Überwasserfriedhof

Hervé Youmbi (* 1973 in Bangui, lebt und arbeitet in Douala), Les masques célèstes (himmlische Masken), Überwasserfriedhof

Hervé Youmbi (* 1973 in Bangui, lebt und arbeitet in Douala), Les masques célèstes (himmlische Masken), Überwasserfriedhof

Die Skulptur Projekte Münster 2017 sind vom 10. Juni bis 1. Oktober 2017 (mit wenigen Ausnahmen, beispielsweise „On Water“ von Ayşe Erkmen im Stadthafen oder „Leaking Territories“ von Alexandra Pirici im Historischen Rathaus) von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, am Freitag von 10 bis 22 Uhr. Die 35 neuen künstlerischen Positionen der Skulptur Projekte Münster 2017 zwischen Bildhauerei und performativer Kunst an verschiedenen Orten im Stadtraum sind öffentlich und frei zugänglich. Weitere Informationen unter www.skulptur-projekte.de. Münster ist mit der Bahn vom Ruhrgebiet bequem mit der Linie RE 2 (Rhein-Haard-Express) zu erreichen. Die erste Anlaufstelle dürfte das LWL-Museum für Kunst und Kultur sein, wo man alle genannten Publikationen erwerben kann. Außerdem befindet sich am LWL-Museum für Kunst und Kultur auch der Fahrradverleih der Skulptur Projekte Münster 2017 (Online-Buchung möglich unter www.skulptur-projekte-bybike.de). Die Projekte von Ei Arakawa auf der Wiese vor dem Haus Kamp, Hreinn Friðfinnsson auf einer Lichtung im Sternbuschpark, Pierre Huyghe in der ehemaligen Eissporthalle an der Steinfurterstraße oder Oscar Tuazon auf einer Wiese zwischen Hafengrenzweg und Albersloher Weg sind im wahrsten Sinne des Wortes jwd und zu Fuß nur mit großem Zeitaufwand zu erreichen. Aber auch in der Innenstadt erweist sich das Fahrrad als Fortbewegungsmittel der Wahl.

Heinz Mack (* 8. März 1931 in Lollar, Hessen), Wasserplastik, 1977, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse

Neben der öffentlichen Sammlung befinden sich ein ganze Reihe von Kunstwerken im öffentlichen Raum, beispielhaft seien hier die beiden Werke von Heinz Mark und Henry Moore an der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse gezeigt.

Heinz Mack (* 8. März 1931 in Lollar, Hessen), Wasserplastik, 1977, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse

Henry Moore (* 30. Juli 1898 in Castleford, Yorkshire, † 31. August 1986 in Much Hadham, Hertfordshire), Three Piece Sculpture: Vertebrae, 1968/69, LBS Westdeutsche Landesbausparkasse

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