Samstag, 27. Mai 2017

„Warten auf den Fluss“ kehrt nach Essen zurück

… und wartet noch immer auf die Blaue Emscher

Im Rahmen des Themenbereichs „Meine Flüsse“ der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 kehrt die „schlafende“ Brücke „Warten auf den Fluss“ nach Essen zurück, die zur EMSCHERKUNST.2010 von der Künstlergruppe Observatorium (Geert van de Camp, Andre Dekker, Lieven Poutsma und Ruud Reutelingsperger) aus Rotterdam realisiert wurde. Hintergrund ist die Renaturierung der Emscher. Die 38 Meter lange, überdachte Brücke, die in einer Wiese inmitten der Industrienatur zwischen Schurenbachhalde und Nordsternpark auf der Emscherinsel errichtet wurde, wartet darauf, dass die versprochene Blaue Emscher unter ihr hindurch gegraben wird.

„Warten auf den Fluss“ von der niederländischen Gruppe Observatorium

Vom 4. Juni bis 3. September 2017 kann die Skulptur „Warten auf den Fluss“ wieder von Gruppen bis zu 8 Personen angemietet werden, die dort auch die Möglichkeit haben, zu übernachten. Jedoch können sie dabei zeitweise vom Publikum beobachtet werden. 2017 wird die Künstlergruppe Observatorium Gastgeber ihres eigenen Kunstwerks sein. Neben der gewohnten Gastfreundschaft mit Übernachtungen, Bewirtung und Künstlergesprächen wird es ein künstlerisches Programm über die Zukunft der Emscherinsel auf Essener Stadtgebiet geben. Die offizielle Eröffnung findet am Sonntag, 4. Juni 2017 statt. Weitere Informationen unter wartenaufdenfluss.de.

„Warten auf den Fluss“ von der niederländischen Gruppe Observatorium

Wer nicht nur untätig warten möchte, kann auch auf die nahegelegene, im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park als Landmarke gestaltete Schurenbachhalde steigen, am schnellsten erreicht man das Plateau von der Skulptur „Warten auf den Fluss“ über den Treppenaufgang im Osten der Halde.

Schurenbachhalde mit der stählernen „Bramme für das Ruhrgebiet“ des amerikanischen Künstlers Richard Serra

Auf dem höchsten Punkt der Bergehalde wurde am 10. November 1998 die stählerne Skulptur „Bramme für das Ruhrgebiet“ des amerikanischen Künstlers Richard Serra aufgestellt, ein 14,5 m hoher, 4,2 m breiter und 13,5 cm dicker Stahlblock.

Richard Serras Landmarke „Bramme für das Ruhrgebiet“ auf der Schurenbachhalde

Da das Plateau der Schurenbachhalde lediglich aus Abraummaterial aus dem Steinkohlenbergbau besteht, hat es beinahe den Charakter einer Mondlandschaft mit extrem spärlichem Bewuchs.

spärlicher Bewuchs auf der Schurenbachhalde

Lenkdrachen über dem Plateau der Schurenbachhalde

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