Samstag, 27. Mai 2017

LWL-Freilichtmuseum Hagen

Westfälisches Landes­museum für Handwerk und Technik

Schwungrad der ersten Kolbendampfmaschine des Wasserwerkes Hagen-Hengstey am Weg zum LWL-Freilichtmuseum Hagen

Brückentag und strahlender Sonnenschein, wie gemacht, um den eintrittsfreien Freitag im LWL-Freilichtmuseum Hagen auszunutzen. Das Westfälische Landes­museum für Handwerk und Technik ist ein Freilicht­museum im Mäckingerbachtal in Hagen-Selbecke und als eines der ältesten technik­historischen Museen Deutschlands einzigartig in Europa. Herausragend ist neben der Sammlung historischer Objekte die große Anzahl von „Werkstätten in Betrieb“, in denen historische Arbeitstechniken gezeigt werden. In mehr als zwanzig der etwa sechzig wiederaufgebauten oder rekonstruierten Fachwerkhäuser und Werkstätten wird weiterhin gearbeitet und produziert. Die Besucher erleben historisches Handwerk und Gewerbe und den Werdegang der industriellen Produktion vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Beginn der Hochindustrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Fragen stellen ist ausdrücklich erwünscht und bei den Mitmachaktionen dürfen die kleinen und großen Besucher auch mit anpacken. Es wird geschmiedet, gebacken, gedruckt, gebraut und vieles mehr, und vor den Augen der Besucher entstehen so Nägel, Seile, Papier, Zigarren, Brot, Kaffee und noch so manches andere Produkt.

alter Traktor am Weg zum LWL-Freilichtmuseum Hagen

In den 60 historischen Werkstätten und Betrieben sind historische Werkstatteinrichtungen sowie bedeutende Denkmale der vor- und frühindustriellen Technikgeschichte ausgestellt, sie stellen eine Auswahl aus unterschiedlichen Branchen des produzierenden Gewerbes („Eisen und Stahl“, „Nichteisenmetalle“, „Druck und Papier“, „Holzverabeitung“, „Stein/Keramik/Glas“ und „Fasern/Leder/Felle“) sowie dem Bereich „Nahrung und Genussmittel“ dar. Den Schwerpunkt bildet die Metallverarbeitung, die seit der Frühen Neuzeit vor allem im märkischen Raum ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war. Im Bereich „öffentliche Einrichtungen“ werden ergänzende historische Aspekte des Transportwesens, des Verkehrs- und Nachrichtenwesens sowie der kommunalen und staatlichen Verwaltung präsentiert.

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Getreidemühle, Galerieholländer aus Westrup im Kreis Minden-Lübbeke

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Lohmühle aus Plettenberg, um 1820

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Rekonstruktion des Rathauses Neunkirchen, Originalbau von 1754

Im ehemaligen Rathaus von Neunkirchen, das im Freilichtmuseum angelehnt an den Originalbau von 1754 wieder errichtet wurde, befindet sich seit 1983 die Sammlung des Deutschen Schmiedemuseums. Die Ausstellung stellt nicht nur die verschiedenen Schmideberufe vor, sondern auch die „eisernen Schätze“ der Sammlung des Deutschen Schmiedemuseums.

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Deutsches Schmiedemuseum, Vorhängeschloss, 1. Hälfte 19. Jahrhundert

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Sensenhammer

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Kohlenmeiler

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Druckerei

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Sägemühle

LWL-Freilichtmuseum Hagen, „Zink – Das achte Metall“

LWL-Freilichtmuseum Hagen, „Zink – Das achte Metall“

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Kühlmaschine, Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG, Wiesbaden, № 628, 1888

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Obstbrennerei

Wer die Bäcker bei der Arbeit erleben möchte, sollte sich möglichst frühzeitig auf den Weg zum oberen Bereich des Museumsgeländes machen. Bäcker sind bekanntlich Frühaufsteher…

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Bäckerei

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Kaffeeröstrei

Unter dem Titel „Läuft wieder!“ präsentiert das LWL-Frei­licht­museum Hagen vom 21. Mai bis 31. Oktober 2017 eine Sonderausstellung zur Autowerkstatt in den 1960er-Jahren. Über 200 Objekte wie Werkzeuge, Kassenbücher und Rechnungen sollen die Besucher durch die Ausstellung wie durch eine KFZ-Werkstatt der 1960er-Jahre gehen lassen. Wenn ich ehrlich bin, that don’t impress me much.

LWL-Freilichtmuseum Hagen, „Läuft wieder!“, Keramikbild „Opel Sicherheit – Ordnung – Sauberkeit 1902 – 1962“

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Kolonialwarenladen

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Stellmacherei

LWL-Freilichtmuseum Hagen, „Dorfplatz“: Brauerei, Obstbrennerei, Brückenwaage, Bürgermeisteramt, Kolonialwarenladen und Fleischerei, Kaffeerösterei, Tabakfabrik

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen ist nur saisonal vom 1. April bis zum 31. Oktober dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen (auch montags) ab 9 Uhr geöffnet, Einlass bis 17 Uhr. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, für Kinder von sechs bis 18 Jahren 2 Euro (unter sechs Jahren ist der Eintritt frei) und für Familien 15 Euro. Am 28. April, 26. Mai, 30. Juni, 28. Juli, 25. August, 29. September und 27. Oktober 2017 ist der Eintritt frei.

LWL-Freilichtmuseum Hagen im Mäckingerbachtal, ein Tal voller Entdeckungen

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