Montag, 29. Mai 2017

Haltern am See

Stadt an der Grenze zwischen Ruhrgebiet und Münsterland

Schon die alten Römer hatten in Haltern ein Lager errichtet, zogen sich aber nach der Varusschlacht aus dem heutigen Nord- und Westdeutschland zurück, obwohl sie den vermeintlichen Sieg von Nero Claudius Drusus Germanicus am 26. Mai 17 n. Chr. mit einem großen Triumpfzug in Rom gefeiert haben. Fake news oder alternative Fakten gab es vor 2000 Jahren schon. Darüber an anderer Stelle mehr.

Altes Rathaus

1560 Jahre später wurde in Haltern das gotische Rathaus mit Renaissance-Giebeln und dem Bogengang errichtet. Dort beginnt auch ein etwa 3 km langer Rundweg zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Altes Rathaus, Halterner Stadtwappen an der Vorderfront

Altes Rathaus und Marktbrunnen

Gänsemarkt

An dem im Volksmund als Gänsemarkt bezeichneten Platz befindet sich ein giebelständiger Fachwerkbau aus dem Jahr 1611, das älteste erhaltene Ackerbürgerhaus in Haltern am See.

Ackerbürgerhaus am Gänsemarkt, 1611

Gänsemarkt, „Gänseliesel“ von Leo Janischowsky, 2014

Der 1502 erbaute „Siebenteufelsturm“ gehörte ursprünglich zur Stadtbefestigung, die im 18. Jahrhundert abgetragen wurde.

„Siebenteufelsturm“

„Der gescheiterte Varus“ von Wilfried Koch im Kardinal-von-Galen-Park stellt den geschlagenen Feldherrn Publius Quinctilius Varus während der Varusschlacht dar, der im Jahre 9 n. Chr. mit seinen Truppen unterging.

„Der gescheiterte Varus“ von Wilfried Koch, 2003, im Kardinal-von-Gahlen-Park

Die bronzene Kuh von Josef Krautwald soll an den „Kohküttelmarkt“ erinnern, die Sammelstelle für den Weidenauftrieb der Kühe der innerstädtischen Bürger.

bronzene Kuh von Josef Krautwald, 1989, am „Kohküttelmarkt“

Bockkran, der an die einstige Hafenanlage und den „Kranich von Haltern“ erinnern soll

Unmittelbar außerhalb des alten Stadtgrabens befindet sich seit 1767 der Jüdische Friedhof. 1997 wurde für die während der NS-Gewaltherrschaft verfolgten jüdischen Mitbürger ein Gedenkstein aufgestellt, der in der Form einer alttestamentarischen Gesetzestafel gestaltet ist.

Jüdischer Friedhof, Gedenkstein

„Kiep“ von Ulrich Schriewer, 2004

„Die Taucher“ von Peter Bracht, 2005

St. Sixtus-Kirche

Stevertalsperre Haltern, Walzenwehr

1931 wurde an der Stevertalsperre Haltern das Seebad Haltern am See mit einem 800 Meter langen Sandstrand für Badegäste eröffnet, das sich noch heute als Ausflugsziel großer Beliebtheit erfreut. Hier musste niemand über 40 Jahre darauf warten, offiziell in der Stevertalsperre Haltern schwimmen zu dürfen.

Stevertalsperre Haltern

In Haltern-Lippramsdorf befindet das Fördergerüst über dem bereits verfüllten Schacht 8 der Zeche Auguste Victoria, der erst 1982 zum Seilfahrtsschacht ausgebaut wurde.

Zeche Auguste Victoria, Fördergerüst über Schacht 8 in Haltern-Lippramsdorf


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