Samstag, 13. Mai 2017

„Der Heinrich bebt!“

Einweihungsparty auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen

Heinrich-König-Platz, Probsteikirche und Gedenkstele für Heinrich König

Mit der Fertigstellung des Heinrich-König-Platzes ist ein wichtiger Baustein für die zentrale City-Achse zwischen Musiktheater und Neumarkt vollendet worden. Im Januar 2013 starteten die Bauarbeiten, inzwischen hat der Platz seine ehemalige Oberflächenstruktur zurückerhalten, der terrassierte und überdimensionierte Stadtbahnzugang wurde durch gläserne Portale ersetzt. Neue Sitzgelegenheiten, Schatten spendende Baumgruppen und ein Wasserspiel laden zum Verweilen und Entspannen ein. Damit präsentiert sich der Heinrich-König-Platz als neues Herzstück der Gelsenkirchener City, als moderner, attraktiver Freiraum zum Bummeln, Spielen, Verweilen und Genießen – Dreh- und Angelpunkt für das urbane Leben. Dies nahmen die Stadt Gelsenkirchen, die Stadtmarketinggesellschaft Gelsenkirchen mbH und die City-Initiative zum Anlass, diesen neu gewonnenen städtischen Raum mit einer großen Party unter dem Titel „Der Heinrich bebt!“ offiziell einzuweihen.

Heinrich-König-Platz; Zwischenebene, „Der Lohn für Euer mutiges Mahnen war der Tod“

Was in der lauten Atmosphäre der Eröffnung sicher untergegangen ist: Sowohl der große Platz zwischen den beiden Stadtkirchen als auch die zentrale U-Bahn Station der City von Gelsenkirchen tragen den Namen von Vikar Heinrich König (* 24. Juni 1900 in Höchst am Main, † 24. Juni 1942 im KZ Dachau), der aufgrund einer privaten Äußerung, dass die Deutschen den Krieg nicht gewinnen würden, von der GESTAPO verhaftet wurde und wegen „Wehrkraftzersetzung“ neun Wochen in Untersuchungshaft gehalten wurde. Danach begann sein Martyrium im KZ Dachau.

Oberbürgermeister Frank Baranowski

„Linie 1“, Jeanette Claßen, Joachim Gabriel Maaß, Christa Platzer, Annika Firley, Heike Schmitz und Jacoub Eisa mit „Du sitzt mir gegenüber“

Im Anschluss an die Eröffnungsansprache von Oberbürgermeister Frank Baranowski präsentierte das Musiktheater im Revier Auszüge aus dem Musical „Linie 1“, das von einem jungen Mädchen aus der westdeutschen Provinz erzählt, das von zu Hause ausreißt und ins geteilte Berlin des Jahres 1986 kommt, um hier den Rock-Musiker Johnnie zu treffen, in den es sich bei einem Konzert verliebt hat und von dem es womöglich schwanger ist. Doch wer fehlte bei dem Auftritt? Man kann es sich beinahe denken: Das Mädchen von dem Plakat, mit dem für den Auftritt geworben wurde. Dafür war ja der Regisseur dabei… „Linie 1“ ohne Mädchen ist wie „Anatevka“ ohne Tevje, nur noch trauriger…

„Linie 1“, Jeanette Claßen mit „Du bist schön auch wenn du weinst (Marias Lied)“

„Linie 1“, Annika Firley mit dem David Bowie-Song „Heroes“

„Linie 1“, Joachim Gabriel Maaß mit „Herrlich zu leben“

„Linie 1“, Sebastian Schiller mit „Fahr mal wieder U-Bahn“

International Dance Sensation

Leslie Clio

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