Montag, 7. November 2016

Vorschau: „Effekthascherei“

Wanderausstellung zum Mitmachen und Entdecken an 18 spannenden Experimenten

Können Kugeln aufwärts rollen? Was sieht ein Fisch beim Blick aus dem Wasser? Die Wanderausstellung „Effekthascherei“ verblüfft neugierige Besucher mit 18 spannenden Effekten. Der Duden beschreibt den Begriff Effekt als „bezweckte oder auch nicht bezweckte [überraschende, beeindruckende] Wirkung“. Genau dies steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Fast überall besteht die Möglichkeit zuzupacken, zu drehen, zu kurbeln, aus bestimmten Blickwinkeln zu schauen um die damit überraschende Wirkung zu erhaschen, zu beobachten oder sogar direkt zu spüren. Und nicht nur das: Beim genauen Beobachten und weiteren Experimentieren können die zunächst überraschenden Zusammenhänge vielleicht sogar aufgedeckt und Ursache und Wirkung ganz unkompliziert verstanden werden. Physik, Technik, Mathematik und die Wahrnehmung des Betrachters spielen bei „Effekthascherei“ eine zentrale Rolle.

Dualrechenmaschine. Foto Andreas Cziepluch
Das Modell der schon 1679 von Gottfried Wilhelm Leibniz skizzierten Dualrechenmaschine zeigt, wie die binäre Logik moderner elektronischer Datenverarbeitung auf der mechanistischen Denkweise des 17. Jahrhunderts aufbaut. Das Besondere: Die Rechenmaschine kann – wie alle anderen Stationen in der Ausstellung auch – selbst in Betrieb genommen werden. Die direkte Rückmeldung über die Bewegung der Kugeln und der Stege erleichtert das Verständnis der Abläufe und regt dazu an, weitere Aufgaben zu erfinden und die Lösung auszuprobieren.

Die Ausstellung wurde von MINTaktiv in Zusammenarbeit mit einem Expertengremium aus erfahrenen Pädagogen entwickelt. MINTaktiv ist ein Zusammenschluss von Institutionen aus der nationalen Technikmuseen- und Science-Center-Welt, die gemeinsam zur Popularisierung von Naturwissenschaft und Technik beitragen. Bei der Auswahl der Mitmach-Objekte haben die Experten Wert darauf gelegt, dass sie möglichst nirgendwo anders zu sehen sind. Die Umsetzung und die Präsentation an vielen Orten in Deutschland werden von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Die Stiftung setzt sich für neue Formen der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte ein.

Magische Kugelbahn. Foto Andreas Cziepluch
Was dieses Bild nicht zeigt: Die Kugeln laufen nicht bergab, sondern bergauf. Jedenfalls scheinbar. Das Exponat geht auf einen Entwurf des japanischen Mathematikers Kokichi Sugiharas zurück. Er spielt in unglaublich überzeugender Weise mit Wahrnehmungsphänomenen. Die magische Kugelbahn hat den „Best Illusion of the Year Contest“ 2010 in Naples, Florida, gewonnen.

Die Wanderausstellung „Effekthascherei“ tourt insgesamt zwei Jahre durch Deutschland. Vom 27. November 2016 bis zum 22. Januar 2017 ist sie in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund zu sehen, vom 26. Januar bis 26. März 2017 in der PHÄNOMENTA Lüdenscheid. Im Anschluss wird sie noch in Strassbourg, Berlin und Heidelberg zu sehen sein.

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung ist „Eintritt frei“-Partner der RUHR.TOPCARD 2016 und bietet den Inhabern der Erlebnis­karte für das Ruhrgebiet einmalig freien Eintritt in die Dauerausstellung und in eine zeitgleich laufende Wechsel­ausstellung.

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