Dienstag, 29. November 2016

LVR-Industriemuseum und Stiftung Ruhr Museum vereinbaren Zusammenarbeit

Neue Museumskooperation im Ruhrgebiet

Das LVR-Industriemuseum in Oberhausen und die Stiftung Ruhr Museum in Essen werden künftig noch enger zusammen­arbeiten. Diese Absicht haben sie jetzt in einem Kooperations­vertrag besiegelt. Im Rahmen dieser Vereinbarung wollen beide Häuser dauerhaft Synergien, Ressourcen und Erfahrungen in den Bereichen Sammlung, Ausstellungswesen und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam nutzen.

Dr. Walter Hauser, Leiter LVR-Industriemuseum, und Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor Ruhr Museum. © Ruhr Museum, Foto: Horst Bühne

Unter dem Titel „Zechen im Westen“ präsentieren sie zum Beispiel im Jahr 2018, dem Jahr des Kohleausstiegs, eine gemeinsame Fotoausstellung mit Werken aus den Foto­archiven beider Museen. Ausstellungsort wird die St. Antony-Hütte des LVR-Industriemuseums in Oberhausen sein. Die historischen Motive werden von den Anfängen des Bergbaus über die Blütezeit bis hin zum Zechensterben reichen und die Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den 1970/80er-Jahren abdecken.

Panorama der Zeche Osterfeld, 1904. Das Foto wird in der Fotoausstellung „Zechen im Westen“ im Jahr 2018 in der St. Antony-Hütte in Oberhausen zu sehen sein. © LVR-Industriemuseum

Dass die Zusammenarbeit der beiden großen Museen im Ruhrgebiet funktioniert und erfolgreich ist, haben sie bereits in der Vergangenheit bewiesen. Im Jahr 2014 zeigten sie in der spektakulären Mischanlage der Kokerei Zollverein die große Publikumsausstellung „1914 – Mitten in Europa“. Die Ausstellung zählte 75.000 Besucher und war die deutschland­weit größte Ausstellung zum Gedenkjahr des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges und eine der erfolgreichsten Ausstellungen, die bisher auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zu sehen waren.

Der Landschaftsverband Rheinland, Träger des LVR-Industrie­museums, unterstützt die Stiftung Ruhr Museum seit ihrer Gründung im Jahr 2008 mit jährlich 1,85 Millionen Euro.

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