Montag, 12. September 2016

„Sunset Boulevard“: Gil Mehmert und Pia Douwes im Gespräch

Theater- und Filmregisseur Gil Mehmert („Das Wunder von Bern“, Uraufführung 23. November 2014, Theater an der Elbe, Hamburg) begann zunächst ein Musikstudium in Köln und absolvierte im Anschluss den Regiestudiengang bei August Everding an der Hochschule für Musik und Theater in München. Er inszeniert an zahlreichen renommierten Bühnen in Deutschland, seine Inszenierungen umfassen ein breites Spektrum im Musiktheater und Schauspiel. Gil Mehmert hat „Sunset Boulevard“ erstmalig bei den Bad Hersfelder Festspielen 2011 mit Helen Schneider (Norma Desmond) und Wietske van Tongeren (Betty Schaefer) inszeniert sowie 2014 in einer Koproduktion mit dem Euro-Studio Landgraf am Stadttheater Fürth (Premiere 17. Oktober 2014) mit Helen Schneider (Norma Desmond), Cornelia Drese (Norma Desmond alternierend) und Oliver Arno (Joe Gillis). Ab 8. Oktober 2016 zeigt das Theater Dortmund die „Neuinszenierung der Bad Hersfelder Produktion von 2011“ von „Sunset Boulevard“ mit Pia Douwes (Norma Desmond), Oliver Arno (Joe Gillis), Wietske van Tongeren (Betty Schaefer) u. a. im Opernhaus.

Gil Mehmert. Foto Brinkhoff/Mögenburg

Pia Douwes zählt zu den erfolgreichsten Musicaldarstellern Europas: Nach ihrem Durchbruch als Kaiserin Elisabeth im Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Silvester Levay folgten zahlreiche nationale und internationale Engagements, u. a. als Velma Kelly in Utrecht, am Londoner West End und New Yorker Broadway. Zuletzt war sie als Mrs. Wilkinson in „Billy Elliot“ in Den Haag und Diana Goodman in „Next to normal“ in Fürth und Wien zu sehen. Die Rolle der Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ hat sie bereits abwechselnd mit Simone Kleinsma in der Inszenierung von Paul Eenens bei der Tournee durch die Niederlande und Belgien verkörpert, Maike Boerdam spielte darin die Rolle der Betty Schaefer.

Pia Douwes. Foto Simone Leonhartsberger


„Sunset Boulevard“ durfte lange Zeit nur in der „Original Version“ gezeigt werden, erst 2010 zeigte das Theater Magdeburg die erste „freie“ Inszenierung von Stefan Huber, im darauffolgenden Jahr wurde dann bereits Ihre Inszenierung in Bad Hersfeld gezeigt. Kann man sagen, dass erst die Freigabe der Aufführungsrechte für Stadttheater „Sunset Boulevard“ in Deutschland zu einem erfolgreichen Musical werden ließ? Das Ende der Großproduktion in Niedernhausen war ja eher unrühmlich.

Gil Mehmert: Was ist erfolgreich? Quantität oder Qualität? Die Freigabe für die Stadttheater hat natürlich dazu beigetragen, dass dieses außerordentliche Musical im deutschsprachigen Raum bekannter wird, und somit die Chance besteht, den Fokus weg von einer aufwendigen Umsetzung auf den psychologischen, großartigen und differenzierten Plot zu richten, was eher ungewöhnlich und besonders für ein Musical ist.

Das Musical „Sunset Boulevard“ ist eine recht akribische Adaption der Filmvorlage von Billy Wilder. Das dürfte doch für Sie als Theater- und Filmregisseur quasi eine Steilvorlage gewesen sein, oder?

Gil Mehmert: Im Gegenteil. Eigentlich mag ich ja Material, in dem ich szenisch und mit meiner Phantasie richtig zupacken kann, hier ist der Spielraum relativ begrenzt, weil ja doch ein gewisser Ausstattungsrealismus gefragt ist. Aber vielleicht lag gerade in diesen Fesseln der Reiz, unseren eigenen szenischen Zugriff zu finden. Von der dramaturgischen Substanz ist der Stoff natürlich äußerst reizvoll.

Was hat man sich unter der „Neuinszenierung der Bad Hersfelder Produktion von 2011“ (Originaltext Theater Dortmund) vorzustellen? Bei der Inszenierung am Stadttheater Fürth in Koproduktion mit dem Euro-Studio Landgraf haben Sie sich ja ebenfalls an Ihrer Inszenierung in Bad Hersfeld orientiert. Wird dies nun in Dortmund ähnlich aussehen, oder bekommen die Zuschauer tatsächlich eine „Neuinszenierung“ zu sehen?

Gil Mehmert: Die Grundproblematik, dieses psychologisch fein-nuancierte Werk auf der Riesenbühne in Bad Hersfeld zu realisieren, hat damals zu spezifischen Ansätzen und Lösungen geführt, die sich dann in der Umsetzung auf die Indoor-Variante für die Tournee als unerwartet spannend zeigten. Eine Tournee hat aufgrund der kurzen Aufbau- und Beleuchtungszeiten aber gewisse Einschränkungen. Insofern war die Tournee die Vorlage für den großen Wunsch, sich jetzt mit einer Stadttheater-Produktion noch mal richtig Zeit zu nehmen, die ursprüngliche Inszenierung Indoor umzusetzen. Das bedeutet, sowohl die Bühne als auch die Probenarbeit mit den Darstellern erfahren ihre jeweilige Umarbeitung und Aufwertung.

Wer die „Original Version“ in Niedernhausen gesehen hat, wird sich sicher an die opulente Ausstattung der Villa am Sunset Blvd. erinnern. Auf der Freilichtbühne und bei der Tournee-Produktion sind dem natürlich enge Grenzen gesetzt. Werden Sie zusammen mit Heike Meixner, die bereits die Ausstattung für Ihre beiden früheren Inszenierungen verantwortet hat, nun für Dortmund einen Mittelweg zwischen diesen grundverschiedenen Ansätzen realisieren?

Gil Mehmert: Wie schon angedeutet, können wir nun die Möglichkeiten eines Opernhauses nutzen. Das bedeutet ganz besonders, dass wir mit einer Obermaschinerie arbeiten können und viel aufwendiger mit dem Licht umgehen können, was ich besonders liebe. Dabei bleibt es aber bei dem Grundansatz, dass die Villa der Grundraum ist, der durch Ausstattungs-Elemente und vor allem das Spiel des Ensembles verändert wird.

Billy Wilder rechnet in der Filmvorlage mit sarkastischem Humor mit der Filmindustrie ab, in der sich jeder selbst am nächsten ist und fallengelassen wird, sobald sein Glamour-Faktor sinkt. Kommt man bei so einem Stück selbst ins Grübeln, oder sagt man sich als Regisseur bzw. Darstellerin, es ist „nur“ ein Bühnenstück, „nur“ eine Rolle, die man darin spielt?

Gil Mehmert: Ohne Selbstironie und einen gewissen Galgenhumor kommt man ja gar nicht durch das Leben und erst recht nicht durch diesen Beruf, der Lebensstationen ständig thematisiert und in der dramaturgischen Mikrowelle hocherhitzt… Ein großes Thema von „Sunset Boulevard“ ist die Fragestellung, wie man in Würde altern kann. Da diese Aufgabe in unserem Beruf besonders schwer ist, sollte man diese Frage auch sehr offensiv angehen. Ich versuche in meiner Probenarbeit immer Bezug zu unserem eigenen Leben, unseren eigenen alltäglichen Problemen zu nehmen und veranschauliche Situationen oft mit der deutlich ausgesprochenen Parallele zu unserem/meinem Alltag. Außerdem bin ich immer dafür, den sprichwörtlichen „Elefant im Raum“ offensiv vorzustellen.

Pia Douwes: Sicher nicht. Vielleicht hat „Sunset Boulevard“ heutzutage sogar noch eine größere Wahrheit als damals, weil die Medien, wie TV, Facebook, Twitter, etc. eine noch größere Rolle spielen. Heute ist es wichtig, wer die meisten ‚likes’ hat! Deshalb ist dieses Stück, obwohl es in einer anderen Zeit spielt, sehr aktuell.

Was Glamour-Faktor und Fankult anbelangt, konnten Sie diesbezüglich Unterschiede zwischen Europa und Amerika feststellen?

Pia Douwes: Hm, das hängt davon ab, wie berühmt man ist, und in welchem Metier man arbeitet. Beim Musical, ist der Fankult in Europa sehr groß, sogar größer als in Amerika. Aber beim Film ist es, denke ich, eher umgekehrt.

Wenn man verblassenden Ruhm und in Vergessenheit geraten einmal verallgemeinert, wir werden heute durchschnittlich älter als noch vor 50 Jahren, aber man merkt früher oder später auch körperliche Verschleißerscheinungen. Macht Ihnen der Gedanke Angst, irgendwann nicht mehr „gebraucht“ und alleingelassen zu werden?

Gil Mehmert: Das ist ein großes Thema und ich beobachtete schon als junger Mensch mit großem Interesse die ältere Generation, wie mit dem Altern, insbesondere im künstlerischen Wirken umgegangen wird. Ich lese gerade auch aus diesem Grund sehr viele Biographien. Grundsätzlich gibt es da zwei Komponenten: erstens sollte man auch außerhalb unseres Theaterlebens seine Rolle im Leben finden, die einen ausfüllt und glücklich macht, und zweitens immer daran arbeiten, nicht davon abhängig zu sein, ob andere noch auf einen zugehen und einen beschäftigen wollen. Man kann sich auch selbst künstlerisch „beschäftigen“. Außerdem glaube ich an die spezifische Rolle, die man in jeder Lebensphase hat. Die erste Phase ist man Schüler, die nächste ist man Macher, dann vielleicht Lehrer und schließlich Berater. Alles gilt es gut auszufüllen. Um das zu können, ist das Wichtigste die Gesundheit. Und die in diesem Beruf zu erhalten, ist ja auch eine wichtige Aufgabe!

Pia Douwes: Ich denke, jeder wird ab einem gewissen Alter damit konfrontiert. Die Frage ist immer, wie geht man damit um. Ich habe mich rechtzeitig damit befasst und versucht, breiter zu denken, in Richtung verschiedenster Arten von Unterricht, die richtigen Schauspielrollen auswählen, Präsentation, vielleicht sogar speziell entwickelten Masterclasses für das Betriebsleben zu besuchen. So hat man genug Optionen, falls es irgendwann mal weniger Arbeit gibt oder man weniger gefragt ist.

Gil Mehmert hat bereits „Sunset Boulevard“ inszeniert, Pia Douwes hat bereits die Rolle der alternden Stummfilmdiva verkörpert, das Theater Dortmund zeigt „Sunset Boulevard“ in der Spielzeit 2016/17 zum ersten Mal. Wie haben Sie in diesem Fall zueinander gefunden, ist das Theater Dortmund auf Sie beide zugekommen?

Gil Mehmert: Zunächst war geplant, auch diesmal wieder mit Helen Schneider zu arbeiten, mit der unsere Inszenierung von „Sunset Boulevard“ in Bad Hersfeld entstand, aber Helen war leider verhindert. Wenn man nun diese besondere Rolle neu besetzen muss bzw. kann, greift man natürlich gerne wieder nach den Sternen. Und was für ein Glück für mich/für uns, dass Pia Zeit hatte und wir nun gemeinsam daran arbeiten dürfen.

Pia Douwes: Ich bin tatsächlich gefragt worden. Das ist doch herrlich! So ein Luxus! Und ich freue mich sehr auf Gil und das Theater Dortmund! Ich finde es auch schön, wieder in den Ruhrpott zurückzukehren. Ich habe hier immer sehr gerne gearbeitet.

„Sunset Boulevard“ ist in Deutschland untrennbar mit Helen Schneider als Norma Desmond verbunden, auch über die Großproduktion in Niedernhausen hinaus. Sie spielen diese Rolle nun bereits in der zweiten Inszenierung. Was reizt Sie persönlich an dieser Rolle?

Pia Douwes: Ich habe Helen Schneider und Uwe Kröger in der deutschen Erstaufführung in Niederhausen bewundern dürfen und fand sie beide großartig! Ich bin persönlich sehr froh, diese Rolle nochmal spielen zu dürfen, weil ich damals etwas zu jung war, glaube ich. Jetzt kann mir das bisschen mehr Lebenserfahrung helfen, der Rolle mehr Gewicht zu geben. So eine Legende zu spielen, ist eine große Aufgabe, beispielsweise ihre Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, ihren Glauben an ein Comeback, das Mädchen, das Joe in ihr erweckt und ihren Absturz, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Eine Frau voller zahlreicher Facetten!

Wie nähert man sich als Regisseur und Darstellerin einander an, wenn man – wie im vorliegenden Fall – bereits einschlägige Erfahrung mit dem Stück bzw. der Rolleninterpretation gemacht hat? Auch bzw. gerade im Hinblick auf „Neuinszenierungen“, in denen man eine Rolle von Grund auf entwickeln kann.

Gil Mehmert: Die Annäherung besteht letztendlich darin, dass man dem von Billy Wilder geschaffenen Mythos der Norma Desmond gerecht werden möchte. Und da sind wir absolut auf einer Wellenlänge. Es ist immer wieder schön, jemandem künstlerisch und menschlich zu begegnen, dass man ohne viel Worte sofort merkt, wie nahe man sich steht.

Pia Douwes: Ich bin immer offen für neue Ideen, weil man nur so Neues entdeckt und sich weiter entwickeln kann. Das ist ja auch meine Triebfeder als Künstlerin. Und das, was ich als Schauspielerin und als ex-Norma an Erfahrung mitbringe, kann sowohl für mich als auch für den Regisseur hilfreich sein.

Die „Sunset Boulevard“ Tournee durch die Niederlande und Belgien liegt schon acht Jahre zurück. Wie hat sich in dieser Zeit Ihre eigene Sicht auf die Rolle der Norma Desmond verändert bzw. weiterentwickelt?

Pia Douwes: Das werde ich jetzt in der Probenzeit mit Gil und meinen Kollegen entdecken! Ich bin selber auch sehr neugierig, haha!

Sie haben die Rolle der Kaiserin Elisabeth im Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Silvester Levay mit Unterbrechungen über einen Zeitraum von 16 Jahren verkörpert, die damit sicherlich eine ganz besondere Rolle in Ihrer Karriere darstellt. Ist man dennoch irgendwann mit einer Rolle „durch“ und verabschiedet sich gedanklich von ihr?

Pia Douwes: Elisabeth wird immer mein Baby bleiben! Ich habe sie kreiert und über Jahre hinaus weiterentwickelt. Ich habe absolut meinen Frieden damit, sie jetzt nicht mehr zu spielen und sie einer neuen Generation zu überlassen. Doch wenn ich nochmal gefragt werde und ich noch in die Kleider hinein passe, haha, wer weiß…

In 16 Jahren wird sicher auch viel Außergewöhnliches fernab jeglicher Routine auf und neben der Bühne passiert sein, Gab es in der langen Zeit besondere Highlights, womöglich skurril oder kurios, an die Sie sich im Zusammenhang mit „Elisabeth“ gern erinnern?

Pia Douwes: Ja, absolut! Etliche! Einmal hat man beim Pausenfinale vergessen, den großen Spiegel, worin ich schon eingestiegen war, auf die Bühne zu schieben. Die Musik fing an, und ich konnte nirgendwo hin, weil alle schon in der Kantine waren. Ich habe leise gerufen, und ein Techniker, der zufällig vorbeikam, hat mich aus den Rahmen gehoben, so dass ich, schon singend, auf sehr unelegante Art auf die Bühne gerannt bin. Franz Joseph und ich und konnten uns nicht mehr anschauen vor Lachen!

Sie können in den letzten 30 Jahren auf unzählige erfolgreiche Engagements in den Niederlanden, Österreich, Deutschland, am Londoner West End und sogar am Broadway zurückblicken. Es gibt nicht viele Darstellerinnen im deutschsprachigen Raum, die ähnliche Erfolge verbuchen konnten. Gibt es da noch Rollen, die Sie gern einmal spielen möchten, Frauenfiguren, die Sie besonders beeindrucken, und mit denen Sie sich auf der Bühne gern intensiver auseinandersetzen möchten?

Pia Douwes: Ich hatte das Glück, schon so viele Traumrollen spielen zu dürfen! Elisabeth, Norma Desmond, Fantine, Velma Kelly, Mrs. Danvers, Mrs. Wilkinson, Diana Goodman, Maria Callas usw.! Ich bin ein sehr dankbarer Mensch!
Ich bin immer interessiert an herausfordernden Frauenrollen, die schon geschrieben oder noch zu entdecken sind! Ich bin ganz offen, haha!


Gibt es für Sie als Regisseur ein Werk, das Sie gern einmal inszenieren möchten? Wenn man an die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zurückdenkt, bei der Sie die Eröffnung und das Programmfinale auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Szene gesetzt haben, gäbe es ein – womöglich genreübergreifendes – theatrales Event, das Sie gern an einer auf das Event abgestimmten Location inszenieren würden? Die BergArena auf der Halde Haniel in Bottrop scheint ja für „spektakuläre“ Operninszenierung auch recht beliebt zu sein, in diesem Jahr wurde dort „Der fliegende Holländer“ und 2010 „Aida“ in Inszenierungen von Thomas Grandoch gezeigt.

Gil Mehmert: Ein tolles Projekt ist ja immer ein Mehrklang aus Stoff, Bedingungen und Personenkonstellationen. Da ist die Größe nicht immer entscheidend. Natürlich mag ich es, aus dem Vollen zu schöpfen, und kann mir auch vieles vorstellen, aber ich verstehe meinen Job auch als dienend: Einer besonderen Sache dienen, eine Aufgabe übernehmen und dieser gerecht zu werden. Natürlich ist es toll, wenn einem eine Aufgabe wie die Ruhr.2010 oder „Das Wunder von Bern“ anvertraut wird. Aber es ist eben auch ein Anvertrauen. Und insofern lasse ich mir gerne von Produzenten unter entsprechend reizvollen Bedingungen ein Großprojekt anvertrauen. Da gäbe es im Ruhrgebiet, das mir sehr am Herzen liegt, bestimmt noch tolle Möglichkeiten, aber die müssen andere schaffen. Ich führe dann gerne aus!

Schon jetzt viel Erfolg für die Probenarbeit zu „Sunset Boulevard“ und toi, toi, toi für die Premiere am 8. Oktober 2016.

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