Montag, 15. August 2016

MS Wissenschaft 2016/17 – „Meere und Ozeane“

Ausstellungsschiff thematisiert die Bedeutung der Weltmeere

Die MS Wissenschaft am Kaisergarten in Oberhausen. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane ist die MS Wissenschaft thematisch passend im Look eines Forschungsschiffs unterwegs.

Auch 2016 ist das Event- und Ausstellungsschiff MS Jenny wieder als MS Wissenschaft im Auftrag der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) unterwegs. Seit 2003 schickt die Initiative das Schiff jährlich mit einer Ausstellung im Rahmen des jeweiligen Wissenschaftsjahres an Bord auf Reisen, seit 2010 steht auch ein Besuch im Nachbarland Österreich auf dem Tourplan. Spannend sind vor allem die interaktiven Exponate, an denen man sich die wissenschaftlichen Themen selbst erarbeiten kann. Im vergangenen Jahr haben sich rund 90.000 Besucher die Ausstellung „Zukunfsstadt“ angesehen.

„Der Wasserplanet“. Weltweite Fischfanggebiete, Schiffshandelsrouten, gefährdete Küstenregionen – die drei Globen verschaffen einen Überblick.

Ausstellungsbesucher gehen auf der MS Wissenschaft dieses Jahr auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen einen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Die Ausstellung zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie wir die Ozeane schützen und sinnvoll nutzen können, ohne sie auszubeuten.

„Meere und Ozeane“, Blick in die Ausstellung

Die Ausstellungsstücke laden zum Entdecken und Ausprobieren ein: Bei einem Spiel zum Thema Überfischung können die Besucherinnen und Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und erkunden, welche Tiere dort leben und wodurch deren Lebensraum gefährdet wird. Im Tiefseekino entdecken sie, was für Kreaturen sich in vollkommener Finsternis tausende Meter tief am Meeresgrund tummeln. Gezeigt wird auch, wie lange es dauert, bis Alltagsmüll wie Windeln oder Styroporverpackungen im Meer abgebaut werden. In einem Wasserbecken kann man ausprobieren, wie sich Seenotrettungsschiffe nach dem Kentern selbst wieder aufrichten. Und wer Lust auf Bewegung hat, kann durch Hüpfen, Stampfen und Springen kleine Erdbeben auslösen und dabei erfahren, wie Beben unter Wasser gemessen werden. Die Exponate kommen direkt aus der Forschung: Institute von Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und DFG-geförderte Projekte, Hochschulen und weitere Partner haben Exponate zur Meeresforschung beigesteuert.

„Volle Kraft voraus!“ Wie bremsen Krebse und Muscheln Schiffe aus? Wie verhindert man das, ohne der Umwelt zu schaden?

Die Ausstellung ist zentraler Bestandteil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2016*17. Sie richtet sich insbesondere an Schulen, Jugendliche und Familien und wird ab 12 Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei.

„Gebirge unter Normalnull“. Das längste Gebirgssystem der Welt liegt unter Wasser. Der Reliefglobus zeigt, dass es mit einer Länge von 60.000 Kilometern vielfach verschlungen ist und den gesamten Erdball umspannt.

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft tourt 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch 33 Städte im Norden, Westen und Osten Deutschlands. Im Jahr 2017 wird sich eine zweite Fahrt auf die Mitte und den Süden Deutschlands konzentrieren und auch nach Österreich führen

„Baumeister der Dunkelheit“. Trägerkrabben mögen’s kühl und leben in mehr als 1.000 Metern Tiefe.

Vom 3. bis 23. August 2016 wird die MS Wissenschaft in der Metropole Ruhr Station machen, vom 13. bis 16. August in Oberhausen am Rhein-Herne-Kanal am Kaisergarten, und vom 20. bis 23. August in Duisburg-Ruhrort an der Uferpromenade am Hafenmund, südlich der Friedrich-Ebert-Brücke. Unter www.ms-wissenschaft.de steht der vollständige Tourplan online zur Verfügung. Dort können auch Schulklassen Termine für einen Besuch auf dem Ausstellungsschiff buchen.

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