Donnerstag, 18. August 2016

FilmSchauPlätze NRW 2016: Senden

Das Venner Moor

Venner Moor

Das Naturschutzgebiet Venner Moor unmittelbar am Dortmund-Ems-Kanal hat nichts mit den FilmSchauPlätzen NRW in Senden zu tun, aber es lag quasi auf dem Weg, und wenn es als einziger Punkt unter „Sehenswertes“ in Wikipedia zu „Senden (Westfalen)“ steht, wo nicht einmal das Schloss Senden aufgeführt ist, dann „riskiere“ ich für meinen Teil schon einen Blick. Das Venner Moor ist ein abgetorftes Regenmoor, welches durch Rad- und Wanderwege erschlossen ist, so dass man nicht befürchten muss, beim Besuch als Moorleiche zu enden. Außer Flora und Fauna einschließlich seltener Arten gibt es dort nichts „Spektakuläres“ zu sehen, wer also auf der Suche nach Spektakeln ist, ist dort eindeutig falsch.

Venner Moor

Venner Moor


„Die Gärtnerin von Versailles“ im Schlosspark Senden

Schloss Senden

Schloss Senden hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die ältesten Teile des Wasserschlosses wurden von der Familie Droste zu Senden im 15. Jahrhundert errichtet. Das Schloss blieb bis 1957 im Besitz der Adelsfamilie, der neue Besitzer betrieb dort zunächst ein Handelsschulinternat, danach eine Altenpension und schließlich bis Ende der 1990er-Jahre ein Hotel. Danach verfiel es zunehmend und ein Miteigentümer drohte sogar mit dem Abriss. 2015 wurde der gemeinnützige Förderverein Schloss Senden e. V. gegründet, der sich seither um die Liegenschaft kümmert und es zu einem kulturellen und soziallen Zentrum in Senden machen möchte. Ich katte Schloss Senden bisher überhaupt nicht und bin erst durch die FilmSchauPlätze NRW auf das südwestlich von Münster gelegene Wasserschloss aufmerksam geworden, folglich war es sicherlich keine schlechte Idee, sich an den regelmäßig in den Sommerferien vonder Film- und Medienstiftung NRW initiierten FilmSchauPlätzen NRW zu beteiligen und sich überregional als guter Gastgeber zu präsentieren.

Schloss Senden

FilmSchauPlätze NRW, das bedeutet, dass bei freiem Eintritt an besonderen Orten auf die Location abge­stimmte Filme auf der Open Air-Leinwand gezeigt werden. 2016 findet die Veranstaltungsreihe im 19. Jahr statt, angefangen hat alles 1997, nachdem ein französischer Kollege Anna Fantl, seinerzeit noch beim Filmbüro NW, davon überzeugt hatte, dass man außergewöhnliche Filme an ungewöhnlichen Orten mit einem inhaltlichen Bezug zu selbigen zeigen solle. Im Rahmenprogramm der FilmSchauPlätze in Senden wurden französische Appetithappen und französische Weine angeboten, die zu einem gemütlichen Picknick vor der Schlosskulisse einluden. Drei geführte Touren durch den Schlosspark und das Herrenhaus für insgesamt 100 Besucher reichten diesmal bei weitem nicht für alle Interessenten aus, glücklicherweise werden an jedem zweiten Sonntag im Monat öffentliche Führungen angeboten, am Tag des offenen Denkamls am 11. September 2016 sogar gleich drei, so dass es auch für diejenigen, die bei den FilmSchauPlätzen nicht an einer Führung teilnehmen konnten, genügend Gelegenheiten gibt, dies nachzuholen. Gruppen können individuelle Termine vereinbaren, weitere Informationen unter www.schloss-senden.de.

FilmSchauPlatz Senden

Nepomuk-Statue

oktogonale Kapelle von 1910 nahe dem Dortmund-Ems-Kanal

Madonna

Dortmund-Ems-Kanal

Dortmund-Ems-Kanal

Dortmund-Ems-Kanal

Schloss Senden, Mannenhaus, 1719

Schloss Senden, Wappenstein der Droste-Brabeck im Giebel des Mannenhauses

Schloss Senden, Mannenhaus, 1719

Schloss Senden, Ökonomie

Schloss Senden, Steinkreuzfenster und Schießscharten

Schloss Senden

Schloss Senden

Schloss Senden, Herrenhaus

Schloss Senden, Herrenhaus

Schloss Senden

Schloss Senden, Uhrtürmchen auf dem Mannenhaus

Schloss Senden, Kölner Decke, Zeichen des ehemailgen Wohlstandes

Schloss Senden

Schloss Senden

Schloss Senden

Schloss Senden

Schloss Senden

FilmSchauPlatz Senden

FilmSchauPlatz Senden

Nach dem Kurzfilm „What I forgot to say“ (2014, Regie Patrick Buhr) stand „Die Gärtnerin von Versailles (A Little Chaos)“ mit Kate Winslet, Matthias Schoenaerts, Alan Rickman, Stanley Tucci, Helen McCrory, Jennifer Ehle und Paula Paul (2014, Regie Alan Rickman) auf dem Programm, welches von den Zuschauern im Schlosspark im Vergleich zur Filmvorführung in Legden beinahe mit andächtiger Stille verfolgt wurde.

Schloss Senden

Schloss Senden

Schloss Senden

FilmSchauPlatz Senden

FilmSchauPlatz Senden

Mond

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