Dienstag, 9. August 2016

Die „Neue Stadt Wulfen“

Die ehemalige Mustersiedlung modernen Städtebaus

Alt-Wulfen, Am Brauturm (ehemalige Rose-Brauerei)

Alt-Wulfen, Am Brauturm (ehemalige Rose-Brauerei)

Die „Neue Stadt Wulfen“ wurde im Zuge der Nordwanderung des Steinkohlebergbaus ab 1958 konzipiert und sollte für 50.000 bis 60.000 Menschen eine neue Heimat sein. Diese Zahl wurde jedoch nicht annähernd erreicht, zum Jahresende 1995 erreichte die Bevölkerung mit 12.466 Einwohnern ihren höchsten Stand, seitdem ist die Bevölkerungsentwicklung im Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg rückläufig, Ende 2014 waren es nur noch knapp 8.400 Einwohner. Daher wurden im Zuge des Programms „Stadtumbau West“ bereits Teile des großflächigen Geschosswohnungsbaus zurückgebaut. Neben diesen Wohnbereichen gibt es in Wulfen-Barkenberg auch größere Bestände an Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern, die sich in der Regel in Privatbesitz befinden. Die Quartiersanpassung Wulfen-Barkenberg wurde auch als Projektidee in die Regionale 2016 aufgenommen, kam allerdings nicht über Projektstufe C hinaus, wurde also nicht konkretisiert geschweige denn gefördert. Über geförderte Projekte der Regionale 2016 wie das „Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“ wird im weiteren Verlauf der FilmSchauPlätze NRW 2016 noch zu berichten sein.

Wulfen-Barkenberg, Einkaufspassage am Wulfener Markt, Entwurf Josef Paul Kleihues (* 11. Juni 1933 in Rheine, † 13. August 2004 in Berlin)

Schaut man sich in der Einkaufspassage am Wulfener Markt um, so bekommt man schnell den Eindruck, man sei auf einem fremden Stern gelandet, auf dem alles Leben längst ausgestorben ist. Neben völlig leerstehenden Ladenlokalen ist nur in einigen wenigen noch die Einrichtung zu finden, die auf die ursprüngliche Verwendung schließen lässt. Lediglich in einem einzigen Ladenlokal ist noch das Schreibwarengeschäft „Die Palette“ mit der angeschlossenen Postagentur geöffnet.

Wulfen-Barkenberg, Einkaugspassage am Wulfener Markt, Entwurf Josef Paul Kleihues (* 11. Juni 1933 in Rheine, † 13. August 2004 in Berlin)

Wulfen-Barkenberg, ehemaliger „Universal-Markt“ in der Einkaufspassage am Wulfener Markt

Wulfen-Barkenberg, ehemaliges Eis-Cafe Venezia in der Einkaufspassage am Wulfener Markt

Wulfen-Barkenberg, Einkaufspassage am Wulfener Markt bei Nacht, Entwurf Josef Paul Kleihues (* 11. Juni 1933 in Rheine, † 13. August 2004 in Berlin)

Wulfen-Barkenberg, Ärzte- und Geschäftshaus am Wulfener Markt („Rundbau“), Entwurf Josef Paul Kleihues (* 11. Juni 1933 in Rheine, † 13. August 2004 in Berlin)

Wulfen-Barkenberg, Gemeinschaftshaus

Wulfen-Barkenberg, Gesamtschule

Wulfen-Barkenberg, Hallenbad am Barkenberger See

Wulfen-Barkenberg, Hallenbad am Barkenberger See

Wulfen-Barkenberg, Bergbaurelikte am Napoleonsweg

Wulfen-Barkenberg, „Rote“ Finnstadt, Entwurf Toivo Korhonen (* 15. Juli 1926 in in Kuopio, Finnland, † 10. Mai 2014 in Helsinki, Finnland)

Wulfen-Barkenberg

Wulfen-Barkenberg, katholische St.-Barbara-Kirche, Entwurf Josef Lackner (* 31. Januar 1931 in Wörgl in Tirol, † 13. September 2000 in Innsbruck)

Wulfen-Barkenberg, katholische St.-Barbara-Kirche, Entwurf Josef Lackner (* 31. Januar 1931 in Wörgl in Tirol, † 13. September 2000 in Innsbruck)

Wulfen-Barkenberg

Wulfen-Barkenberg

Wulfen-Barkenberg

Die von den Straßen weitgehend getrennten Rad- und Fußwege mit vielen Unterführungen waren für mich als Großstadtbewohner zunächst stark gewöhnungsbedürftig. Für welches Verkehrsaufkommen die Straßen ursprünglich konzipiert waren, entzieht sich meiner Kenntnis, aber bei zweispuriger Verkehrsführung je Fahrtrichtung rechnete man womöglich mit dem Verkehrsaufkommen einer Großstadt, bekommen hat man am Ende dagegen eine Kleinstadt mit weniger als 10.000 Einwohnern.

Wulfen-Barkenberg, Dimker Allee

Keine Kommentare: