Mittwoch, 3. August 2016

Ankündigung: Tag des offenen Denkmals 2016

Bundesweites Programm zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“

1984 rief Kulturminister Jack Lang in Frankreich die „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“ ins Leben. Aufgrund der großen Resonanz in der Bevölkerung folgten in den nächsten Jahren u. a. die Niederlande, Schweden, Dänemark und Belgien dem Beispiel. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seit 1993 öffnen in Deutschland am zweiten Sonntag im September zum „Tag des offenen Denkmals“ mehrere tausend historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen. Unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ haben 2015 rund 4 Millionen Besucher die Gelegenheit genutzt, um sich die mehr als 7.700 historischen Gebäude, archäologischen Stätten sowie Gärten und Parks anzuschauen, die am 13. September 2015 ihre Türen geöffnet hatten. Mit dem Tag des offenen Denkmals soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden.

Plakatmotiv 2016, © Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 steht unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“, das sich an den Vorschlag des Europarats anlehnt, die European Heritage Days 2016, deren deutscher Beitrag der Tag des offenen Denkmals ist, unter das Motto „Heritage and Communities“ zu stellen. Das Motto ist hochaktuell. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Arbeiten für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes. Dabei soll das Zusammenarbeiten von Privatleuten und lokalen Gruppen wie Vereinen mit allen anderen Bezugsgruppen im Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege im Fokus stehen. Wie immer ein sehr offenes Thema, bei dem – wie beim Denkmaltag üblich – die positiven Beispiele und Erfolgsgeschichten erzählt werden sollen, aber auch schwierige Fälle durchaus thematisiert werden dürfen.

Nuthe-Urstromtal: Jugendliche im „Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege“ leisten wertvolle Arbeit, hier an der Fachwerkremise in Stülpe, © Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg.

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung vor Ort ermöglicht eine kostenfreie App.

Am Tag des offenen Denkmals Führungen um 14 und 16 Uhr: Zeche Bergmannsglück in Gelsenkirchen-Buer, Fördermaschinenhaus, Zwillingsdampffördermaschine, Hersteller Eisenhütte Prinz Rudolph, Dülmen, Baujahr 1911, mit dazugehöriger Treibscheibe und Teufenanzeiger

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. 2016 stehen die „European Heritage Days“ unter dem gemeinsamen Motto „Heritage and Communities“, an dem sich neben Deutschland viele andere Länder Europas beteiligen. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Am Tag des offenen Denkmals von 11 bis 17 Uhr geöffnet: Schachtanlage Prosper II in Bottrop, Malakoffturm mit eingezogenem Koepe-Strebengerüst

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