Mittwoch, 20. Juli 2016

Red Dot Design Museum präsentiert Ausstellung über 3D-Druck: „Making a Difference/A Difference in Making“

Den Einfluss von 3D-Druckverfahren auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt entdecken

Das Red Dot Design Museum Essen präsentiert vom 27. September bis 30. Oktober 2016 die Ausstellung „Making a Difference/A Difference in Making“. Die Kollektion vereint wegweisende 3D-gedruckte Werke aus Kunst, Design, Technik und Wissenschaft. Die Ausstellung wird von Marta Malé-Alemany, Architektin und anerkannte Forscherin auf dem Gebiet der digitalen Fertigungstechniken, kuratiert und von Materialise, einem 3D-Druck-Unternehmen mit Sitz in Belgien, realisiert.

Patienten-spezifische azetabuläre Implantate, Mobelife, Foto Courtesy of Materialise
Ein 15 Jahre altes Mädchen leidet an Neurofibromatose, eine angeborene Erkrankung, die ihr Becken zerstört und mit großen Schmerzen verbunden ist. Das Mädchen konnte nach zwei Jahren. nachdem sie ein patientenspezifisches, im 3D-Druckverfahren hergestelltes azetabuläres Implantat erhalten hatte, sogar ohne Krücken wieder zur Schule gehen

Seit den Anfängen des 3D-Drucks haben Künstler und Designer diese Technik begrüßt und ihre Potenziale erkundet. Ihre Kreationen überschreiten oft die Grenzen des hypothetisch Machbaren. 3D-Druck-Unternehmen und Experten nehmen diese experimentellen Herausforderungen gerne an, um die eigene Forschung voranzubringen. Diese Synergie ermöglicht und inspiriert die Ausdehnung des 3D-Drucks auf andere Bereiche, was häufig zu technischen Entdeckungen führt, die erfolgreich auf Industrieanwendungen übertragen werden.

Mechanische Hand in 3D, e-NABLE Community, Foto Jen Martin Studios
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der e-NABLE Community haben sich auf die Erstellung von 3D-gedruckten Prothesen für Kinder und Erwachsene spezialisiert, denen Hände und Finger fehlen

Die Ausstellung „Making a Difference/A Difference in Making“ vermittelt sowohl die Faszination des 3D-Drucks als auch die tiefgreifende Ergründung dieser Technik. Sie soll zu einem besseren Verständnis beitragen, auf welche Weise 3D-Druck Menschen helfen kann, soziale Veränderungen zu ermöglichen und die Umwelt positiv zu beeinflussen. Analog zum Motto der Ausstellung wird aufgezeigt, welchen Unterschied der 3D-Druck machen kann.

Escapism dress, Iris Van Herpen in collaboration with Daniel Widrig and Materialise, Photo Michel Zoeter
The Escapism dress explores the use of highly-intricate (digitally-made) geometries around the female body, creating a garment that has been recognized worldwide. This piece was made to push the limits of 3D printing technology

Die Ausstellung bietet eine in Deutschland einzigartige Gelegenheit, die pluralistischen Aspekte und Anwendungen dieser bahnbrechenden Technik kennenzulernen. Die Besucher können unter anderem Werke renommierter Künstler und Designer wie Patrick Jouin, Iris van Herpen, Jan Wertel, Gernot Oberfell und Daniel Widrig sehen. Die Ausstellung wurde 2015 bereits im Centre for Fine Arts in Brüssel gezeigt und fand sowohl bei Gestaltungsexperten als auch dem breiten Publikum großen Anklang.

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