Samstag, 18. Juni 2016

Skulpturenfest auf dem Moltkeplatz

Kunst im öffentlichen Raum im Essener Südostviertel

Skulpturenfest auf dem Moltkeplatz

1982 wurde das „Hannover Tor“ von Friedrich Gräsel als erstes Kunstwerk auf der Skulpturenwiese am Moltkeplatz aufgestellt. Auf der Website der Ruhr Kunst Museen ist zu lesen, dass sich der Titel auf die letzte aktive Zeche (Hannover) im Bochumer Stadtteil Hordel beziehe, am 31. März 1973 wurde das Bergwerk als letzter Bochumer Förderstandort stillgelegt. Was dort nicht steht, dass die gleiche Skulptur mit demselben Namen 1979 an der Karl-Wiechert-Allee 5 in Hannover aufgestellt wurde. In der Folgezeit entstand ein Skulpturenensemble, das der am 16. Juni 2006 gegründete Verein Kunst am Moltkeplatz KaM e. V. langfristig erhalten möchte. Seit 2007 veranstaltet der Verein jährlich das Skulpturenfest, das dieses Jahr seine zehnte Auflage erlebt.

„Hannover Tor“ von Friedrich Gräsel (* 26. Mai 1927 in Bochum, † 8. Juli 2013 in Osnabrück), 1978/1981

Ich muss gestehen selbst schon häufig auf der Ruhrallee am Moltkeplatz vorbeigefahren zu sein, ohne dem Skulpturenensemble am Moltkeplatz jemals Beachtung geschenkt zu haben. Allerdings war das heutige Skulpturenfest auch kein wirklich gut gewählter Termin, dem abzuhelfen, denn wie schon an den vergangenen Tagen gab es am Nachmittag wieder einmal einen ausgiebigen Regenguss, der zum einen die geplante Aktion auf der Skulpturenwiese hinfällig machte und zum zweiten den geführten Rundgang zu den Skulpturen, an dem auch Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen teilgenommen hat, zu einer recht feuchten Angelegenheit werden ließ. Martin Pfeifle (*1975 in Stuttgart), dessen temporäres Werk „onda“ im Rahmen der Reihe junge Kunst am Moltkeplatz von Mai 2016 bis April 2017 zu sehen ist, war ebenfalls zum Skulpturenfest gekommen, um seine Arbeit zu erläutern. Ohne an dieser Stelle zu sehr ins Detail gehen zu wollen, aber durch die Anwesenheit des Oberbürgermeisters geriet der geführte Rundgang unversehens zum Fotoshooting mit Thomas Kufen vor den Kunstwerken…

„Hannover Tor“ von Friedrich Gräsel (* 26. Mai 1927 in Bochum, † 8. Juli 2013 in Osnabrück), 1978/1981

„Paarweise“ von Ansgar Nierhoff (* 1. Oktober 1941 in Meschede, † 2. August 2010 in Köln), 1988

„Denkmal“ von Gloria Friedmann (* 1950 in Kronach), 1990

ohne Titel von Ulrich Rückriem (* 30. September 1938 in Düsseldorf), 1983

„EIN•STAND“ von Lutz Fritsch (* 23. August 1955 in Köln), 1990

„Lebensgröße“ von Heinz Breloh (* 1940 in Hilden, † 2001 in Köln), 1994

„Lebensgröße“ von Heinz Breloh (* 1940 in Hilden, † 2001 in Köln), 1994

„Eine echte falsche Geschichte“ von Hannes Forster (* 1955 in Tuttlingen), 1990

Oberbürgermeister Thomas Kufen lässt sich von Lisa Lambrecht-Wagenitz die Kunstwerke am Moltkeplatz erläutern

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