Montag, 6. Juni 2016

12. UNESCO-Welterbetag auf dem Welterbe Zollverein

Besucher feiern unter dem Motto „UNESCO-Welterbe verbindet“

Infopunkt am Zollvereinpark von der Künstlergruppe Observatorium, 2006

Am 12. Juni 2016 fand der zwölfte bundesweite UNESCO-Welterbetag unter dem Motto „UNESCO-Welterbe verbindet“ statt. Welterbestätten in ganz Deutschland laden am UNESCO-Welterbetag zu Sonderführungen und Aktionen zum Mitmachen ein. Seit 2005 wird der Welterbetag auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V. begangen. „Das UNESCO-Welterbe verbindet Menschen über alle nationalstaatlichen Grenzen hinweg. Welterbestätten bieten uns eine Gelegenheit, die Spuren unserer Geschichte zu entdecken. Sie geben uns Aufschluss über uns selbst und bieten darüber hinaus einen Zugang zu dem kulturellen Erbe anderer Gesellschaften und der gesamten Menschheit. Kultur- und Naturerbestätten sind damit wichtige Instrumente der internationalen Verständigung und unterstützen die Arbeit für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung. Das zeigen am 5. Juni UNESCO-Welterbestätten in ganz Deutschland“, so Prof. Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Konstellation D4“ von Alf Lechner, 1994

„Zweiteilige Standskulptur“, dahinter „Von einem Block“ von Ansgar Nierhoff

„Das Paar“ von Ansgar Nierhoff

Schwerpunkt des diesjährigen Welterbetags in Essen war die Kunst auf Zollverein, denn der Kunstort Zollverein bekam Zuwachs: Um 11 Uhr wurde die Skulptur „Das Paar“ von Ansgar Nierhoff (1941 – 2010) von Staatssekretär Bernd Neuendorf, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, offiziell enthüllt. Die bereits auf Zollverein beheimateten Arbeiten Ansgar Nierhoffs „Von einem Block“ und „Zweiteilige Standskulptur“ wurden somit um eine weitere Skulptur ergänzt. Nach der feierlichen Einweihung fand eine zweistündige Führung statt, auf der die Besucher das UNESCO-Welterbe Zollverein als Ort für zeitgenössische Kunst entdecken konnten. Da man aber bekanntlich nicht gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Ort sein kann, habe ich mich entschieden, eine der einstündigen Kunstführungen mit der Linie UNESCO-Welterbe Zollverein am Nachmittag wahrzunehmen, bei der man obendrein mit dem E-Bus über das Gelände gefahren wird und nicht die ganze Strecke zu Fuß laufen muss.

Kunstführung mit der Linie UNESCO-Welterbe Zollverein

„Das Paar“ von Ansgar Nierhoff

Isabelle Pabst

„Road Show“ mit selbstgebauten Marionetten

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe

1924 initiierte Hermann Kätelhön, künstlerischer Berater von Margarethe Krupp, die Gründung einer Keramikwerkstatt auf dem Gelände der Siedlung Margarethenhöhe und bestimmte Will Lammert zum Leiter der Werkstatt. Diese wurde 1925 als Keramische Werkstatt Margaretenhöhe in das Handelsregister eigetragen. Man frage mich bitte nicht, warum nicht der Name von der Siedlung Margarethenhöhe (mit h) übernommen wurde. Bereits 1933 zog die Werkstatt in ein Gebäude der Zeche Zollverein um, seit 1987 ist sie im Baulager der Zeche Zollverein beheimatet.

Keramische Werkstatt Margaretenhöhe

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