Freitag, 27. Mai 2016

Was „Herkules“ für Horst ist nun „Poseidon“ für Ruhrort

„Echo des Poseidon“ auf der Duisburger Mercatorinsel enthüllt

Gerhard Schröder, siebter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1998 bis 2005, enthüllte am 27. Mai 2016 vor rund 200 Gästen die Bronze-Statue „Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz auf der Duisburger Mercatorinsel. Die zehn Meter hohe Bronzeskulptur des Bildhauers Markus Lüpertz wird künftig die ankommenden Schiffe bei der Einfahrt in den größten Binnenhafen der Welt begrüßen. „Allein schon die Position des Poseidon ist eindrucksvoll“, so Gerhard Schröder. „Von einem fünf Meter hohen Sockel wird er schwebend sein Element, das Wasser, beobachten. Auch bei Hochwasser steht der Meeresgott auf sicherem Posten.“ Schröder wünschte den Duisburgerinnen und Duisburgern viel Freude mit diesem außergewöhnlichen Kunstwerk und hoffte, dass sich nicht nur die Schiffsleute über den Gruß freuen, sondern sich viele Besucher eigens auf den Weg zum „Echo des Poseidon“ machen. „Der Weg hierhin und die Begegnung mit dieser wunderbaren Großskulptur lohnen sich wirklich“, so Schröder.

Hebeturm der „Homberg-Ruhrorter Rheintrajekt-Anstalt“ in Duisburg-Homberg

„Wir wollen im Jahr unseres 300-jährigen Jubiläums in aller Bescheidenheit anspruchsvoll sein. Mit dieser Skulptur wollen wir der Stadt Duisburg und den Menschen am Niederrhein ein Geschenk machen, das eben nicht beliebig ist, sondern zum Nachdenken anstiftet und den Betrachter ins Staunen versetzt. Markus Lüpertz beeindruckende Bronzeplastik repräsentiert den Stolz der Menschen hier genauso wie ihre Fähigkeit allen Widrigkeiten zu trotzen. Das Werk ist eine unübersehbare Landmarke an diesem für Deutschland und Europa so wichtigen Fluss“, so Erich Staake, Vorstands­vor­sitzender der Duisburger Hafen AG.

Schubverband auf dem Rhein in Höhe der Duisburger Mercatorinsel

Tatsächlich ist die Bronzeskulptur weithin sichtbar, auch vom Homberger Rheinufer. Geht man von hier über die Friedrich-Ebert-Brücke Richtung Ruhrort, so kommt man an der so genannten „Haniel-Treppe“ vorbei, die von der Friedrich-Ebert-Brücke auf die Mercatorinsel führt. Die Treppe wurde am 11. Mai 2010 eingeweiht, ein Tor versperrt jedoch noch immer den Zugang zur Treppe. Um von hier zu der Bronzeskulptur „Echo des Poseidon“ auf der früheren Speditionsinsel, heute Mercatorinsel, zu gelangen, muss man den ganzen Weg entlang des Vinckekanals bis zur Ruhrorter Straße laufen, dort den Vinckekanal überqueren und von hier auf der Mercatorinsel wieder Richtung Hafenmund laufen.

„Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz, 2016

Natürlich schaut das Gesicht des Poseidon zum Rhein, oder hatte man in Ruhrort tatsächlich gedacht, es schaut nach Ruhrort, so dass Rheinschiffer lediglich den Hinterkopf sähen? Mich würde in diesem Zusammenhang eher die Antwort auf die Frage interessieren, was denn eigentlich aus der geplanten Grünanlage auf der Mercatorinsel geworden ist, denn davon ist auch nach sechs Jahren nichts zu sehen.

„Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz, 2016

„Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz, 2016

„Echo des Poseidon“ von Markus Lüpertz, 2016

„Ruhr-Akropolis“ von Heide Weidele

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