Dienstag, 17. Mai 2016

Vorschau: 39. Internationaler Museumstag 2016

„Museen in der Kulturlandschaft“

Am Sonntag, 22. Mai 2016, werden die Museen in Deutsch­land, Österreich und der Schweiz den 39. Internationalen Museumstag feiern. Unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ richtet sich der Blick auf die Vernetzung der Museen in ihrem kulturellen Umfeld. Der vom Internationalen Museumsrat (ICOM) weltweit jährlich im Mai ausgerufene Tag möchte in diesem Jahr unter dem Motto „Museums and cultural landscape“ auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen aufmerksam machen. Mit Sonderführungen, Workshops, Aktionen, Vorträgen, einem Blick hinter die Kulissen und Museumsfesten vermitteln die Museen einen Einblick in ihre Arbeit und bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm. Alle teilnehmenden Museen und ihre Aktionen sollen ab 1. März 2016 über den zentralen Internet-Auftritt www.museumstag.de in der bundesweiten Datenbank zu recherchieren sein.


Familiensonntag im Ruhr Museum

UNESCO-Welterbe Zollverein, Schacht XII, Kohlenwäsche, 24-Meter-Ebene

Grüne Metropole oder Land der 1.000 Feuer? Das Ruhrgebiet hat viele Geheimnisse – wie auch das Ruhr Museum. Deshalb können große und kleine Besucher am 22. Mai 2016 einen Blick hinter die Kulissen des Regionalmuseums und seiner Ausstellungen werfen. In umfangreichen Depot-, Kuratoren- und Kinderführungen sowie bei der Museumsrallye für die ganze Familie sind alle den Rätseln des Reviers auf der Spur und entdecken hinter den Türen der Depots weitere museale Geheimnisse.

Depot Archäologie, Modell des Pergamonaltars

Das Ruhr Museum hat am 22. Mai 2016 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Dauerausstellung „Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets“ und den Sonderausstellungen „Rock und Pop im Pott“ und „Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“ sowie die Führungen sind an diesem Tag frei. Treff- und Endpunkt der Führungen ist immer der Counter auf der 24-Meter-Ebene. Informationen und Anmeldungen beim Besucherdienst Ruhr Museum von Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr unter der Rufnummer (0201) 24681 444 oder besucherdienst@ruhrmuseum.de.

Depot Archäologie, Hydria (Wasserkrug), Attika

14 Uhr Kuratorenführung im Depot Archäologie
(45 Min., max.15 Teilnehmer)
Die Archäologische Sammlung, deren Grundstock auf den 1880 gegründeten Historischen Verein von Stadt und Stift Essen zurückgeht, umfasst über 50.000 Objekte aus unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Materialien. Ausgrabungsfunde der Essener Stadtarchäologie erweitern die archäologischen Bestände des Ruhr Museums kontinuierlich.

Depot Archäologie, Funde von der Isenburg

15 Uhr Kuratorenführung im Depot Geologie
(45 Min., max.15 Teilnehmer)
Den Schwerpunkt der Naturkundlichen Sammlungen des Ruhr Museums bilden die Geowissenschaften. Mit ca. 400.000 Objekten aus den Bereichen „Allgemeine Geologie“, „Paläontologie/Stratigraphie“ sowie „Mineralogie“ zählt sie zu den besten Museumssammlungen Deutschlands. Seit rund 15 Jahren finden auch umweltgeologische Exponate Eingang in die Sammlung. Hinzu kamen in den letzten Jahren neue biologische Konvolute zur Naturkultur des Ruhrgebiets nach der Industrialisierung.

Depot Geologie, Ammonit, etwa 90 Mio. Jahre alt

16 Uhr Kuratorenführung im Depot Geschichte
(45 Min., max.15 Teilnehmer)
Die Anfänge der Kulturhistorischen Sammlungen reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Trotz umfangreicher Verluste im 2. Weltkrieg umfasst die Sammlung heute mittelalterliche und frühneuzeitliche Objekte aus der Zeit vom 5. bis zum 18. Jahrhundert. Den Sammlungsschwerpunkt bildet seit den 1980er Jahren die Kultur- und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets im 19. und 20. Jahrhundert.

Depot Geschichte, Grubenlampe

17 Uhr Kuratorenführung im Depot Fotografie
(45 Min., max.15 Teilnehmer)
Die Fotografische Sammlung versteht sich als Bildgedächtnis des Ruhrgebiets. Sie existiert seit 1989 und umfasst etwa 4 Millionen Negative und einige Zehntausend Abzüge und Dias. Mittlerweile ist sie das größte und bedeutendste Archiv historischer und zeitgenössischer Fotografien der Region, ihrer Landschaften und Städte, der Menschen, der Arbeit und der Freizeit, des Alltags und der Feste.

von links nach rechts: Dr. Axel Heimsoth (Industrie- und Zeitgeschichte), Dr. Patrick Jung (Archäologie), Dr. Thomas Dupke (Fotografie), Udo Scheer (Geologie)

15.30 Uhr Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung „Rock und Pop im Pott“
(90 Min., max. 20 Teilnehmer)
Sechs Jahrzehnte Musikgeschichte des Ruhrgebiets stehen 2016 auf dem Programm. Den Anfang macht das Jahr 1956 mit seinen Jugendkrawallen und Protesten in Dortmund aufgrund des Films „Außer Rand und Band“ mit Bill Haley, dem König des Rock ’n’ Roll. Welche weiteren Musikhits und Stars bis heute für Tumulte oder kollektive Hysterie sorgten, verrät die Ausstellung um Beats und Breaks mit Platten, Postern, Instrumenten, Bühnenoutfits und vielem mehr, was Musik besonders macht.

„Rock und Pop im Pott“, Blick in die Ausstellung

16.30 Uhr Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung „Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“
(60 Min., 20 Teilnehmer)
Die Führung gibt einen spannenden Einblick in die fotografischen Arbeiten des Dortmunder Erich Grisar (1898 – 1955). Einfühlsam dokumentieren sie die Themen Kindheit, Arbeit und Industrie, städtisches Leben sowie die Härten des Alltags im Arbeitermilieu.

Erich Grisars Plaubel Makina I

13 Uhr Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung „Rock und Pop im Pott“
(90 Min., max. 20 Teilnehmer)
Sechs Jahrzehnte Musikgeschichte des Ruhrgebiets stehen 2016 auf dem Programm. Den Anfang macht das Jahr 1956 mit seinen Jugendkrawallen und Protesten in Dortmund aufgrund des Films „Außer Rand und Band“ mit Billy Haley, dem König des Rock ’n’ Roll. Welche weiteren Musikhits und Stars bis heute für Tumulte oder kollektive Hysterie sorgten, verrät die Ausstellung um Beats und Breaks mit Platten, Postern, Instrumenten, Bühnenoutfits und vielem mehr, was Musik besonders macht.

14 Uhr Öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung „Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets“
(90 Min., max. 20 Teilnehmer)
Die Führung präsentiert die faszinierende Natur- und Kulturgeschichte des Reviers von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel zur Metropole Ruhr.

Skelettmontage eines wollharigen Nashorns (Coelodonta antiquitatis), Ruhrgebiet, Baustellen des Rhein-Herne-Kanals, Quartär, Pleistozän, ca. 20.000 Jahre

14.30 Uhr Öffentliche Führungen durch die Dauerausstellung „Am schönsten is auf’m Platz“
(60 Min., max. 20 Teilnehmer)
Willkommen „im Land der 1.000 Derbys“. Fußball ist ein untrennbarer Bestandteil der Ruhrgebietskultur. Fotos und Dokumente veranschaulichen die Geschichte des Revierfußballs von der Zeit der Hochindustrialisierung bis heute.

Kinder-Mitmach-Führungen
Für Kinder ab 6 Jahren
14 Uhr/15 Uhr/16 Uhr/17 Uhr
Bei spannenden Kinder-Mitmach-Führungen begeben sich die Museumsdetektive auf die Suche nach Spuren unserer Vergangenheit. Urzeittiere dienen als Zeugen unserer Erdgeschichte und geben Überraschendes aus ihrem Leben und über die damalige Umwelt preis – ebenso wie die Originalfunde aus der Archäologischen Sammlung. Danach nehmen die Jungdetektive die Rätsel des Reviers anhand von ausgewählten Handstücken aus den „Kohlenpott-Zeiten“ noch einmal genau unter die Lupe.

Museumsrallye „Tierisches Ruhrgebiet“
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
10 bis 18 Uhr, jederzeit erhältlich am Counter auf der 24-Meter-Ebene des Ruhr Museums
Die individuelle Rallye für Tierfans führt durch die drei spektakulären Ebenen der Dauerausstellung – Familien folgen dem Weg der ehemaligen Kohle und sind dabei dem „Tier im Revier“ auf der Spur. Dabei finden sie Fossilien, erraten Tierstimmen und entdecken Neues über das Zusammenleben von Mensch und Tier im Ruhrgebiet.

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