Dienstag, 17. Mai 2016

Jedermann-Radtour mit Oberbürgermeister Thomas Kufen

Über ehemalige Bahntrassen zu den aktiven Essener Brauereien

Jedermann-Radtour mit Oberbürgermeister Thomas Kufen

Passend zum Thema des diesjährigen Essener Fahrrad-Kalenders „500 Jahre Reinheitsgebot des Deutschen Bieres“ führte die Jedermann-Radtour mit Oberbürgermeister Thomas Kufen über mehrere ehemalige Bahntrassen auf einem Rundkurs zu den aktiven Essener Brauereien: zur Rüttenscheider Hausbrauerei, zur Dampf-Bierbrauerei in Borbeck und schließlich zur Privatbrauerei Jacob Stauder in Altenessen. Wie das Reinheitsgebot hat auch die Jedermann-Radtour mit dem Oberbürgermeister bereits Tradition: seit dem Erscheinen des ersten „Essener Fahrrad-Kalenders“ beteiligt sich der Essener Oberbürgermeister (angefangen mit Wolfgang Reiniger über Reinhard Paß bis zu Thomas Kufen) an einer Themen-Tour aus dem Essener Fahrrad-Kalender. Veranstalter war das Amt für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Essen in Kooperation mit der Essener Fahrrad-Initiative (EFI)/Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Essen, Tourenleiter war der Essener Fahrradbeauftragte Christian Wagener.

Rüttenscheider Hausbrauerei

Die Geschichte des Essener Brauwesens geht auf die Gründung des Stifts Essen Mitte des 9. Jahrhunderts zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt Essen Heimat vieler kleiner und größerer Hausbrauereien, an die sich heute kaum noch jemand erinnert. Umso erfreulicher ist es, dass die Braukunst hier weiterhin ihre Tradition hat. Vom Treffpunkt auf dem Willy-Brandt-Platz ging es zunächst zur 1993 vom Braumeister Volker Kampl gegründeten Rüttenscheider Hausbrauerei, die als einzige Hausbrauerei im Ruhrgebiet ihr Bier aus echten Eichenholzfässern ausschenkt. Seit Oktober 2012 führen Farhad M. Tabrizi und Afshin Sadaghiani die einzige Hausbrauerei in Essen nach alter Tradition weiter.

Rüttenscheider Hausbrauerei

Borbecker Dampf-Bierbrauerei

Über ehemalige Bahntrassen wurde als zweite Station die historische Borbecker „Dampf-Bierbrauerei von 1896“, heute „Dampfe – Das Borbecker Brauhaus“, erreicht, wobei auch ein Teilstück des zukünftigen Radschnellwegs Ruhr befahren wurde. Vor Ort gab es Borbecker helles Dampfbier zu verkosten.

Dampfe – Das Borbecker Brauhaus, Sudhaus

Dampfe – Das Borbecker Brauhaus

Über die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn zum Universitätsviertel und von dort über die „Stadt Route“ ging es schließlich zur Privatbrauerei Jacob Stauder in Altenessen, die seit 2005 in 6. Generation von Thomas und Axel Stauder geführt wird. Sie ist damit eine der wenigen Brauereien im westdeutschen Raum, die sich noch ganz in Familienbesitz befindet. Nach einer Erfrischung aus dem umfangreichen Produktangebot der Privatbrauerei Jacob Stauder ließ es sich Dr. Thomas Stauder nicht nehmen, die Teilnehmer der Fahrradtour persönlich in zwei Gruppen durch seine Brauerei zu führen.

Dr. Thomas Stauder und Thomas Kufen

Privatbrauerei Jacob Stauder, Sudhaus

Privatbrauerei Jacob Stauder, Sudhaus

Privatbrauerei Jacob Stauder, Hefe-Aufziehbirne

Dass Radfahren in der Großstadt gefährlich ist hat sich auch bei dieser Radtour wieder einmal gezeigt. „Gegenseitige Rücksichtnahme“ scheint für viele Verkehrsteilnehmer ein Fremdwort zu sein. Anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass Autofahrer genervt die Hupe betätigen, wenn sie ein paar Minuten warten müssen, um ’zig Fahrradfahrern den Vorrang zu gewähren. Ein freundliches Lächeln hinter dem Steuer ist da eher die Seltenheit. Dem ein oder anderen Autofahrer sei an dieser Stelle § 15 StVO (geschlossene Verbände) und deren weitreichende Konsequenzen ans Herz gelegt, dann reagiert man womöglich in Zukunft anders, wenn einem ein solcher geschlossener Verband mit mehr als 15 Radfahrern begegnet.

Keine Kommentare: